Heiligabend an der evangelischen Kirche in Lüttringhausen

Engel weist den Weg zur lebenden Krippe

Antje Kammin leitet das Krippenspielteam der evangelischen Kirchengemeinde Lüttringhausen. Sie hatte die Idee, in diesem Jahr eine lebende Krippe zu gestalten. 20 Helfer machen es möglich. Foto:
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Antje Kammin leitet das Krippenspielteam der evangelischen Kirchengemeinde Lüttringhausen. Sie hatte die Idee, in diesem Jahr eine lebende Krippe zu gestalten. 20 Helfer machen es möglich.

Eine lebende Krippe wollte Antje Kammin von der evangelischen Gemeinde in Lüttringhausen schon lange - Nun ist es endlich soweit und sie kann an Heiligabend von 11 bis 14 Uhr besucht werden.

Von Peter Klohs

Remscheid. In schwierigen Zeiten wie diesen sind die kirchlichen Gemeinden auch im Bergischen Land darum bemüht, so viel Normalität wie eben möglich zuzulassen und in ihren Besuchern ein Gefühl von Behütetsein zu hinterlassen. Dazu gehört in vielen Gemeinden das Aufstellen einer Weihnachtskrippe, was in manchen Orten und Städten bereits zur liebgewonnenen Tradition geworden ist.

Die evangelische Gemeinde in Lüttringhausen hatte dazu in diesem Jahr eine faszinierende Idee: Wir machen eine lebende Krippe! Die Leiterin des Krippenspielteams der Gemeinde, Antje Kammin, hatte die Idee schon lange. „Man kann sogar sagen: Ich wollte das immer schon haben. Und als sich unser Team zur Planung getroffen hat, habe ich die Idee auf den Tisch gelegt und gefragt: Kann das umgesetzt werden?“ Die Reaktion in Team und Umfeld war ausnehmend positiv. Wobei allen Beteiligten klar war, dass es eine Menge Arbeit erfordern und vom Wohlwollen so mancher Menschen abhängen würde. Aber man darf sagen: Es wird funktionieren.

Die evangelische Kirchengemeinde in Lüttringhausen wird zum Heiligabend eine lebende Krippe vorzeigen können. Zunächst werden sich Besucher am 24. Dezember auf dem Ludwig-Steil-Platz vor der Kirche einfinden. Dort finden bereits einige bemerkenswerte Aktionen statt. So können die Besucher dem Posaunenchor der Gemeinde lauschen (QR-Code), die Krippe der Kita Gertenbach bewundern, die aus recyceltem Material besteht, ebenso kann man einen Gottesdienst to go mitnehmen.

Sehr schön sind die großen, von Antje Kammin selbst gemalten Bilder von Königen, in denen die Augenpartie ausgespart ist und die deshalb zu einem lustigen Selfie einladen. Auf anderen Bildern, nur anscheinend identisch, kann man zehn Unterschiede finden. Am Ende der Strecke rund um die Kirche, die anhand großer gelber Sterne leicht zu finden ist, werden die Gäste von einem Engel begrüßt, der den Weg zur Krippe weisen wird.

Zwei Esel, ein Schaf und ein Lamm kommen in die Krippe

Antje Kammin mag den Standort der lebenden Krippe noch nicht verraten, sagt aber so viel: „In der Kirche ist es nicht.“ Das ginge auch gar nicht, alleine wegen der beiden Esel, die sich im Gotteshaus nicht wohlfühlen würden. Gemeindemitarbeiter Jürgen Albert sagte zu, aus privaten Beständen eben die zwei Esel, dazu ein Schaf und ein Lamm mitzubringen. Bauer Manfred Wille von Mittelgarschagen spendete das Stroh.

„Die Tiere werden rund um die Krippe platziert werden“, berichtet Antje Kammin, „dazu kommen dann Maria, Josef und ein Baby. Die Maria wird an diesem Tag von vier verschiedenen Mädchen dargestellt, der Josef ist ausschließlich mein Sohn Marti. Und wer unser tägliches Rätsel im Podcast auf unserer Internet-Seite gelöst hat, darf die Lösung des Rätsels Maria oder Josef ins Ohr flüstern und bekommt dafür im Gemeindehaus ein Weihnachtsgeschenk.“

Musik von Conni Heynen und ihrer Familie sowie ein festlich beleuchtetes Adventskalenderhäuschen runden den kleinen Gang im Kern des Dorfes ab. „Es gibt viele optische Überraschungen“, verspricht Kammin. „Alleine die kleinen Wichtel in den Einmachgläsern sind so toll.“ Abschließend kann, wer mag, eine Predigt to go von Pfarrerin Kristiane Voll mitnehmen.

„Alles in allem sind zwanzig Menschen für die Organisation und Durchführung tätig. Die Hilfsbereitschaft innerhalb der Gemeinde ist jedoch extrem hoch. Dafür kann ich allen Beteiligten nur ganz großen Dank aussprechen. Es wird uns gut gelingen, die Besucher zum Staunen zu bringen.“

Besuch der Krippe

Die lebende Krippe in der evangelischen Gemeinde kann Heiligabend von 11 bis 14 Uhr besucht werden. Es gelten die 3G-Regeln. Mit kurzen Wartezeiten sollten Besucher rechnen, auch wegen der Tiere, die viele Menschen nicht gewohnt sind.

Evangelische Adolf-Clarenbach-Kirchengemeinde hat wieder den Weihnachtsgarten aufgebaut.

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