Aktion

Erlebnistag im Pflegezentrum: Senioren sind hin und weg von den Tieren

Zwei Alpakas sorgen für Staunen. Margot Schwerdtfeger (rechts) hat sich schnell mit „ihrem“ Kaninchen angefreundet. Foto: Peter Klohs
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Zwei Alpakas sorgen für Staunen. Margot Schwerdtfeger (rechts) hat sich schnell mit „ihrem“ Kaninchen angefreundet.

Der Erlebnistag im Pflegezentrum „Am Schwelmer Tor“ in Lennep war ein Erfolg.

Von Peter Klohs

Remscheid. Das Huhn Mathilda ist ein friedfertiges Geschöpf. Das kann man auch von allen anderen Tieren, die am Donnerstagmorgen im Rahmen eines Erlebnistages das Lenneper Pflegezentrum „Am Schwelmer Tor“ besucht haben, behaupten.

„Wir haben schwierige Zeiten hinter uns“, sagt Meike Ufer, Leiterin der sozialen Betreuung in der Einrichtung. „Obwohl wir sehr wenige positive Coronafälle hatten. Unsere Angebote konnten nur in sehr kleinen Gruppen stattfinden. Das ging so weit, dass Sitzgymnastik vor den Zimmern unserer Bewohner auf dem Flur stattfand.“ Fast kann sie jetzt darüber schmunzeln. „Um so dankbarer sind wir, dass wir jetzt einen Erlebnistag durchführen können. Und es ist das erste Mal überhaupt, dass uns Tiere besuchen.“

Gregor Kryk, Inhaber von Panuba, einem Erlebnis-Bauernhof bei Wegberg, der Tiertherapien anbietet, ist mit Dackeldame Emma, diversen Kaninchen, einem Schaf, einer Ente, Huhn Mathilda sowie zwei Alpakas angereist. Emma ist gerade ein Jahr alt und noch sehr neugierig, verschwindet immer wieder in ungeahnten Ecken und muss gesucht werden.

In einem kleinem Außenbereich haben sich 20 Bewohnerinnen eingefunden, sitzen geduldig auf einem Stuhl und haben Kaninchen auf dem Schoß, die sie streicheln, hin und wieder auch ansprechen. Manche sind versunken in das ungewohnte Gefühl, ein Tier zu berühren, andere genießen es sehr bewusst und mit sichtbar viel Begeisterung.

Remscheid: Fast ausschließlich Frauen nutzen das Angebot

Bewohnerin Margot Schwerdtfeger ist total fasziniert von „ihrem“ Kaninchen und scherzt mit Gregor Kryk, wie lange denn wohl die Bearbeitung des Adoptionsantrages dauern würde, den sie für eben dieses Kaninchen einzureichen gedenke. Kryk, immer positiv und humorvoll mit den Bewohnern im Gespräch, sagt trocken: „Na, so 30 Jahre wird’s schon dauern.“

Nach 30 Minuten kommen andere Bewohner in den Außenbereich, alle, die mögen, sollen ja in den Genuss kommen. Jetzt ist Maria Butzke dabei, die sich sofort mit Huhn Mathilda angefreundet hat und das ruhige und genügsame Tier streichelt. „Wir warm das ist“, staunt sie. „Und wenn man genau hinschaut, ist das Gefieder richtig schön.“

Gregor Kryk wundert sich nicht, dass fast ausschließlich Frauen das Angebot, Tiere zu treffen und zu streicheln, angenommen haben. „Männer ticken anders. Die nähern sich dem Thema eher durch Einzeltherapie an“, meint er. „Frauen sind da offener.“ Das findet abschließend auch Meike Ufer. „Das wird toll angenommen“, freut sie sich. „Die Bewohnerinnen reagieren in der Regel sehr positiv auf Tiere. Die Begeisterung ist fast greifbar.“ Der Erlebnistag ging am Nachmittag mit Musiker Manfred Janzen weiter.

„Plätt aff“ heißt es ab sofort wieder im Stadtpark: Die Pöhlsches-Schieter-Saison hat wieder begonnen.

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