Eine von 16 Teilnehmern

Foodsharing-Botschafterin traf Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

Mirjam Starke war beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Dort berichtete sie über ihr ehrenamtliches Engagement für die Remscheider Foodsharing-Initiative. Foto: Peter Klohs
+
Mirjam Starke war beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Dort berichtete sie über ihr ehrenamtliches Engagement für die Remscheider Foodsharing-Initiative.

Remscheider Foodsharing-Botschafterin Mirjam Starke war beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten.

Von Peter Klohs

Remscheid. Als Mirjam Starke am Ende des Jahres 2020 einen Brief mit dem Logo des Bundespräsidialamtes in ihrem Posteingang vorfand, war sie zunächst skeptisch. „Wenn man unvermutet so einen Brief erhält“, erzählt sie, „dann denkt man erst einmal an einen Scherz. Oder an einen Fake.“ Sie zeigte den Brief ihren Nachbarn, die nach eingehender Prüfung zu dem Schluss kamen, dass der Brief echt war. Frank-Walter Steinmeier hatte Mirjam Starke zum Neujahrsempfang in das Schloss Bellevue eingeladen.

Und das nicht ohne Grund. Mirjam Starke ist seit 2016 eine leidenschaftliche Foodsharing-Botschafterin in Remscheid. Gemeinsam mit Elisabeth Erbe koordiniert sie die Arbeit der zur Zeit über 200 aktiven Foodsaver und war maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass Remscheid 2020 die erste Foodsharing-Stadt bundesweit wurde.

Alles zum Thema Foodsharing in Remscheid lesen Sie hier.

Aus jedem Bundesland wurde ein Teilnehmer eingeladen - Mirjam Starke vertritt NRW

„Es ist eine total spannende Arbeit“, berichtet Mirjam Starke. „Man hat viele Kontakte zu sehr unterschiedlichen Menschen. Natürlich ist die Organisation des Foodsharings sehr zeitintensiv. Aber der Spaß steht im Vordergrund. Würde uns die Stadt nicht so großartig unterstützen, dann wäre der Spaß vielleicht geringer. Wann immer wir Hilfe brauchen, ist die Stadt, zumeist in Gestalt von Thomas Neuhaus, für uns da.“ Insoweit traf die Einladung des Bundespräsidenten die Richtige.

Die Coronakrise führte dazu, dass der Empfang 2021 nicht stattfinden konnte und auf 2022 verschoben werden musste. Trotz noch immer grassierender Pandemie bestand Frank-Walter Steinmeier darauf, das Treffen zu Anfang dieses Jahres durchzuführen, wenn auch verkleinert als Neujahrsgespräch, mit 16 ehrenamtlich tätigen Menschen. „Aus jedem Bundesland eine oder einer“, weiß Starke. „Und für NRW war ich das. Das ist doch echt unglaublich.“

Das Treffen mit dem Bundespräsidenten war für den 19. Januar geplant. „Man wird dann etwa eine Woche vorher unfassbar nervös“, erinnert sich die Foodsharing-Botschafterin. „Was ziehe ich an? Wie mache ich mir die Haare? Und vor allen Dingen: Was mache ich mit meinem Hund?“ Alles ließ sich klären. Mirjam Starke reiste am Vortag in die Hauptstadt. Alles Wichtige – Hotel, Kfz-Zeichen des Autos für die Einfahrt am Schloss Bellevue, den genauen Ablauf des Treffens – hatte das Bundespräsidialamt im Vorfeld bereits organisiert. Und alles klappte vorzüglich.

So war es beim Neujahrsempfang

„Man muss sich das vorstellen“, ist Starke noch immer beeindruckt, „da kommt man in diesen großen Saal mit dem riesigen ovalen Tisch, und da steht ein Namensschild darauf, auf dem mein Name steht.“ Was der Ehrenamtlerin am deutlichsten im Gedächtnis geblieben ist, ist die Herzlichkeit, nicht nur von Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender, sondern von allen Mitarbeitern rund um die Veranstaltung.

Nach einer kurzen Einführung des Bundespräsidenten durfte jeder der 16 Teilnehmenden über sein Engagement berichten. „Das ging von einer Wanderführerin, die fünf Stunden über einen Baum sprechen konnte, ohne dass es langweilig wird bis zum Mann, der eine Fußballmannschaft für Flüchtlinge gegründet hat. Und die Ernsthaftigkeit, mit der der Bundespräsident sich für jeden Einzelnen und seine Geschichte interessiert hat, war enorm stark und hat bei jedem von uns nachhaltig gewirkt. Ich muss sagen, dass ich mich geehrt gefühlt habe und auch stolz auf Remscheid und unser Land war und bin. Ich bin jetzt ein Teil der Geschichte des Hauses, das wie kein anderes für Deutschland steht.“

Mirjam Starke

Die Kölnerin Mirjam Starke lebt seit 1999 in Remscheid. Die ehemalige Intensivkrankenschwester war immer sozial engagiert. Für ihre Arbeit bei Foodsharing Remscheid erfährt sie viel Freude.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schutz des Morsbachtals: Betonbecken an der Hägener Mühle sollen vor Flut schützen
Schutz des Morsbachtals: Betonbecken an der Hägener Mühle sollen vor Flut schützen
Schutz des Morsbachtals: Betonbecken an der Hägener Mühle sollen vor Flut schützen
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt
Studentenvertreter warnt vor dramatischer Lage
Studentenvertreter warnt vor dramatischer Lage
Studentenvertreter warnt vor dramatischer Lage
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei

Kommentare