Baustelle

Erster Einblick ins neue Untergeschoss des Allee-Centers

Projektleiter Siegfried Gablenz (vorne rechts) und Center-Manager Nelson Vlijt (3.v.l.) zeigten den Teilnehmern die Baustelle im Untergeschoss des Centers, inklusive eines riesigen Lochs im Boden. Hier entsteht ein zusätzlicher Rettungsweg, der durch neue Vorschriften notwendig geworden ist.
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Projektleiter Siegfried Gablenz (vorne rechts) und Center-Manager Nelson Vlijt (3.v.l.) zeigten den Teilnehmern die Baustelle im Untergeschoss des Centers, inklusive eines riesigen Lochs im Boden. Hier entsteht ein zusätzlicher Rettungsweg, der durch neue Vorschriften notwendig geworden ist.

Öffentliche Baustellenführung im Allee-Center. Besucher wollen vor allem wissen, wann Edeka und Aldi ihre Märkte öffnen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Auch wenn man in den für Kunden zugänglichen Bereichen so viel davon noch nicht sieht, die Umbauarbeiten im Allee-Center sind in vollem Gang. Nachdem sich in den vergangenen Wochen bereits Mietpartner und auch die Presse bei Baustellenführungen ein Bild von den Arbeiten machen konnten, gab es am Mittwoch die erste öffentliche Führung.

Und die stieß auf großes Interesse, nicht nur bei den Teilnehmern, die sich vorab einen der 20 Plätze gesichert haben. Als sich die Gruppe am sogenannten „Blickpunkt Umbau“ gegenüber von C&A traf, schloss sich ein weiterer Besucher spontan an. „Da sind wir flexibel“, sagte Center-Manager Nelson Vlijt - und organisierte einen 21. Bauhelm.

Zusammen mit Siegfried Gablenz, einem der zwei Projektleiter des Generalunternehmers Schlegel Concepts, führte Vlijt durch das Untergeschoss des Centers. Die beiden erklärten die Baupläne und berichteten über den Fortschritt der Arbeiten. Vor allem aber beantworteten sie jede Menge Fragen. Was tut das Center in Sachen Nachhaltigkeit und Energieverbrauch? Bleibt der Boden des Reals drin? Werden die Investitionskosten auf die Mieter und damit auf die Preise umgelegt? Und vor allem: Wann machen Edeka und Aldi endlich auf?

„Wir unternehmen alles, damit es schneller geht.“

Center-Manger Nelson Vlijt zur Eröffnung von Aldi und Edeka

In sechs bis sieben Wochen soll der Bereich am Fuß der Rollsteige ins Untergeschoss fertig sein, berichtete Gablenz. Hier soll eine Sitzecke entstehen, der Schlüsseldienst bleibe erhalten, links daneben sei Gastronomie vorgesehen, erklärte Vlijt. Für die anderen Shops, bisher unter anderem von der Sparkasse und einem Geschäft für Sportlernahrung genutzt, sei man in Gesprächen. Dank der neuen Frequenzbringer gegenüber seien die hoch attraktiv, so der Center-Manager: „Da machen wir uns keine Sorgen.“ Die Flächen für Edeka und Aldi werde man im Herbst an die Mieter übergeben, die dann mit ihrem Ausbau starten, erklärte Vlijt. Die Eröffnung sei fürs Frühjahr vorgesehen. „Wir unternehmen aber alles, damit es noch schneller geht. “

Die Gesamtkosten, nach derzeitiger Planung 27,8 Millionen Euro, seien ein Investment der Immobilienbesitzerin, einem Fonds der DWS, betonte Nelson Vlijt: „Wir werden also nicht nächstes Jahr anfangen, die Mieten zu erhöhen.“ Und Projektleiter Gablenz berichtete von energiesparender Technik - und einem Boden, der so „felsenfest“ ist, dass er drin bleiben kann. „Die neuen Mieter bauen einfach oben drauf.“

Lesen Sie auch: Allee-Center - Umbau liegt im Zeitplan

Die Teilnehmer, altersmäßig bunt gemischt, stammten überwiegend aus Remscheid, die kürzeste „Anreise“ hatte aber sicherlich Dietmar Bieletzki. Der Saturn-Mitarbeiter nutzte seine Mittagspause für die Führung, „weil einen das einfach interessiert“. Seit 1988 arbeite er im Center, seit 1996 bei Saturn, sagte Bieletzki: „Ich erwarte, dass durch die Lebensmittler demnächst wieder mehr los ist.“

Bis dahin ist aber noch viel zu tun, wie Siegfried Gablenz deutlich machte. Die ehemalige Real-Fläche werde für drei Mieter aufgeteilt, dafür ziehe man Wände hoch und verlege neue Leitungen. Geänderte Vorschriften machen einen weiteren Fluchtweg notwendig, für den man Richtung Hochstraße den Boden aufgestemmt hat. Und natürlich muss jede Menge Schutt entsorgt werden. 150 bis 200 Container à zehn Kubikmeter seien das bisher wohl, schätzt der Projektleiter. Abgefahren übrigens über die gleichen Laderampen, über die Edeka und Aldi demnächst mit frischen Waren versorgt werden.

„Das ist schon interessant“, bekannte Wiebke Laubert, die sich zusammen mit Mann Alex eigentlich nur Sohn Aron zuliebe für die Führung angemeldet hatte: „Er liebt Baustellen.“ So konnte Aron die fleißigen Bauarbeiter beobachten, während seine Eltern etwas über das neue Erscheinungsbild des Allee-Centers erfuhren. Das sei nun mal enorm wichtig für Remscheid, meint Mama Wiebke: „Wenn man sagt, man geht in die Stadt, meint man ja eigentlich das Center.“

Hintergrund

Bis etwa zum Frühjahr 2023 sollen die Umbauarbeiten im Allee-Center dauern. Neben dem Untergeschoss, wo auf die ehemalige Real-Fläche Edeka, Aldi und ein bisher nicht genannter Textil-Händler einziehen, wird auch das ganze restliche Center umgestaltet. Vorgesehen sind neue Böden, Wand- und Deckenverkleidungen, ein moderneres Lichtkonzept, geänderte Beschilderungen und neu gestaltete Sitzbereiche mit Lademöglichkeiten für Smartphones.

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