Bücherbox

Englische Telefonzelle bietet jede Menge Lesestoff

Die von Ulrike und Lothar Kaiser gestiftete Bücherbox steht am Quartierstreff Klausen und wurde gestern eingeweiht.
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Die von Ulrike und Lothar Kaiser gestiftete Bücherbox steht am Quartierstreff Klausen und wurde am Mittwoch eingeweiht.

Die Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung übergibt Bücherbox. Mit den Standorten der Bücherboxen in Remscheid.

Von Georg Famulla

Remscheid. Die dritte Remscheider Bücherbox steht in Klausen und wurde am Mittwoch offiziell eingeweiht. Die alten roten englischen Telefonzellen zählen wie die Doppeldeckerbusse zu den Wahrzeichen Londons. Ein solches Original aus den 1930er-Jahren fand über verschlungene Umwege – liebevoll restauriert und umgebaut – als Bücherbox eine neue Bestimmung. Ihr neues Zuhause ist in Lüttringhausen neben dem Quartierstreff Klausen an der Karl-Arnold-Straße.

In einer kleinen Einweihungszeremonie übergab das Ehepaar Kaiser als Begründer und Vertreter der nach ihnen benannten „Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung“ das optische Schmuckstück offiziell seiner Bestimmung.

Arbeit Remscheid restaurierte die marode Telefonzelle

In ihren Ansprachen dankten Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz insbesondere dem Ehepaar, das dieses Projekt mit ihrer Stiftung finanziell ermöglicht hat. OB Mast-Weisz sieht die Bücherbox als Symbol für das Engagement vieler Menschen dieses Stadtteils und für ihr Quartier in Klausen. Es könne auch als Blaupause für andere Stadtteile herhalten.

Lothar Kaiser war sichtlich angetan von dem großen Interesse für offizielle Übergabe der Bücherbox. Als ehemaliger Leiter des WDR-Studios Wuppertal erfuhr er vor zwei Jahren von der alten Telefonzelle auf dem dortigen WDR-Gelände. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, um das marode Stück aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Schlussendlich gab die Zentrale in Köln grünes Licht und stiftete die Telefonzelle.

In einer konzertierten Aktion sorgte die Arbeit Remscheid gGmbH nicht nur für den Transport der „gusseisernen Lady“ nach Remscheid und später nach Klausen, sondern führte auch dank Übernahme der Kosten durch die Stiftung - die aufwendige Restaurierung durch. Vertreter der Stadt, der EWR und TBR sowie der LEG als Grundstückseigentümerin kümmerten sich um die technischen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen.

Die Arbeiterwohlfahrt sorgt für den kostenlosen Nachschub von Lesestoff für Jung und Alt. Die Betreiber des Quartierstreffs Klausen werden zukünftig ein Auge auf die strahlende „Lady in red“ werfen.

Schon wird die Bücherbox von vielen Anwohnern jeder Altersklasse angesteuert, und es findet ein reges „Nehmen und Geben“ der Bücher statt.

Auch interessant: Arbeiterwohlfahrt öffnet Bücherbox am Mollplatz

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