Brandschutzkonzept

Flüchtlingsheim bleibt in der Warteschleife

Das ehemalige Flüchtlingswohnheim am Talsperrenweg in Lennep soll wieder eröffnet. Dazu muss jedoch erst einmal ein neues Brandschutz-
konzept entwickelt werden.
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Das ehemalige Flüchtlingswohnheim am Talsperrenweg in Lennep soll wieder eröffnet. Dazu muss jedoch erst einmal ein neues Brandschutz- konzept entwickelt werden.
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Eigentümer muss für Einrichtung am Lenneper Talsperrenweg ein neues Brandschutzkonzept vorlegen.

Von Frank Michalczak

Für das Flüchtlingsheim, das am Talsperrenweg in Lennep wieder geöffnet werden soll, ist ein neues Brandschutzkonzept nötig. Dies erfuhr Ratsmitglied Bettina Stamm (Echt Remscheid) bei der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses, in der sie sich nach dem Stand der Dinge bei der geplanten Sanierung der Unterkunft erkundigte. „Wir haben am 28. April eine Dringlichkeitsentscheidung getroffen, dass der Betrieb möglichst kurzfristig aufgenommen werden soll. Momentan sieht es dort noch schlimmer aus als vorher“, beschrieb sie den Zustand des Geländes. Keine Rückmeldung habe zudem ein Interessent von der Stadtverwaltung erhalten, der sich zum 1. Juli auf eine Hausmeisterstelle in der Einrichtung beworben habe. „Ich finde es nicht gut, wie man hier mit den Leuten umgeht“, fügte sie hinzu.

Stadtdirektor Sven Wiertz bat sie, ihm diesbezüglich Informationen zu geben, um diese mit dem Personalamt besprechen zu können. Bei der Aufgabe, das Gebäude wieder in eine Flüchtlingsunterkunft zu verwandeln, sei der Vermieter am Zug, hieß es seitens der Verwaltung. Für die Bewilligung eines Bauantrags sei ein Brandschutzkonzept erforderlich, das aber noch nicht vorliege.

Bereits zwischen 2012 und 2019 diente das Haus als Heim für geflüchtete Menschen, die in Remscheid angekommen waren. Dann beendete die Stadt den Mietvertrag, um ihn angesichts des vermehrten Zustroms nun wieder neu zu schließen.

Stadt muss immer mehr Geflüchtete unterbringen

Dass Handlungsdruck besteht, geht aus dem Lagebericht der Stadtverwaltung hervor, mit dem sich der Integrationsrat an diesem Donnerstag befasst. Mittlerweile leben 1015 Menschen aus der Ukraine in Remscheid, wobei der Zuzug zuletzt wieder zugenommen habe und möglicherweise im Herbst und Winter weiter an Fahrt aufnehmen werde. Zudem nehme die Ausländerbehörde eine erhöhte Zuweisung von Asylsuchenden aus Herkunftsstaaten außerhalb der Ukraine wahr.

Ukraine-Krieg: So können Sie jetzt helfen

So schwinden mehr und mehr die Raumkapazitäten der Stadt Remscheid, die für Menschen aus der Ukraine bereits die Turnhalle Hölterfeld als Erstunterkunft nutzt. 92 Menschen seien hier und im benachbarten Schulgebäude untergebracht, heißt es im Lagebericht. Insgesamt 1105 Geflüchtete leben in Wohnungen, die von der Stadt angemietet wurden. 437 finden in den sechs Übergangsheimen und einer Wohnanlage ein Dach über den Kopf.

Die Wiedereröffnung des Gebäudes am Talsperrenweg ermögliche es „mit kleinen abgeschlossenen Wohneinheiten“, rund 100 Menschen Platz zu bieten. Daneben werde derzeit auch die Unterbringungsmöglichkeit in Containermodulen geprüft.

Geflüchtete

Außer den Geflüchteten aus der Ukraine nahm Remscheid in diesem Jahr Menschen aus Syrien, Irak, Nigeria, Bangladesch, Somalia, Türkei, Albanien, Libanon, Nordmazedonien, Afghanistan, Belarus, Serbien, Iran, Algerien, Aserbaidschan und Georgien auf. Dies listet die Stadt in ihrem Lagebericht auf.

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