Hilfsprojekt

Fiona Strack will wieder zurück nach Uganda

Die Remscheider Fiona Strack (20) und ihr Freund Jannik Hellwig (22) wollen wieder zurück nach Uganda, dieses Mal gemeinsam. Allerdings ist das momentan nicht möglich. Foto: Roland Keusch
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Die Remscheider Fiona Strack (20) und ihr Freund Jannik Hellwig (22) wollen wieder zurück nach Uganda, dieses Mal gemeinsam. Allerdings ist das momentan nicht möglich.

20-Jährige war ein Jahr für den Remscheider Verein „Our Children and our Future“ für ein Hilfsprojekt in Ostafrika aktiv.

Von Peter Klohs

Remscheid. Vom Diakoniezentrum Hohenhagen bis zur Stadt Masaka im Süden von Uganda, unweit des Viktoria-Sees gelegen, ist es ein weiter Weg von 10 000 Kilometer Länge. Aber die 20-jährige Fiona Strack hat ihn nicht gescheut. Und sie will ihn – sobald es wieder möglich ist – erneut angehen.

„Nachdem ich das Abitur in der Tasche hatte, stellte sich mir die Frage nach meiner Zukunft“, berichtet Fiona. „Ich wollte schon gerne ins Ausland, wobei ich die typischen Reisen nach Australien oder in die USA für mich ausgeschlossen habe.“

Im Bekanntenkreis von Fionas Mutter gab es eine Frau, die für den Remscheider Förderverein „Our Children and our Future“ tätig war und über die Arbeit des Vereins in Uganda berichtete. Am „Tag der Vereine“ machte sich die junge Remscheiderin über die Arbeit schlau und stellte erste Kontakte zum Förderverein her.

Fiona Strack in Uganda. Foto: Strack

Von Jannik Hellwig, einem Remscheider, der bereits Erfahrungen in Uganda gesammelt hatte, ließ sie sich über Leben und Arbeit in dem ostafrikanischen Land berichten. Und recht schnell wurde ihr klar: „Genauso hatte ich mir meine Zukunft vorgestellt. Das mache ich. Ein soziales Projekt in Afrika begleiten, das passt.“

„Our Children and our Future“ ist ausschließlich in Uganda tätig, genauer in der Stadt Masaka mit 75 000 Einwohnern. Im Ortsteil Kamakongo, der, wie Fiona erzählt, durchaus in der Größe mit der Altstadt von Lennep vergleichbar ist, steht das Kinderheim des Fördervereins. Dort war Fiona Strack vom 31. August 2019 bis zum 1. März 2020 tätig. „Es gibt keine Direktflüge von Deutschland nach Uganda“, weiß Fiona, „weshalb man auch länger als 24 Stunden Reisezeit einplanen muss.“ Wichtig war ihr, sich schnell in das Alltagsleben der kleinen Zöglinge zu integrieren. „Man hilft den Kindern im Heim beim Erleben des Alltags. Das geht vom regelmäßigen Zähneputzen über die Essenseinnahme bis zum Besuch von Kindergarten oder Schule. Ich selbst habe in Masaka Deutsch unterrichtet.“ Stolz weist sie auf ein Schreiben, was ihren Einsatz auf diesem Gebiet dokumentiert.

Die politische Lage ist fragil, aber Angst hatte sie nie

„Man lebt dort als Mitteleuropäer wie ein Mensch aus Uganda“, erzählt sie. „Man bekommt auch einen ugandischen Namen, der aus der Clan-Zugehörigkeit und dem Vornamen besteht. Mein ugandischer Name ist Nakcanda-Fiona.“

Die Remscheiderin, die in ihrer Heimatstadt im Diakoniezentrum Hohenhagen tätig ist, wurde in Uganda krank und litt an Malaria. „Zwei, drei Tage ging es mir richtig dreckig“, berichtet sie. „Aber die medizinische Versorgung gegen Malaria ist in Uganda gewährleistet. Bei schlimmeren Krankheiten muss man ausgeflogen werden.“

Fiona beschreibt die Ugander als tiefenentspannt. „Die Uhrzeit ist nebensächlich. Eine Stunde Verspätung bedeutet in Uganda nichts und ist völlig normal. Man gewöhnt sich daran.“ Wie auch an den Anblick der Soldaten mit umgehängten Maschinengewehren. Die politische Lage in Uganda ist fragil. Aber Angst hatte sie nie. „Die nächsten Unruheherde sind mehrere Kilometer entfernt vom Kinderheim. Und beim Zustand der Straßen dort ist das eine mehrstündige Reise.“

In Uganda bekam sie Besuch von Jannik Hellwig. Sie verliebten sich und sind seitdem ein Paar. Sobald es wieder erlaubt ist, wollen sie wieder für „Our Children and our Future“ nach Uganda reisen.

Our Children and our Future

Our Childen and our Future“ wurde 2003 von Franz Lebfromm gegründet. Das Projekt in der ugandischen Stadt Masaka wird von Emmanuel Musoke und dessen Frau Maria Goretti geleitet, die einem wachsenden Team vorstehen. Die Verständigung in Uganda erfolgt auf Englisch, auf Luganda oder mit Händen und Füßen. Der Kontakt zum Förderverein ist unter Tel.  (02 1 91)- 565 74 75 oder per E-Mail möglich.

ocaof@gmx.de Our-children-and-our-future.de

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