Pandemie

Ehringhauser Turnverein sucht neue Übungsleiter

ETV-Vorsitzende Ulrike Schatton hofft, bald wieder Sportangebote durchführen zu können. Archivfoto: Roland Keusch
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ETV-Vorsitzende Ulrike Schatton hofft, bald wieder Sportangebote durchführen zu können. (Archivfoto)

Neue Konzepte sollen dem Mitgliederschwund entgegenwirken.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Die Sporthallen sind geschlossen, Sport in Vereinen ist derzeit nicht erlaubt. Viele Vereine bangen um ihre Existenz, gibt es doch zahlreiche Mitglieder, die sich abmelden. Mit dieser Problematik hat auch der Ehringhauser Turn-Verein 1880 (ETV) zu kämpfen.

„Wir sind ein kleiner Einsparten-Verein. Vor der Pandemie hatten wir um die 370 Mitglieder, jetzt sind es rund 80 bis 100 weniger“, berichtet Vorsitzende Ulrike Schatton. Aber gerade die Mitgliedsbeiträge seien notwendig, um weiterlaufende Kosten zu zahlen, den Verein am Leben zu halten. Noch komme der Verein nicht in finanzielle Bedrängnis, mehr Austritte seien aber schwer zu kompensieren. Der Verein besitzt zwar eine eigene Turnhalle, aber keine Außenanlage. Deswegen sei es schwierig gewesen, im vergangenen Sommer Sportgruppen nach draußen zu verlegen.

„Unabhängig von Corona hat uns alters- und gesundheitsbedingt der Aderlass bei den Übungsleitern gebeutelt“, berichtet Schatton. Deswegen sucht der Verein nun neue Übungsleiter, um einen Trainingsplan für die Zeit nach dem Lockdown erarbeiten zu können. Voraussetzungen gebe es als Übungsleiter kaum zu erfüllen, „nur die Bereitschaft, einen Übungsleiterschein zu erwerben und an den Wochenenden Qualifikationskurse zu machen, sollte vorhanden sein“, so Schatton. Die Kosten übernehme selbstverständlich der Verein. Auch biete der Vorstand Hilfestellung bei der Erarbeitung von Übungsplänen an.

Verein hilft seinen Mitgliedern in der Pandemie

Aktuell führen zwei der Übungsleiter Sportkurse online durch. Im Bereich Kinderturnen sollen bald ebenfalls in Absprache mit den Eltern virtuelle spielerische Angebote für die Kinder stattfinden. „Ob das aber angenommen wird, wissen wir noch nicht“, sagt Schatton.

Vor der Pandemie sei ein Seniorentanzkurs in Planung gewesen, der reges Interesse bei den Mitgliedern hervorrief. Denn auch die Geselligkeit in Verbindung mit dem Sport spiele beim ETV eine Rolle.

Momentan bietet der Verein seinen älteren Mitgliedern einen Fahrdienst zum Impfzentrum an. „Wer keine Möglichkeit hat, zu seinem Termin zu kommen, kann sich bei uns melden.“ Neu, erklärt Ulrike Schatton, sei auch die Möglichkeit, eine passive Mitgliedschaft zu führen. Das helfe dem Verein und Mitglieder könnten weiterhin Teil der Gemeinschaft sein.

www.etv1880.de

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