Rad flog auf die Straße

BV Lennep: Erneut Vandalismus im alten Möbelhaus

Dauerärgernis ehemaliges Möbelhaus. Foto: Roland Keusch
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Dauerärgernis ehemaliges Möbelhaus.

Die Lenneper Bezirksvertretung beschäftigt sich erneut mit dem Dauerbrenner-Thema.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Lenneper Bezirksvertretung wird sich demnächst mit einem Dauerbrenner befassen, der immer wieder die Gemüter im Ort bewegt: Es geht um das ehemalige Möbelhaus neben dem Bahnhof, das vor sich hin verfällt. Die Politiker sehen sich dabei mit einer Einwohnerfrage konfrontiert, in der ein Zeuge einen Vorfall vom 18. Januar schildert. In der ersten Etage der Ruine hätten Unbekannte in den Mittagsstunden Fahrradteile auf die Straße geworfen. Eine Autofahrerin habe mit ihrem Pkw nicht ausweichen können und sei ohne Vorwarnung über die Bruchteile gefahren. Es hätte noch schlimmer kommen können. „Sekunden später folgte aus dem Fenster ein altes Fahrrad.“ Es hätte um ein Haar die Windschutzscheibe getroffen.

Stefan Weiand, Sprecher der Wuppertaler Polizei, bestätigt, dass seine Kollegen alarmiert worden seien. „Sie waren vor Ort, konnten die Täter aber nicht mehr antreffen.“ Es sei Anzeige erstattet worden – wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Dies war nicht das erste Mal, dass die Polizei zuletzt am ehemaligen Möbelhaus einschreiten musste. Ein ähnlicher Vorfall sei am 12. Januar protokolliert worden. „Wir haben in beiden Fällen den Eigentümer in Düsseldorf verständigt und ihn aufgefordert, das Gebäude zu sichern.“

Vandalismus und Brände sind im alten Möbelhaus an der Tagesordnung

Immer wieder zieht der Komplex Abenteurer an, die Vandalismus betreiben und Brände legen. Nach Mitteilung der Verwaltung komme der Besitzer in diesem Fällen stets seiner Verkehrssicherpflicht nach und beseitige Lücken im Baukörper, durch die ungebetene Besucher eindringen können. Eine Abrissgenehmigung liege vor. Ihre Umsetzung dürften die Behörden aber nicht anordnen.

Auch Klaus Kreutzer, Chef des Lenneper Verkehrs- und Fördervereins, zeigt sich unzufrieden mit der Situation: „Die Lage ist unbefriedigend. Das Gebäude ist ein Schandfleck.“ Er wundere sich darüber, dass die Investoren nicht schon längst ihr Seniorenwohnprojekt an der exponierten Stelle umgesetzt hätten. „Denn gerade hierfür besteht doch Bedarf.“ Nach Auskunft der Verwaltung liegt die Baugenehmigung längst vor und endet im Spätsommer 2022.

Für den Fragesteller, der sich an die Bezirksvertretung wandte, steht unterdessen fest, dass vom Baukörper ein stetiger Tatbestand ausgehe: „Gefahr im Verzug“. Das müsse Grund genug sein, „hier endlich eine sichere Veränderung erzielen zu können“.

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