Im Gespräch

Doc Esser bei „Kall nit – talk“: „Die erste Corona-Welle gut gewuppt“

Horst Kläuser (l.) begrüßte seine Gäste bei „Kall nit – talk“ corona-bedingt mit gebührendem Abstand. Foto: Michael Schütz
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Horst Kläuser (l.) begrüßte seine Gäste bei „Kall nit – talk“ corona-bedingt mit gebührendem Abstand.

Bei „Kall nit – talk“ saßen die Gäste statt auf der Bühne im Theatersaal.

Von Sabine Naber

Remscheid. Als es am Donnerstagabend im Teo Otto Theater „Kall nit – talk“ hieß, war das legendäre grüne Sofa von Horst Kläuser nur Kulisse. Talkmaster und Gäste nahmen auf Cocktailsesseln Platz, der Nierentisch zwischen ihnen sorgte für den geforderten Abstand. „Sie genießen hier ja Businessclass. So viel Platz hat wohl noch nie jemand von Ihnen gehabt“, begrüßte Kläuser die Zuschauer im ausverkauften Theater. Corona-bedingt mussten immer drei Plätze zwischen den Gästen frei bleiben, jede zweite Sitzreihe war abgebaut worden. „Das war doch sicher ein riesiger Arbeitsaufwand“, befand Kläuser.

Das konnte Sven Graf, der künstlerische Theaterleiter, nur bestätigen. Er habe allerdings ein grandioses Team und sei froh, dass der Saal wieder bereit für Gäste ist. Nachdem das bis zum Ende der Spielzeit vorgesehene Programm komplett abgesagt werden musste, war nach Alternativen gesucht worden. „Die Resonanz auf unser Ersatzprogramm ist gut. Aber es wäre toll, wenn es noch mehr in Schwung käme“, hofft Graf.

„Kall nit – talk!“ hält Abstand

 © Michael Schütz
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Durch Corona habe es auch für den Krisenstab der Stadt viel zusätzliche Arbeit gegeben, machte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz deutlich. Auf Kläusers Frage, ob Remscheid auch auf eine zweite Welle vorbereitet sei, sagte er: „Strategisch ja. Aber bitte lasst uns alles dafür tun, dass es nicht passiert.“ Mit Blick auf die Menschen, vor allem die Situation der Kinder, habe finanziell auch die Wirtschaft gelitten: „Wir sind eine Exportstadt. Da müssen auch die anderen Märkte funktionieren.“ Er warb dafür, die Remscheider Gastronomie, den Einzelhandel zu unterstützen: „Lasst uns wieder hingehen. Das ist für uns und die Geschäfte gut.“

„Die Welle gut gewuppt zu haben“, davon ist der Lungenfacharzt Dr. Heinz-Wilhelm Esser, TV-Zuschauern als „Doc Esser“ bekannt, überzeugt. Er erklärte, dass sich Corona nicht über Gegenstände oder Lebensmittel überträgt, sondern durch Tröpfchen beim Reden oder Singen. „Die zweite Welle wird kommen. Aber wenn‘s wieder so läuft wie jetzt, Kontaktsperren eingehalten werden, dann wird es glimpflich ablaufen“, zeigte er sich optimistisch.

Mit Christine Drews holte Kläuser eine Autorin auf die Bühne, die sowohl Drehbücher, als auch Krimis und zu Anfang Comedy geschrieben hat. „Aber irgendwann fand ich das gar nicht mehr witzig und habe lieber Thriller geschrieben. Die richtig brutalen lese ich nicht gern. Aber sie zu schreiben, das macht super Spaß“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Beschaulicher ging es in ihrem neuen Buch „Mordseeluft“ zu, das sie unter ihrem Pseudonym Emmi Johannsen geschrieben hatte. Daraus las sie im Theater vor.

Auch der Remscheider Poetry-Slammer Sascha Thamm verstand es, die Gäste mit Auszügen aus seinem neuen Buch „Wildwasser Rafting im Nichtschwimmerbecken“ bestens zu unterhalten. Mit Blick auf die Klima-Veränderungen schlug er vor: „Die Alleestraße sollte mit Kakteen, solchen, die in Baumärkten in bunten Töpfen stehen und denen Kulleraugen aufgeklebt wurden, verschönert werden.“

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