Gesundes Mittagessen

EMMA: Mensa ist zu einem „Ort des Wohlfühlens“ geworden

Gesundes Mittagessen in der Mensa des EMMA-Gymnasiums: (v.l.) Anna Dörschler, Monika Kempkes, Köchin Anna Kappel, Melanie Möller und Inga Justen. Foto: Roland Keusch
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Gesundes Mittagessen in der Mensa des EMMA-Gymnasiums: (v.l.) Anna Dörschler, Monika Kempkes, Köchin Anna Kappel, Melanie Möller und Inga Justen.
  • Andreas Weber
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Gymnasium nimmt in seinem Speisesaal Richtungswechsel vor. Neugegründeter Verein setzt auf gesunde, frisch zubereitete und vegetarische Gerichte.

Remscheid. Am Dienstag standen Bandnudeln mit Tomaten-Mozzarella-Sauce auf dem Speiseplan, am Mittwoch Hähnchen-Döner, am Donnerstag gibt es Hähnchen- oder Sellerie-Schnitzel mit Reis. In die Mensa des EMMA-Gymnasiums ist wieder Leben eingekehrt. Nach der corona-bedingten Zwangspause hat das „Schlemmaland“ an alter Stätte in neuer Regie und mit einer anderen Ausrichtung Fahrt aufgenommen.

Seit dem 11. Januar kocht Anna Kappel für die Jugendlichen und Lehrkräfte. Frisch und gesund soll es sein. Das Abrücken vom Junkfood war ein großer Wunsch, der sich bei einer Umfrage unter Eltern und Schülern herauskristallisiert hatte. Der im Juni 2021 gegründete Mensaverein steht für einen Richtungswechsel im Nahrungsangebot. Eine wichtige Rolle spielt die vegetarische Ernährung, die gerade auch unter jungen Menschen immer mehr Anhänger findet.

Die Küchenchefin setzt dabei nicht auf Fertigkost, sondern vor Ort Zubereitetes. Bislang an drei Tagen (dienstags, mittwochs, donnerstags) gibt es mit der ersten großen Pause ein Angebot. Morgens geht es unter anderem los mit Rührei-Brötchen, Obst und vegetarischen Wraps, mittags wird für vier Euro ein Fertiggericht mit Salat und Dessert geboten. Für 1,50 bis 2 Euro sind zudem gesunde Snacks oder gefüllte Fladenbrote zu haben, die „to go“ mitgenommen werden können, verpackt in nachhaltige Materialien. Es sind „coole Gerichte“ nach dem Geschmack der Schüler und Schülerinnen, findet der Vorstand des Mensavereins um Melanie Möller, Anna Dörschler, Inga Justen und Monika Kempkes. Getränke gibt es für 50 Cent, eine Portion Obst kostet genauso viel.

Ziel ist es, die Mensa jeden Tag zu öffnen. Das ist eine Frage der Finanzen und des Personals. Momentan speist sich das Angebot aus den bescheidenen Vereinsmitteln, Spenden und den Verkaufserlösen. Die Resonanz ist gut, deshalb geht es mit den Einnahmen bergauf. Mittelfristig soll eine zweite Küchenkraft eingestellt werden. Vor allem muss der Stamm der ehrenamtlichen Helfer(innen) noch wachsen. An der Seite von Anna Kappel sind immer zwei bis drei wechselnde Mitarbeiterinnen, die beim Zubereiten und Verkauf unterstützen. 15 Schülermütter sind es insgesamt, die ihre Freizeit opfern.

Wir würden uns auch über Großeltern als Helfer freuen.

Anna Dörschler, Mensaverein

Auch Schüler sind als Freiwillige gerngesehen. Ein paar gibt es schon. Weitere helfende Hände sind willkommen. Als Lohn für den Blick hinter die Kulissen der Mensa winkt ein kostenloses Mittagessen am Tag, an dem der Jugendliche mithilft oder ein Gutschein. Das schulische Engagement wird bei regelmäßiger Mitarbeit positiv auf dem Zeugnis vermerkt. „Wir würden uns auch über Großeltern als Helfer freuen“, denkt Anna Dörschler einen Schritt weiter.

Dass dies durchaus spannend für die ältere Generation sein könnte, gilt heute mehr denn je in der Mensa. Mit dem frischen Schwung, der gerade einkehrt, ist sie ein „Ort zum Wohlfühlen“ geworden, beobachtet Melanie Möller. 100 Essensgäste gleichzeitig finden an den zehn Tischen Platz, hinter der Glasfront gibt es außen im Innenhof weitere Sitzmöglichkeiten. Sportlehrer Michael Hoppe bemerkt auch einen Wandel im Benehmen: „Früher war es hier dreckiger, sehr laut und teilweise unangenehm.“

Die Zeiten sind vorbei. Hoppe, der während der Pandemie öfters in das Allee-Center ging, um seinen Hunger zu stillen und dort auf seine Schüler traf, sieht sie nun beim Essen im Schulgebäude wieder. Die Gastro des Gymnasiums hat sich auch optisch herausgeputzt. Ein neues buntes Hinweisschild mit der Aufschrift „Schlemmaland“, gesponsert von Werbetechnik Greuling, wird bald, nachdem der Speisesaal frisch gestrichen worden ist (mit Unterstützung der Dörschler GmbH) über der Essensausgabe aufgehängt. Axel Kremer (Garten-Center in Reinshagen) kredenzte Pflanzen, die Stadt half mit neuem Inventar. Und die Bäckerei Beckmann, von Anfang an unterstützend dabei, würde Brötchen liefern, wenn diese gefragt sind.

Hintergrund

Am 11. Januar hat der Mensaverein die Mensa des EMMA-Gmynasiums nach langer Pause wieder eröffnet. Momentan ist das Angebot auf drei Tage beschränkt: dienstags von 9.15 bis 14 Uhr, mittwochs von 9.15 bis 12 Uhr, donnerstags von 9.15 bis 14 Uhr. Es gibt warme Speisen, Snacks und Getränke. Eine vorherige Anmeldung für die Mahlzeit ist nicht erforderlich. Wer sich als ehrenamtlicher Helfer beteiligen möchte, um auch zu gewährleisten, dass die Öffnung auf fünf Tage ausgedehnt werden kann, melde sich beim Vorstand des Vereins unter der Mail:

„mensa@emagym.de“.

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