Durchbruch geplant

Erlebbar öffnet mit neuem Event-Bereich

Trotz Zwangsschließung weihnachtlich geschmückt: Simon Riesebeck hat Hunderte Christbaumkugeln in der Erlebbar aufgehängt. Foto: Roland Keusch
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Trotz Zwangsschließung weihnachtlich geschmückt: Simon Riesebeck hat Hunderte Christbaumkugeln in der Erlebbar aufgehängt.

Simon Riesebeck nutzt den Lockdown für den Umbau – Geplant ist ein Durchbruch zum Gründerquartier.

Von Peter Klohs

Remscheid. Auch wenn die komplette Gastronomie-Szene zurzeit brachliegt und die Kneipen, Bars und Restaurants nicht öffnen dürfen, ist Simon Riesebeck jeden Tag in der Erlebbar (Eigenschreibweise: ErlebBar). Manchmal nur eine Stunde, oft aber bedeutend länger. „Ich habe immer etwas zu tun“, sagt der Inhaber der beliebten Bar an der Hindenburgstraße. So hat er zum Beispiel mehrere Hundert Weihnachtskugeln vor dem Fest aufgehängt. Doch das gehörte nur zu den kleineren Projekten des gebürtigen Neuseeländers.

Bereits während des ersten Lockdowns hat Riesebeck die Erlebbar umgebaut und schuf dabei zahlreiche zusätzliche Sitzplätze. Jetzt kümmert er sich um die Modernisierung der Veranstaltungstechnik und um die Dekoration.

„Veranstaltungen sollen weiter hinten stattfinden. Die Gäste verteilen sich so besser.“
Simon Riesebeck, Inhaber der Erlebbar

„Im hinteren Bereich der Erlebbar plane ich eine Event-Longue“, sagt Riesebeck. „Es ist von außen zwar schön zu sehen, wenn bei uns etwas los ist, aber das führt dann schnell zu Staubildung. Das finde ich nicht so prickelnd. Jetzt sollen die Veranstaltungen weiter hinten in der Erlebbar stattfinden. Die Gäste verteilen sich so besser.“

Zunächst hat Riesebeck einen DJ-Tisch gebaut. Bei dem mit vier unabhängigen Stromkreisen versehenen DJ-Arbeitsplatz hat der Inhaber der Erlebbar auf eine angenehme Höhe geachtet. Außerdem wurde das Pult verfeinert und mit einem Steuergerät (Sound to light, von Musik gesteuertes Licht) ausgestattet. Die Farbstruktur ist wie in der gesamten Bar sehr geschmackvoll und augenfreundlich. „Darauf achte ich genau“, sagt Riesebeck. Ebenfalls im hinteren Bereich der Erlebbar wurden ein Beamer und eine große Leinwand installiert, auf der man Fußball schauen kann. „Oder wenn eine Band Fotos oder anderes Material für ihre Show benötigt, ist so eine Leinwand sehr nützlich.“

Direkt neben der Leinwand ist die Wand noch geschlossen, wird es aber nicht mehr lange bleiben. „Ein Durchbruch zum Gründerquartier ist geplant“, berichtet Riesebeck. Auf der Längswand unweit des geplanten Durchbruchs sollen LP-Cover postiert werden. Die entsprechenden Bilderrahmen dazu hat Simon Riesebeck schon besorgt.

Natürlich ist die Erlebbar zurzeit auch weihnachtlich geschmückt, mit viel Grün und noch mehr Lichtern. „Wenn man von außen in die Bar reinschaut, dann soll man doch auch einen schönen visuellen Eindruck haben“, meint der Inhaber. Mit all diesen Aktivitäten ist es Riesebeck aber noch nicht genug. Neue Getränkekarten sind in der Planung, ebenso neue Getränke. „Es wird einige neue Mules geben“, kündigt er an.

Und so entsteht langsam eine Erlebbar, wie sie sich der junge Inhaber immer vorgestellt hat. Der gelernte Glaser hat mit vielen Materialien gearbeitet und macht so viel wie möglich selbst. „Das hat viele Vorteile“, weiß er, „vor allem Kostenmäßige. Es hat aber auch Nachteile, denn man muss immer ran, wenn mal etwas nicht einhundertprozentig funktioniert, ob man nun Lust hat oder nicht.“

Simon Riesebeck ist in Neuseeland geboren und kam im Alter von viereinhalb Jahren nach Deutschland. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater war Neuseeländer. Er hat seltenen, aber regelmäßigen Kontakt zu der Familie auf der anderen Seite der Erde. „Normalerweise bin ich über Weihnachten für einige Wochen in Neuseeland“, berichtet er, „aber das ist jetzt. . .“, er sucht das richtige Wort, „. . . schwierig.“

Simon Riesebeck wünscht sich für den späten Frühling oder den frühen Sommer, dass das Leben wieder einigermaßen normal ablaufen kann und die Gastronomie wieder öffnen darf. „Und im Herbst dann völlige Normalität.“ Zu wünschen ist es ihm und allen seinen Kollegen.

Hintergrund

Der Inhaber der ErlebBar heißt korrekt Simon Riesebeck-Hill. „Aber das ist so in Deutschland nicht üblich“, sagt er, „also lasse ich den Doppelnamen immer weg.“ Die Erlebbar hat Riesebeck vor sechs Jahren übernommen. Zwei Veranstaltungen pro Monat will die Erlebbar nach der Wiedereröffnung anbieten.

Dirk Pohl hat einen langen Kampf um finanzielle Unterstützung hinter sich – Ohne Steuerberater wäre er aufgeschmissen in Corona-Zeiten.

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