Mehrfamilienhaus ist unbewohnbar

Explosion an der Nordstraße: Vermisster ist wieder aufgetaucht

Das Mehrfamilienhaus wurde durch die Explosion schwer beschädigt.
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Das Mehrfamilienhaus wurde durch die Explosion schwer beschädigt.

Auch am Tag nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße ist das Gebäude unbewohnbar.

Von Andreas Kratz und Melissa Wienzek

Remscheid. Allerdings ist der 34-jährige Remscheider, der seit der Verpuffung in der Nacht zum Samstag zunächst verschwunden war und als vermisst galt, wieder aufgetaucht. „Der Mann hat die Nacht leicht verletzt bei Familienangehörigen verbracht“, teilte die Polizei, die Remscheider Bürger bei der Suche um Mithilfe gebeten hatte, am späten Sonntagabend mit.

Der 34-Jährige hatte sich gegen 0.45 Uhr, als die Explosion die Nachbarn aus dem Schlaf riss, zusammen mit dem 34-jährigen Wohnungsmieter und seiner 41-jährigen Bekannten in der Wohnung im zweiten Obergeschoss aufgehalten und sich bereits vor Eintreffen der Rettungskräfte vom Brandort entfernt. Der Mieter der besagten Wohnung kam verletzt ins Krankenhaus. Die 41-Jährige sowie alle anderen Personen blieben unverletzt.

Die ermittelnden Kriminalbeamten und ein Sachverständiger für Explosionsursachen gehen von unsachgemäßem Gebrauch von Gaskartuschen als Ursache aus. Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats dauern an.

„Es war ein skurriles Bild: Ein ganzes Paket Spaghetti lag auf der Straße verteilt.“

Der Bewohner der gegenüberliegenden Wohnung im 2. OG
Durch den Druck zerbarst die Scheibe des Küchenfensters im 2.OG, Gegenstände flogen auf die Straße.

Einer der vielen Mieter, die dadurch kurzerhand ihr Zuhause verloren haben, ist der 50-jährige Remscheider, der genau gegenüber der besagten Wohnung im 2. Obergeschoss lebt. „Ich bin von einem Knall geweckt worden und dachte erst, ein Schrank sei umgefallen“, erzählt er. Der Rauchmelder habe gepiept. „Meine Wohnungstür fehlte, ich konnte in die Wohnung gegenüber gucken.“ Er sei ins Treppenhaus gelaufen, das durch Staub völlig vernebelt war. „Meine Tür ist samt Rahmen aus der Wand rausgebrochen, auch die von gegenüber. Die Splitter lagen im Treppenhaus verteilt und in meinem Wohnzimmer.“ Alle Türen im Haus seien durch den Druck der Explosion aus den Schlössern gedrückt worden, berichtet der Bewohner. „Es war ein Tumult im Treppenhaus. Alle waren perplex. Wir haben gerufen: Ist jemand verletzt? Und sind dann runter vors Haus.“

Sein direkter Nachbar aus der Schadenswohnung wisse nicht, was genau passiert sei, erzählt der 50-Jährige. Er habe mit seiner Freundin auf dem Sofa gesessen, dann kam es zur Explosion. „Das muss ziemlich viel Gas gewesen sein“, vermutet der Nachbar, der unversehrt blieb. „Durch den Druck ist das Küchenfenster meines Nachbarn aus dem Gummi gedrückt worden und zersplittert, Dinge aus der Küche flogen umher. Es war ein skurriles Bild: Ein ganzes Paket Spaghetti lag auf der Straße verteilt.“

Die Einsatzkräfte seien schnell dagewesen und besonnen vorgegangen, Nachbarn von gegenüber hätten Stühle und Getränke gebracht, die Stadtwerke schickten einen Bus zur Versorgung der Mieter. Jeder habe später einzeln kurz die wichtigsten Dinge aus der Wohnung holen dürfen. Der 50-Jährige lebt nun bei seiner Freundin, hat kaum Kleidung dabei. „Wir hoffen alle, dass es heute Infos gibt, ob wir wieder in unsere Wohnungen rein können.“ So wie er kamen die Betroffenen bei Angehörigen oder im Hotel unter.

Das war passiert: Ein Anrufer meldete in der Nacht zum Samstag gegen 0.45 Uhr einen lauten Knall und berichtete von Trümmerteilen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte aus. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort eine große Menschenmenge vor dem Haus an. Trümmerteile lagen auf der Nordstraße verteilt. Scheiben waren geborsten, es hatten sich Risse in der Hausfassade gebildet. Die Wohnung, in der es zur Explosion gekommen war, war total verwüstet, sämtliche Türen im Treppenhaus waren aus ihren Angeln gerissen, berichtet die Feuerwehr.

Da zu Beginn des Einsatzes nicht klar war, ob sich noch Menschen in der betroffenen Wohnung befanden, wurden sofort zwei Trupps zur Rettung eingesetzt und ein möglicher Löschangriff vorbereitet. Zeitgleich wurde die Gasversorgung des Hauses abgesperrt und eine Gasmessung vorgenommen. Es war jedoch kein Gas ausgetreten. Es befand sich auch keine Person unter den Trümmerteilen. Die genaue Zahl der Betroffenen konnte daher schnell ermittelt werden: zwölf. Sie hatten bei Eintreffen der Rettungskräfte das Haus bereits verlassen.

