1. Philharmonisches Konzert

Publikum bedankt sich mit viel Applaus bei den Bergischen Symphonikern

Die Bergischen Symphoniker spielten zum Auftakt der Spielzeit vor 200 Besuchern im Teo Otto Theater. Foto: Michael Schütz
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Die Bergischen Symphoniker spielten zum Auftakt der Spielzeit vor 200 Besuchern im Teo Otto Theater.

Streichmusiker eröffnen die Spielzeit des Teo Otto Theaters.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Spielzeit 2021/22 hat im Teo Otto Theater begonnen. Am Mittwochabend erklangen die ersten Töne von der Bühne jedoch nicht von den Bergischen Symphonikern, sondern von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der mit dem künstlerischen Leiter des Hauses, Sven Graf, von der Bühne aus in den Saal mit den knapp 200 Besuchern blickte und seinen Eindrücken mit „Ist das nicht ein schönes Bild?“ Ausdruck verlieh. Unter ausgiebigem Beifall begrüßte Sven Graf die Gäste des 1. Philharmonischen Konzerts.

Markige Posaunenklänge eröffneten die Spielzeit, abgelöst von Streichern, die lyrische Töne in „Finlandia“, eine der bekanntesten und beliebtesten Kompositionen von Jean Sibelius, einfügten. Die „geheime Nationalhymne“ Finnlands, das zur Zeit der Entstehung der Komposition (1899) noch zu Russland gehörte, war derart beliebt, dass die russischen Behörden eine Aufführung des Stückes verboten.

Daniel Huppert leitete die Symphoniker mit Schwung und sichtbar viel Herzblut. Zum zweiten Programmpunkt betrat die Pianistin Alexandra Dariescu in einem bodenlangen Kleid in Altrosa die Bühne und spielte mit den Philharmonikern das Klavierkonzert a-moll op. 16 von Edvard Grieg. Grieg war ein Bewunderer von Robert Schumann, weshalb sein Klavierkonzert mit dem des deutschen Kollegen deutliche Zusammenhänge aufweist, die sich nicht nur in der gleichen Tonart manifestieren.

Bergische Symphoniker: Der Hauptsatz der Streicher erinnert an Norwegen

Der Hauptsatz, Allegro molto moderato, gemahnt mit seiner inneren Ruhe an die norwegische Heimat des Komponisten. Das nachfolgende Adagio wirkt verträumt. Das finale Allegro lässt das Klavierkonzert dynamisch enden. Zu Recht gab es langanhaltenden Applaus für die Solistin, die auch die sehr schwierigen Passagen scheinbar mit leichter Hand bewältigte. Als kleine Zugabe spielte Dariescu eine knapp einminütige Komposition von Heitor Villa-Lobos.

Antonin Dvoraks 6. Symphonie D-Dur op. 60 stand am Ende des 1. Philharmonischen Konzertes. Das viersätzige, gut 40 Minuten andauernde Werk ist von starken böhmischen und tschechischen Einflüssen durchzogen und nimmt auf viele musikalische Volksweisen aus Dvoraks Heimat Bezug. Dementsprechend beliebt ist die Symphonie auch heute noch. 1880 entstanden ist die 6. Symphonie das Bindeglied zwischen Dvoraks frühen Symphonien und seiner drei gewichtigen Spätwerke für dieses Genre (Symphonien 7 bis 9). Herausragend ist das Scherzo, ein derber Furiant. Daniel Huppert und die Bergischen Symphoniker wurden mit viel Beifall belohnt.

Das 2. Philharmonische Konzert findet am 29. September statt.

Der Einbau des Personenaufzuges im Teo Otto Theater verzögert sich.

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