Partnerstädte

Fahrten nach Quimper und Pirna sind bereits geplant

Der Partnerschaftsverein Quimper plant eine Reise über Himmelfahrt in die französische Partnerstadt.
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Der Partnerschaftsverein Quimper plant eine Reise über Himmelfahrt in die französische Partnerstadt.

Das haben die sechs Remscheider Partnerschaftsvereine im kommenden Jahr vor - Nach Ostern werden türkische Schüler aus Kirsehir am GBG erwartet

Von Andreas Weber, Timo Lemmer und Sven Schlickowey

Remscheid. Remscheid pflegt Städtepartnerschaften in sechs Ländern, inklusive Deutschland. Was planen die jeweiligen Vereine für 2023, gibt es lose Ideen oder Konkretes? Ein Überblick.

Türkei: Auf Jugendebene soll der Austausch mit der zentralanatolischen Stadt Kirsehir fortgesetzt werden. Zum fünften Mal nach 2011, 2013, 2015 und 2018 werden türkische Schüler nach Ostern (11. bis 20. April) in Remscheid erwartet. Die 16-/17-Jährigen werden von Schülern des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums beherbergt. Anfang des Jahres sollen die Eltern angeschrieben werden. Pastor André Carouge, der seit elf Jahren den Freundschaftsverein Kirsehir-Remscheid leitet, geht davon aus, dass zehn junge Türken mit zwei Lehrern kommen werden. Ein Gegenbesuch ist für 2024 geplant. 2019 waren GBG-Schüler letztmalig in der 243 000-Einwohner-Stadt, die 156 Kilometer südöstlich von Ankara liegt. Eine offizielle Delegation mit Vereinskassiererin Handan Sezen, Pfarrer Hartmut Demski und Grünen-Politikerin Beatrice Schlieper weilte Ende September 2022 drei Tage zum Kulturfestival Neset Ertas in Kirsehir. Ob dieser offizielle Besuch wiederholt wird, ist offen. Der 30 Mitglieder zählende Freundschaftsverein erwägt auch, mittelfristig eine Städtereise für Erwachsene in die kulturell interessante Region anzubieten. Der Kontakt nach Kirsehir war entstanden, weil es vor Jahrzehnten viele Gastarbeiter von dort nach Remscheid gezogen hatte.

Sozialdezernent Thomas Neuhaus rät den Remscheidern, Urlaub in ihrem polnischen Partnerkreis zu machen.

Frankreich: Der Partnerschaftsverein Quimper reist vom 17. bis 21. Mai über Himmelfahrt in die Bretagne. Diesmal nicht nur für die 250 Vereinsmitglieder. 49 Interessierte passen in den Bus, der sich auf die elf Stunden lange Strecke begibt. 200 Euro kostet die fünftägige Schnuppertour mit einem reichhaltigen Programm vor Ort, die Unterbringung erfolgt privat. Anmeldeschluss ist der 10. Februar 2023, Anmeldung unter Email: b.fiedler@remscheid-quimper.de oder Tel:
3 95 42. Zuvor geht es mit einem neunsitzigen Transporter vom 17. bis 21. März nach Quimper, um am 19. März am Halbmarathon und 10-km-Lauf in Locronan teilzunehmen. Die Franzosen werden sich auch sportlich betätigen und beim Röntgenlauf am letzten Sonntag im Oktober erwartet. Zum 1. Advent steht wieder die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Quimper im Kalender. GBG-Schüler setzen nach der Corona-Pause im Frühjahr den traditionellen Austausch fort. In den Sommerferien wird es in beiden Städten je vier Ferienjobs für Jugendliche ab 16 Jahren geben. Ebenso wird der Partnerschaftsverein den Französischunterricht in der Primarstufe und 5./6. Klassen mit Mitteln des Deutsch-Französischen Jugendwerks weiterhin anbieten. Außerdem werden die Quimper-Freunde über ihr geschichtsinteressiertes Mitglied Michael Mehlmann im März drei Ausflüge mit Führungen zu Orten der Schlacht von Worringen anbieten.