Ein Mitarbeiter des Bauordnungsamtes stufte das Gebäude noch in der Nacht als nicht mehr bewohnbar ein. Das THW richtete ein Einsatzstellen-Sicherungssystem ein. Damit können mögliche Bewegungen beschädigter Gebäudeteile lokalisiert und die Rettungskräfte so frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt werden. Anschließend konnten die Einsatzkräfte kurz das Gebäude betreten, um es abzustützen. Ob es wieder als bewohnbar eingestuft werden kann, ist noch unklar.

Einsatzstatistik

Alarmierung: 0.47 Uhr

Einsatzende: 5.21 Uhr

eingesetzte Feuerwehrleute: 28 plus 12 Mitglieder vom THW

eingesetzte Freiwillige Feuerwehr: 1

eingesetzte Feuerwehrfahrzeuge: 10 plus 3 Fahrzeuge vom THW

Artikel vom 3.7.2021

Ursache der Verpuffung ermittelt - Polizei sucht nach vermisstem Mann

In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag zu einer Explosion.

In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.

+++UPDATE 16 Uhr +++ Im Zusammenhang mit der Verpuffung in dem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße sucht die Polizei dringend nach dem Mann, der sich zum Zeitpunkt der Verpuffung zusammen mit dem 34-jährigen Wohnungsmieter und seiner 41-jährigen Bekannten in der Wohnung aufgehalten hat (siehe erste Meldung unten). Bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatte sich der Mann vom Ort des Geschehens entfernt.

Der Gesuchte könnte durch die Verpuffung schwere Verletzungen davongetragen haben. Er konnte trotz intensiver Suchmaßnahmen bislang nicht gefunden werden und gilt aus diesem Grund derzeit als vermisst. (Anmerkung der Redaktion: Die Polizei hat die Öffentlichkeitsfahndung mittlerweile zurückgenommen. Siehe oben.)

Remscheid: Ursache der Explosion ist wohl ein unsachgemäßer Gebrauch von Gaskartuschen

Am Samstagvormittag konnte das Haus durch die ermittelnden Kriminalbeamten gemeinsam mit einem Sachverständigen für Explosionsursachen begutachtet werden. Demnach wird als Ursache für die Verpuffung von einem unsachgemäßen Gebrauch von Gaskartuschen ausgegangen. Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats 11 dauern an.

+++ MELDUNG VON 10 UHR+++ Remscheid. Ein Anrufer meldete gegen 0.45 Uhr einen lauten Knall und berichtete von Trümmerteilen. Aufgrund dieser Meldung wurden durch die Leitstelle der Feuerwehr umfangreiche Rettungskräfte zur Einsatzstelle alarmiert. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort eine große Menschenmenge an, die sich vor dem Gebäude gebildet hatte. Trümmerteile waren auf der Nordstraße verteilt. Scheiben waren geborsten, und es hatten sich in der Fassade des Hauses Risse gebildet.

Remscheid: Trümmerteile lagen verstreut auf der Nordstraße

In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss des Hauses war es zu einer Explosion gekommen. Die Wohnung war total verwüstet, sämtliche Türen im Treppenraum waren aus ihren Angeln gerissen. Da zu Beginn des Einsatzes nicht klar war, ob sich noch Menschen in der betroffenen Wohnung befanden, wurden sofort zwei Trupps zur Rettung von Menschen eingesetzt und ein möglicher Löschangriff vorbereitet. Zeitgleich wurde die Gasversorgung des Hauses abgesperrt und eine Gasmessung vorgenommen. Glücklicherweise war jedoch kein Gas ausgetreten.

Es befand sich auch keine Person unter den Trümmerteilen. Die genaue Zahl der Betroffenen konnte daher schnell ermittelt werden. Zwölf Personen hatten bei Eintreffen der Rettungskräfte das Haus bereits selbstständig verlassen. Darunter war auch der 34-jährige Wohnungsmieter, der bei Explosion leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht wurde. Seine 41-jährige Bekannte trug ebenso wie die übrigen Personen keine Verletzungen davon. Eine weitere männliche Person, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls ebenfalls in der betroffenen Wohnung aufhielt, hatte sich vor dem Eintreffen der Rettungskräfte bereits entfernt.  Die Verbliebenen wurden an der Einsatzstelle in einem Bus der Stadtwerke untergebracht.

Remscheid: Haus ist nicht mehr bewohnbar

Ein Mitarbeiter des Bauordnungsamtes wurde angefordert, um den Zustand des Gebäudes zu beurteilen. Durch die umfangreiche Bildung von Rissen in den Wänden wurde das Haus als nicht mehr bewohnbar eingestuft. Weitere Sicherungsmaßnahmen wurden noch in der Nacht eingeleitet.

Explosion in einem Wohngebäude

In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann

Das Technische Hilfswerk richtete ein Einsatzstellen-Sicherungssystem ein. Damit können mögliche Bewegungen beschädigter Gebäudeteile lokalisiert und so die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt werden. Anschließend konnte das Gebäude kurzfristig betreten werden, um die notwendigen Abstützmaßnahmen durchführen zu können. Diese wurden ebenfalls durch die Bergungsgruppe des THW durchgeführt.

In der Zwischenzeit wurden die Bewohner des Hauses bei Bekannten und teilweise auch in einem Hotel untergebracht. Die Nordstraße wurde während des Einsatzes halbseitig gesperrt, um den Verkehr an der Einsatzstelle vorbeileiten zu können. Im Laufe des heutigen Vormittags wird ein Statiker das Gebäude begutachten, um das Ausmaß des Schadens festzustellen. Ob das Gebäude wieder als bewohnbar eingestuft werden kann, ist noch unklar.

Polizei und Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Die Polizei ermittelt den genauen Hergang und den Grund für die Explosion. kaz

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