Remscheider Sportstätten

FC Klausen will auf Kunstrasen spielen

In Klausen wird noch auf einem Aschenplatz gespielt. : Holger Battefeld
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In Klausen wird noch auf einem Aschenplatz gespielt. Archivfoto: Holger Battefeld
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Verein erhielt Zuspruch für die Modernisierung seiner Anlage in der Bezirksvertretung Lüttringhausen.

Remscheid. Der FC Klausen hofft darauf, einen Kunstrasenplatz zu bekommen. Das machten der Vorsitzende Gerd Kirchhoff und Geschäftsführer Carsten Balke bei der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen deutlich. Aktueller Anlass ist die Debatte über die Entwicklung der Remscheider Sportstätten. Unter anderem soll die SG Hackenberg Kunstrasen an ihrem Standort erhalten, nachdem die großangelegte Erweiterung der dortigen Anlage zunächst einmal vom Tisch ist.

Kirchhoff und Balke hoben die Bedeutung ihres 189 Mitglieder zählenden Fußballclubs für den Stadtteil hervor. „Wir sind ein Verein zum Wohlfühlen und wie eine große Familie“, erklärte Kirchhoff, der hinzufügte, dass beim FC jeder willkommen ist – auch Kicker, die nicht mit dem allergrößten Talent gesegnet sind. „Wir nehmen Spieler auf, die in umliegenden Vereinen keine Chancen haben.“ 2024 werde der Club 75 Jahre – mit diesem Jubiläum soll eine Neuausrichtung verbunden sein. Unter anderem sei geplant, die Arbeit mit den Kindergärten und Grundschulen in Lüttringhausen weiter zu intensivieren. Zu dieser „modernen Richtung“ sei es nötig, dass aus roter Asche ein grünes Spielfeld wird.

Das Ansinnen des FC Klausen stieß auf große Unterstützung der Ortspolitiker, die am Mittwochabend unter der Leitung von Bezirksbürgermeister Heinz Jürgen Heuser (SPD) im Remscher Rathaus tagten. Seine Fraktion brachte gemeinsam mit FDP und Bündnis 90/Die Grünen einen Begleitantrag zur Entwicklung der Sportstätten in Remscheid ein. Danach soll der Sportplatz Klausen als „wichtiges Angebot für den Vereins-, Schul- und Betriebssport in Lüttringhausen“ erhalten, aber auch als wichtiges Glied in der Gesundheitsförderung sowie in der Quartiersentwicklung erhalten und konzeptionell weiterentwickelt werden. Die Frage ist nur, woher das Geld kommt.

Im Sportausschuss wird die Debatte fortgesetzt

Die Stadtverwaltung soll dazu prüfen, inwieweit Förderprogramme genutzt werden können – zum Beispiel „Grün statt grau“, wobei die SPD Bezug auf Öko-Maßnahmen im Gewerbegebiet Großhülsberg Bezug nahm. Es sei denkbar, dass ein Kunstrasenplatz in diese Förderung eingebettet werden könne und sich ansässige Unternehmen beteiligen. „Der FC Klausen leistet gute Arbeit“, lobte Erden Ankay-Nachtwein (SPD).

Dass dieser Antrag zu kurz greife, erklärte Klaus Stuhlmüller (CDU). Er verwies darauf, dass ein Gutachten der Uni Wuppertal zur Entwicklung der Sportstätten in Remscheid keine Empfehlung für eine Modernisierung in Klausen erhalte. „Wir sollten deutlich machen, dass wir mit dieser Aussage nicht einverstanden sind“, erklärte Stuhlmüller. Seine Fraktionskollegin Susanne Pütz stimmte zu: „Wir müssen den FC Klausen aktiv unterstützen.“

Rund 70 Kicker seien derzeit an der Klauser Straße im Einsatz: „Von der Jugend bis zu den Alten Herren“, berichtete der Vorsitzende Gerd Kirchhoff im RGA-Gespräch. Um ihre sportliche Heimat wird weiter gerungen – im Sportausschuss, 7. Oktober, um 16.30 Uhr in der Aula der Albert-Einstein-Schule. Dann steht der gesamte Sportstättenentwicklungsplan für Remscheid auf der Tagesordnung, also die Frage, wo Kunstrasenplätze entstehen werden.

Debatte über Hackenberg

Die Mehrheit von SPD, Grünen und FDP unterstützt die Umbaupläne für die Anlage in Hackenberg , die keine 400 Meter-Bahn für die Leichtathletik vorsehen. Laufstrecken sollen auf dem neuen Kunstrasen eingezeichnet werden. „Wir begrüßen die Bemühungen das Stadion Reinshagen zu einem herausgehobenen Leichtathletik Standort weiterzuentwickeln“, heißt es. Die CDU sieht darin ein gebrochenes Versprechen: Sie fordert adäquaten Ersatz in Lennep, wenn das Röntgen-Stadion wie geplant abgerissen wird.

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