Nordstraße

Explosion an der Nordstraße: Vernehmungen laufen noch

Fußgängertunnel erinnert an die Explosion. Foto: Roland Keusch
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Fußgängertunnel erinnert an die Explosion.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Nach wie vor unklar ist, wie es zu einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße am 3. Juli gekommen ist.

Remscheid. Laut Polizeisprecher Stefan Weiand laufen die Vernehmungen immer noch. Durch die Ferienzeit seien viele Zeugen und Ansprechpartner nur schlecht zu erreichen. Bei einer Verpuffung in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss wurde eine Person verletzt, alle anderen kamen mit dem Schrecken davon, konnten aber tagelang nicht in ihre Wohnungen, weil die Statik in Gefahr war.

Das Remscheider Bauamt gab aber grünes Licht zum Wiedereinzug. Ein Tunnel über dem Hauseingang schützt seitdem vor eventuell herabfallenden Putzteilen. Wer Angaben zum Hergang machen kann, wendet sich an die bergische Polizei unter Tel.  (02 02) 2 84-0.

Unser Artikel vom 12. Juli 2021

Explosion an der Nordstraße: Ermittlungen dauern an

Auch mehr als eine Woche nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße kann die Polizei noch keine genaueren Angaben zum Hergang machen.

Zwei Tage nach der Explosion montierten Benjamin Thuroster und sein Team im Auftrag der Stadt am Montag ein Schutzgerüst für Fußgänger vor dem Haus an der Nordstraße. Denn es könnte sein, dass sich einzelne Brocken aus dem Putz der Fassade lösen.

Remscheid. Das teilt Sprecher Stefan Weiand auf RGA-Nachfrage mit. Die Vernehmungen liefen noch, die Kriminalpolizei ermittle weiter. Was genau in den frühen Stunden des 3. Juli in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss passiert ist, bleibt also noch unklar. Nach einer Verpuffung mit enormer Wucht rückte ein Großaufgebot von Einsatzkräften aus. Der Bewohner der Schadenswohnung wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, alle weiteren Betroffenen blieben unverletzt. Sie konnten mittlerweile wieder in ihre Wohnungen. -mw-

Unser Artikel vom 6. Juli

Nach Explosion: Mieter können wieder zurück in ihre Wohnungen

Die Polizei erhofft sich von der Vernehmung eines 34-Jährigen Details zum Hergang – Mieter können wieder einziehen.

+++Update vom 6. Juli, 14.38 Uhr+++

Nach der Explosion in der Nacht zu Samstag in einem Mehrfamilienhaus an der Nordstraße hat die Bauordnung der Stadt grünes Licht gegeben: Die Mieter können wieder einziehen. Es bleibt allerdings der Fußgängertunnel, auch vier Parkplätze vor dem Haus bleiben gesperrt. Die Polizei hat noch keine neuen Erkenntnisse. Es stünden nun Befragungen an. mw

Unser Artikel vom 5. Juli

Remscheid. Sie tappen alle noch im Dunkeln. Weder die Polizei noch die Nachbarn wissen, was in der Nacht zum Samstag gegen 0.45 Uhr im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Nordstraße genau geschah. Fakt ist: Es gab eine Explosion, die so eine Wucht hatte, dass Türen aus den Angeln flogen, dass das Küchenfenster der Tatortwohnung zerbarst, Küchenutensilien auf der gegenüberliegenden Straßenseite landeten und dass Risse im Mauerwerk entstanden. Der Schaden liegt laut Polizei bei „mehreren Hunderttausend Euro“.

Laut dem Augenzeugen (50), der direkt gegenüber der besagten Wohnung lebt, weiß noch nicht einmal der Wohnungseigentümer (34) selbst, was eigentlich genau passiert ist. Er habe mit seiner Freundin (41) auf dem Sofa gesessen, als es zur Verpuffung kam, gibt der Nachbar ein Gespräch mit dem Wohnungseigentümer wieder. Der Mann kam verletzt ins Krankenhaus, während seine Bekannte unversehrt blieb – so wie alle anderen Mieter auch. Ebenfalls zu dem Zeitpunkt in der Wohnung im 2. OG: ein 34-jähriger Mann, ein Bekannter des Wohnungseigentümers. „Ich kannte ihn nicht, und von uns hat ihn auch niemand gesehen“, sagt der 50-jährige Nachbar, der auf einen Schlag sein Zuhause verlor. Er kam bei seiner Freundin unter.