England:Welche Nachwirkungen hat der Brexit? Für die Remscheider Vereinsarbeit ziemlich konkrete. Zwar ist der britische EU-Austritt nicht der einzige Grund, doch einer der Hauptgründe, warum die Arbeit mit den Partnergemeinden Ashington und Newbiggin-by-the-Sea (früher District Wansbeck) eine Art Winterschlaf hält. An engagierten Mitgliedern des Partnerschaftsvereins in Remscheid mangelt es nicht. Aber es fehlt an der Gegenseite, die eher eine kleine, private Initiative ist. Zwar hält Christian Günther, Vorsitzender des Remscheider Vereins, zu privaten sowie Verwaltungsstrukturen Kontakt. „Aber es ist auf vielen Ebenen schwierig.“ Dass man von Krise in Krise geschlittert sei, befeuere das Problem: Brexit, Corona, Krieg in der Ukraine – in England habe das für noch größere Kostenexplosionen gesorgt.

Sonst sei im Dezember immer eine kleine Delegation nach Remscheid gekommen, aktuell haben die Leute eher andere Sorgen. „Wir sind sehr daran interessiert und darum bemüht, den Kontakt wieder auf größere Beine zu stellen“, sagt Günther. Bisweilen bleibt dem Remscheider Verein aber nur übrig, Schüleraustausche wie den des Rögy oder private Besuche zu unterstützen. Ändern soll sich das 2023: Günther & Co. rühren an der britischen Ostküste die Werbetrommel. Sie wollen es schaffen, zum Remscheider Tag der Vereine am 3. September eine große, englische Delegation ins Bergische Land zu bringen.

Remscheids sächsische Partnerstadt Pirna wird im Juni zum Stadtfest besucht.

Slowakei: Still ruht der See, fasst Remscheids Vereinschef Udo Dalitz mit Blick auf Presov zusammen. Seit zwei Jahren höre man von der Gegenseite, wo es keinen richtigen Verein gibt, nichts mehr. Die letzten Besuche fanden 2016 (in Remscheid) beziehungsweise 2017 (in Presov) statt. Anfang Juni findet in der Ostslowakei das Stadtfest statt: „Die Überlegung ist, mit einer kleinen Truppe hinzufahren. Aber das ist nicht spruchreif.“

Polen:Die Partnerschaft nach Mragowo (Sensburg) und die Freundschaft nach Polen sollen in die breite Bevölkerung getragen werden. 2022 hatte es Hilfskonvois infolge des Kriegs gegeben. Die Freundschaft ist Dezernent Thomas Neuhaus ein Herzenswunsch. Viele Dinge sind angestoßen. Zum Tag der Vereine ist die polnische Landrätin eingeladen, zum Pfingstturnier der SG Hackenberg ein Fußballteam aus der Partnerstadt. Unterfüttern soll die privaten wie behördlichen Kontakte – unter anderem wurden Weihnachtsgrüße ausgetauscht – die Gründung eines eingetragenen Vereins mit Neuhaus und weiteren Mitstreitern. Er empfiehlt Remscheidern: „Beziehen Sie die Masuren in Ihre nächsten Urlaubsplanung ein. Landschaftlich geht es nicht schöner!“

Udo Dalitz müht sich weiterhin, die Partnerschaft mit Presov wiederzubeleben.

Sachsen: „Wir wollen endlich mal wieder zum Pirnaer Stadtfest“, sagt Thea Jüttner, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees – und das setzt sie um: Vom 15. bis zum 22. Juni ist eine Fahrt in die sächsische Partnerstadt geplant, inklusive Besuch des großen Fests mit mehreren Spielstätten und Bühnen in der Innenstadt, das vom 16. bis 18. Juni stattfindet. Anmeldungen dafür sind aber keine mehr möglich, sagt Thea Jüttner: „Der Bus ist schon voll.“ Im Frühjahr gibt es außerdem eine Mitgliederversammlung.

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