Ehrenhain in Reinshagen

Fördermittel machen Sanierung der maroden Gedenkstätte möglich

Die Mahn- und Gedenkstätte Ehrenhain ist marode und muss dringend saniert werden. Das sieht auch der Bund so. Archivfoto: Michael Sieber
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Die Mahn- und Gedenkstätte Ehrenhain ist marode und muss dringend saniert werden. Das sieht auch der Bund so.
  • Andreas Weber
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Politiker begrüßen Zusage für den Ehrenhain in Reinshagen.

Remscheid. Für die Sanierung des maroden Ehrenhains in Reinshagen gibt es 402.000 Euro Fördermittel vom Bund. Diese Nachricht überbrachte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) am Mittwoch. Der hiesige CDU-Vorsitzende Mathias Heidtmann nahm die Kunde erfreut auf: „Diese zentrale Gedenkstätte liegt uns am Herzen, da sie an die unzähligen Opfer der Weltkriege erinnert, wie auch an den Flugzeugabsturz in Remscheid 1988. Ich hoffe sehr, dass somit die Sanierung bis zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2025 abgeschlossen werden kann.“

Den Landtagsabgeordneten Sven Wolf (SPD) erreichte die Botschaft über ein Schreiben von Staatsministerin Professor Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Wolf am Mittwoch mitteilte, dass aus dem Kulturetat Mittel im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms 402.000 Euro fließen werden. Sven Wolf hatte sich vor ein paar Wochen noch einmal bei Grütters für die Förderung stark gemacht. „Solche Orte der Erinnerung und Mahnung sind wichtig, damit künftige Generationen das Leid von Krieg und Gewaltherrschaft niemals vergessen. Denn der Einsatz für unseren demokratischen Rechtsstaat ist und bleibt unsere tägliche Aufgabe“, betont Wolf.

Remscheid: Das Mauerwerk bröckelt und wird von Efeu überwuchert

Die Erteilung wird sukzessiv nach zuwendungsrechtlicher Prüfung durch die in NRW zuständige Fachbehörde erfolgen. Der Ehrenhain in Reinshagen stellt mit 1,2 Hektar die größte Ehrenanlage in Remscheid dar und ist eine der offiziellen Gedenkstätten zu den jährlichen Trauertagen im November. Ursprünglich zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges um das Jahr 1918 angelegt, ist der Ehrenhain heute Gedenkstätte für die Opfer beider Weltkriege.

Seit langem wird der schlechte Zustand der Anlage immer wieder kritisiert. Der Sandstein, aus dem die Gedenkstätte gemauert wurde, bröselt, viele Ziegel bröckeln, Efeu überwuchert die Mauern. Die Stadtverwaltung sorgt nur für die Verkehrssicherheit, befestigt lose Stufen und baut vor, dass Besuchern kein loser Stein auf den Kopf fällt. Für eine grundlegende Sanierung fehlte das Geld im städtischen Haushalt.

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