Kinderhaus Westerholt

Eltern sammeln mehr als 22.000 Euro für ein neues Klettergerüst

Stolz „belagern“ die Kinder des Kinderhaus Westerholt ihre neue Burg. Nach einem Jahr hat die klettergerüstfreie Zeit ein Ende. Foto: Michael Schütz
+
Stolz „belagern“ die Kinder des Kinderhaus Westerholt ihre neue Burg. Nach einem Jahr hat die klettergerüstfreie Zeit ein Ende.

Neue „Ritterburg“ fürs Kinderhaus Westerholt.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Ein Jahr ist wirklich eine lange Zeit“, sagt Susanne Pflaum. Und die Leiterin des Kinderhaus Westerholt lässt keinen Zweifel daran, wie froh sie ist, dass genau diese lange Zeit nun vorbei ist. Seit November des vergangenen Jahres mussten die Kinder der Lenneper Kita auf ihr geliebtes Klettergerüst verzichten, nach 26 Jahren war es nach einer Routinekontrolle aus dem Verkehr gezogen worden. Nun ist der Nachfolger da – und bespielbar. Dank des Einsatzes der Eltern. Und zahlreicher Spender aus dem gesamten Stadtgebiet.

Der Nachfolger kann sich wirklich sehen lassen: Der Lenneper Schreinermeister Lars Rollshäuser (Susanne Pflaum: „Unser Haus- und Hof-Schreiner“) hat eine Ritterburg mit zwei Türmen, einer Rutsche und einer Hängebrücke gebaut, die nicht nur selbst für die Kleinsten im Kinderhaus geeignet ist, sondern sich später auch noch erweitern lässt. „Wir finden sie superschön“, sagt die Kita-Leitung. „Und die Kinder lieben sie.“ Bewusst habe man sich gegen ein Spielgerät „von der Stange“ entschieden, erklärt Pflaum: „Jetzt haben wir das, was wir uns gewünscht haben.“ Und man gehe davon aus, dass das neue Gerüst mindestens eben so lange halte wie das vorherige.

Die Kehrseite der Medaille: Qualität und Individualität brauchen Zeit. „Mit so vielen Leuten abzustimmen, was genau gebaut werden soll, das hat gedauert“, berichtet Pflaum. Und als das Ergebnis endlich feststand, „gab es plötzlich kein Holz mehr“. Der Rohstoffmangel, unter dem derzeit die ganze Baubranche leidet, macht auch vor Kindergärten nicht Halt. Und die damit verbundene Preissteigerung auch nicht: „Das Material ist mindestens zehn bis 15 Prozent teurer geworden.“

Wir finden sie superschön. Und die Kinder lieben sie.

Susanne Pflaum über die neue „Burg“ am Kinderhaus

Dabei sei ein Großteil des benötigten Geldes eigentlich schon vor Weihnachten im vorigen Jahr zusammen gewesen, so Pflaum. Mehr als 22.000 Euro hatte der Trägerverein des Kindergartens dank 500 handsignierter Bitt-Briefe an Unternehmen, einer Plätzchenaktion mit einigen hundert Tüten Gebäck und nach einem Artikel im RGA aufgetrieben. Gespendet hätten Firmen jeder Größe aus ganz Remscheid, Großeltern aktueller und Eltern ehemaliger Kinder, berichtet Susanne Pflaum. Zudem hatte die Louise-Hardt-Stiftung, die ihren Sitz im gleichen Gebäude wie das Kinderhaus hat, 4000 Euro beigesteuert.

Anfang November hatte dann nach langem Warten der Aufbau begonnen. „Das war für die Kinder natürlich superspannend“, sagt Susanne Pflaum. Die eigentlich für St. Martin geplante Übergabe des Spielgerüsts hätte dann auch fast geklappt. Wenn nicht die Freigabe durch den TÜV länger gedauert hätte. Doch all das sei inzwischen vergessen, sagt die Kindergarten-Leiterin: „Ich bin heilfroh, dass es nun wirklich fertig ist.“ Und mit ihr alle Kollegen, Eltern und Kinder.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Stadt Remscheid geht gegen die Telekom juristisch vor
Stadt Remscheid geht gegen die Telekom juristisch vor
Stadt Remscheid geht gegen die Telekom juristisch vor
Welche beiden Straßen treffen hier aufeinander?
Welche beiden Straßen treffen hier aufeinander?
Welche beiden Straßen treffen hier aufeinander?
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt auf 1094
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt auf 1094
Corona: Drei weitere Todesfälle in Remscheid - Inzidenz steigt auf 1094
Hoher Krankenstand: Remscheider Stadtwerke müssen Busfahrten absagen
Hoher Krankenstand: Remscheider Stadtwerke müssen Busfahrten absagen
Hoher Krankenstand: Remscheider Stadtwerke müssen Busfahrten absagen

Kommentare