ÖPNV

Fahrgäste können aufatmen: Busse fahren wieder nach Plan

Der hohe Krankenstand sorgt für eine angespannte Lage unter anderem im Sana-Klinikum und bei den Stadtwerken. Die TBR greifen derweil für die Müllabfuhr auf Leiharbeiter zurück, um die entstandenen Lücken zu stopfen.
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Seit einer Woche habe es keine Fahrausfälle gegeben.
  • Frank Michalczak
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Neue Busfahrer sollen dafür sorgen, dass die Stadtwerke unabhängiger sind und weniger Busse ausfallen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Busse der Remscheider Stadtwerke fahren wieder im regulären Takt. „Seit letzten Sonntag hat es keine Fahrausfälle mehr gegeben“, teilte der Geschäftsbereichsleiter des Unternehmens Armin Freund den Ortspolitikern am Donnerstagabend mit.

Diese tagten unter vom Vorsitz von David Schichel (Bündnis 90/Die Grünen) im zuständigen Fachausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, wobei sie von Freund erfuhren, dass der Verkehrsbetrieb die Belegschaft aufstocken konnte. „2022 haben wir bereits 31 neue Fahrerinnen und Fahrer eingestellt. Normalerweise sind es pro Jahr zehn“, fügte er hinzu.

Remscheid: Darum fielen einige Busfahrten aus

Nicht nur die Corona-Pandemie sorgte seit Januar dafür, dass fast täglich auf Buslinien einzelne Touren ausfielen. Weiterer Grund: Die Stadtwerke setzen bei ihren Fahrten auf die Dienste von Subunternehmen, die immer stärker von akuten Personalengpässen betroffen gewesen seien. „Sie haben uns hängenlassen“, umschrieb Armin Freund die Situation, die sich immer weiter zugespitzt habe.

Am Busbahnhof geht es jetzt sichtbar voran

Die neuen Mitarbeitenden sollen nun dafür sorgen, dass die Stadtwerke unabhängiger von externer Unterstützung werden können. Sie wurden in den vergangenen Monaten in der hauseigenen Fahrschule ausgebildet, wie der Geschäftsbereichsleiter ausführte. Das Interesse zeige, „dass wir als Arbeitgeber nicht unattraktiv sind“.

Das verstärkte Team werde nun dafür sorgen, dass sich die Passagiere wieder auf den Fahrplan verlassen können. „Das steht allerdings unter dem Vorbehalt, wie sich Corona und die Grippewelle entwickeln werden“, erklärte Freund im Ausschuss. Und: „Wir hören nicht auf, weiter einzustellen.“

Das dürfte ganz im Sinne von Colin Cyrus (Linkspartei) sein, der von „katastrophalen Arbeitsbedingungen in Subunternehmen“ sprach. Auf deren Dienste hätten die Stadtwerke sehr begrenzt zurückgegriffen, führte Armin Freund an. Etwa 23,5 Prozent der Fahrten seien in den letzten Jahren von ihnen übernommen worden. „Wir könnten 50 Prozent extern vergeben“, nannte der Geschäftsbereichsleiter Zahlen auf Nachfragen von Bernd Quinting (CDU) und Philipp Wallutat (FDP), der nach Monaten der Fahrausfälle eine „erfreuliche Entwicklung“ bei den Stadtwerken sieht.

Dieser Trend sei nicht selbstverständlich, erklärte Freund. „Es gibt beim Busverkehr in vielen Städten weiterhin massive Einschnitte.“ Dafür seien Hagen und Wuppertal nur zwei von vielen Beispielen.

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