Explosion in Remscheid: 34-Jähriger galt zunächst als vermisst

Denn der 34-Jährige hatte sich bereits vom Explosionsort entfernt, bevor die zahlreichen Einsatzkräfte an der Nordstraße eintrafen. Er galt zunächst als vermisst, tauchte aber am Sonntagabend wieder auf, nachdem die Polizei öffentlich nach ihm gesucht hatte. Ob er sich selbst gestellt hat oder Zeugen einen Hinweis gaben, das möchte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Fakt ist aber: Er hat die Nacht verletzt bei Familienangehörigen verbracht.

Explosion in einem Wohngebäude

In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.
In einem Wohngebäude an der Nordstraße kam es in der Nacht zum Samstag aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Explosion.  © Tim Oelbermann

Seine Vernehmung steht noch aus, sagt Polizeisprecher Stefan Weiand auf RGA-Nachfrage. Aus seinen Aussagen erhofft sich die Polizei wichtige Einzelheiten, die zur Aufklärung des Falls führen. Denn bislang können Kriminalpolizei und ein Sachverständiger für Explosionsursachen nur sagen, dass die Ursache wohl „unsachgemäßer Gebrauch von Gaskartuschen“ ist.

„Gas ist gefährlich.“

Stefan Weiand, Polizeisprecher

Wie aber können Gaskartuschen, die mit Flüssiggas relativ niedrigen Drucks befüllt und gerne von Campern zum Kochen genutzt werden, für solch eine Verpuffung sorgen? „Das ist noch Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Weiand. Die Experten der Polizei seien weiter an dem Fall dran. „Selbst wenn man nur Gas von einem Gasgrill ausströmen lässt, kann das unter Umständen schon große Auswirkungen haben. Gas ist gefährlich“, betont Weiand.

Nachdem das Gebäude noch in der Nacht von einem Mitarbeiter des Bauordnungsamtes als nicht mehr bewohnbar eingestuft wurde und das THW sowohl das Einsatzstellen-Sicherungssystem (| Kasten) einsetzte, als auch das Haus mit Baustützen sicherte, konnte Stadtsprecherin Viola Juric am Montag Entwarnung geben: „Das Wohnobjekt ist kein Totalschaden.“ Das THW zieht sich nun zurück und übergibt es in die Verantwortung des Eigentümers. Die Bauordnung nehme das Gebäude schlussendlich ab. Spätestens am Dienstag soll dies der Fall sein – und die zwölf Betroffenen können wieder in ihre Wohnungen einziehen.

Die meisten von ihnen kamen bei Verwandten und Bekannten unter, drei brachte die Feuerwehr übergangsweise im Hotel unter. Die Kosten dafür übernimmt erst einmal die Stadt, sie holt sich das Geld aber nach Klärung der Schuldfrage wieder zurück. Im Notfall hält die Stadt sogar eigene Wohnungen bereit, damit niemand obdachlos wird.

Allerdings wird der Immobilienbesitzer des Mehrfamilienhauses, RGA-Informationen nach ein Remscheider, wohl noch die beiden Wohnungen im 2. Obergeschoss in Angriff nehmen müssen: Sie haben keine Türen mehr. Die Wucht der Explosion ließ sie zersplittern. Die Trümmer flogen durch das gesamte Treppenhaus.

Zudem hat die Stadt am Montag noch eine Fußgänger- und Verkehrssicherung installiert. Die Firma Thuroster stellte dazu einen Fußgängertunnel vor dem Gebäude an der Nordstraße auf. „Weil nicht sichergestellt werden kann, dass sich nicht einzelne Teile aus dem Putz lösen“, erklärt Juric. Auch der Parkstreifen vor dem Haus bleibe noch gesperrt.

Einsatzstellensicherungssystem

Das Einsatzstellensicherungssystem (ESS) des THW Remscheid ist ein System, das kleinste Gebäudebewegungen misst und sie digital ans Einsatzteam meldet. Dazu werden am Gebäude Spiegel angebracht, die Bewegungen millimetergenau feststellen können. Das Frühwarnsystem schützt so die Einsatzkräfte, die dank des ESS auch ein einsturzgefährdetes Gebäude betreten können. Das System wurde vom Ortsverband Remscheid miterprobt und wird auch überregional oft eingesetzt, zum Beispiel auch damals im Fall des Kölner Stadtarchivs.

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