3. September

Feuerwehr zeigt brandheiße Action

Die Fettexplosion gibt es natürlich auch zu sehen. Sie macht deutlich, weshalb man niemals versuchen sollte, eine brennende Pfanne mit Wasser zu löschen.
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Die Fettexplosion gibt es natürlich auch zu sehen. Sie macht deutlich, weshalb man niemals versuchen sollte, eine brennende Pfanne mit Wasser zu löschen.
  • Axel Richter
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Beim Tag der offenen Tür sollen Menschen über Gefahrenlagen informiert werden - mit spektakulären Vorführungen.

Von Axel Richter

Remscheid. Jäger kennen das: Aus ein paar Teelichtern lässt sich mit einfachen Mitteln eine wärmende Fußheizung zusammenbauen. Was bei Minusgraden auf dem Hochsitz funktioniert, funktioniert eingeschränkt freilich auch im kalten Wohnzimmer. Wer´s ausprobieren möchte, ist am 3. September bei der Feuerwehr Remscheid richtig. Für diesen Samstag bitten die Einsatzkräfte zum Tag der offenen Tür.

Der steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Zivil- und Katastrophenschutzes. Allerdings stand das Motto bereits vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine fest, erklären die Organisatoren. Schließlich deckte bereits die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr die Defizite deutlich auf. Vielerorts wurden Warnungen nicht weitergeleitet, nicht ernstgenommen und abgesperrte Straßen dennoch befahren. Auch im Bergischen.

Jeder muss sich eine gewisse Zeit selbst helfen können.

Sascha Ploch, Feuerwehr

„Ich glaube, dass viele Menschen mit Gefahrenlagen und dem richtigen Verhalten in solchen Situationen nichts mehr anzufangen wissen“, sagt Sascha Ploch. Der Brandamtsrat ist zuständig für den Katastrophen- und Zivilschutz und damit für den Schutz der Bevölkerung. In der aktuellen Energiekrise beschäftigt ihn vor allem die Frage, wie die Remscheider sicher durch den nächsten Winter bekommen.

Dabei ist die Teelicht-Heizung nur ein Beispiel dafür, wie sich ein Raum zur Not aufheizen lässt. Gerade arbeitet der Brandamtsrat an Plänen, um die Gerätehäuser, Schulen und Turnhallen in „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ zu verwandeln. Im Falle eines Blackouts, also eines flächendeckenden und langfristigen Stromausfalls könnten die Menschen darin Schutz finden. Doch, sagt Ploch: „Jeder muss sich im Notfall eine gewisse Zeit selbst helfen können.“

Feuerwehr in Remscheid spielt Notfallszenarien durch

Das Programm am Tag der offenen Tür

Darüber will die Feuerwehr ebenso aufklären wie über die verschiedenen Sirenensignale, die bei drohenden Gefahren bald wieder von den Dächern in Remscheid zu hören sein sollen. Wie berichtet, kehren die Geräte, die nach dem „Kalten Krieg“ aus dem Stadtbild verschwunden waren, noch in diesem Jahr zurück.

Beim Tag der offenen Tür sollen die Besucher darüber hinaus viel selbst ausprobieren können. Wie sich ein Handfeuerlöscher wirkungsvoll abblasen lässt, zum Beispiel. Wer mag, versucht sich mit dem Gerät also selbst als Brandbekämpfer. Ausprobieren können die Gäste zudem ihre Fähigkeit als Lebensretter. An einer Puppe wird die Reanimation geübt. Und dann gibt es noch was für Gäste, die unbedingt schwindelfrei sein müssen. Im Korb der Drehleiter fahren die Männer und Frauen der Feuerwehr ihre Besucher in eine Höhe von 30 Metern über den Platz.

Ein weiteres Highlight ist die Fettexplosion. Dazu kommt es, indem die Einsatzkräfte einen halben Liter Wasser in eineinhalb Liter heißes Frittenfett gießen. Wer das gesehen hat, hat für immer abgespeichert, dass man eine brennende Pfanne niemals unter den Wasserhahn halten sollte.

Mit dabei sind neben der Berufsfeuerwehr alle freiwilligen Einheiten, die Kinder- und Jugendfeuerwehr und dazu alle Hilfsdienste der Stadt. Nachdem der Tag der offenen Tür 2020 Corona zum Opfer fiel, freuen sie sich in diesem Jahr umso mehr auf viele Gäste.

Vom 29. bis 31. Juli findet das Feuerwehrfest in Bergisch Born statt

Ort und Zeit

Tag der offenen Tür ist Samstag, 3. September. Von 11 bis 17 Uhr lädt die Feuerwehr zu Infos und actiongeladenen Vorführungen in und rund um ihre Hauptwache Auf dem Knapp 23 ein. Das Motto diesmal: Hilfe zur Selbsthilfe.

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