Projekt in Remscheid 2022

Eisernstein: 2022 wird Schulgelände zum Wohngebiet

Kündigt für 2022 eine ganze Reihe an Projekten an: Peter Heinze. Foto: Roland Keusch
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Kündigt für 2022 eine ganze Reihe an Projekten an: Peter Heinze.
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Baudezernent Peter Heinze gibt einen Ausblick auf geplante Projekte.

Remscheid. Das Gelände der ehemaligen Grundschule Eisernstein in Lüttringhausen soll ab 2022 zum Wohngebiet werden. Dies kündigt Baudezernent Peter Heinze im RGA-Gespräch an. „Wir beginnen mit den Erschließungsarbeiten, unter anderem mit dem Kanalbau“, berichtet er über die Siedlung, die eine Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäuser umfassen soll. Vorgesehen sind über 50 Wohneinheiten – im „hohen ökologischen Standard“, wie Heinze berichtet. Die Stadt schreibt Gründächer vor, verbietet Schottergärten und vermarktet die Grundstücke in Eigenregie. „Per Erbbauvergabe“, fügt er hinzu.

Das Viertel fügt sich ein in eine umfangreiche Liste an Projekten, die Remscheid attraktiver machen sollen. Das gilt auch für die Innenstadt, in der es nach Jahren des Stillstands nun erste sichtbare Veränderungen geben werde. „Im Frühjahr sind die Terrassen an der Alten Bismarckstraße fertig“, berichtet der Baudezernent. Fünf Gastwirte werden unterhalb des Markts Außengastronomie anbieten. Und auch die Lichtspiele sollen Premiere feiern, die neue Laternen an der Alleestraße ermöglichen.

Am Friedrich-Ebert-Platz sollen derweil die Vorbereitungen für den Umbau des Busbahnhofs weitergeführt werden, nachdem das Betriebsgebäude der Stadtwerke bereits verschwunden ist. Ins Visier nimmt Heinze dort unter anderem das ehemalige Tankstellengrundstück, das die Stadt erworben hat.

Dies hat die Verwaltung auch bei Immobilien vor, die an der Alleestraße liegen. Priorität hätten dabei das Metropol-Kino, wo ein attraktiver Weg zum Ebert-Platz entstehen soll – und nach wie vor Sinn-Leffers, wobei die Frist für das Vorkaufsrecht zuletzt ungenutzt auslief und Offerten des neuen Besitzers ausgeschlagen wurden. Nach wie vor hofft Heinze aber darauf, dass die Verwaltung auf dem Grund und Boden ein Leuchtturmprojekt umsetzen kann. Entstehen soll „Der dritte Ort“ mit Stadtbücherei und sonstigen Räumen für Kultur und Freizeit. „Wir wollen das weiter realisieren. Mondpreise zahlen wir aber nicht“, sagt der Dezernent, der auch Impulse für Stachelhausen verspricht. Unterhalb der Kraftstation soll der Quartiersplatz Konturen annehmen, der für die Anwohner zum Treffpunkt werde. Für 2023 sei die Fertigstellung geplant. Anwohner der Straße Neuenhof können sich unterdessen auf umfangreiche Sanierungs- bzw. Unterhaltungsarbeiten freuen.

Standpunkt: 2022 muss es besser laufen

Kommentar von Frank Michalczak

frank.michalczak @rga.de

Es hat 2021 so manches nicht funktioniert bei der Umsetzung geplanter Projekte in Remscheid: Erwerb des maroden Sinn-Leffers-Gebäude an der Alleestraße? Gescheitert, weil das Vorkaufsrecht nicht genutzt wurde. Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes? Lässt weiter auf sich warten. Modernisierung der Kölner Straße in Lennep? Dort gibt es zwar nun einen kleinen Pilgerplatz an der Sparkassen-Filiale und eine modernisierte Busstation am Kreishaus. Vom großen Wurf kann aber keine Rede sein. Stattdessen wurde mal wieder über die Lage in Lennep debattiert bei einer Art Bürgerwerkstatt per digitaler Übertragung im Internet. Das alles reicht nicht, um die Stadt nachhaltig nach vorne zu bringen. Es wäre ungerecht, die Schuld dafür ausschließlich der personell ausgezehrten Bauverwaltung zuzuordnen. Und dennoch erwarten die Menschen in Remscheid mit Recht, dass nun endlich etwas geschieht. Neue Beleuchtung an der Allee, Außengastronomie zwischen Markt und Alter Bismarckstraße, Quartiersplatz an der Kraftstation oder auch das neue Wohngebiet in Lüttringhausen – all das soll laut Baudezernent Peter Heinze 2022 für Aufbruchstimmung sorgen. Remscheid hätte es verdient.

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