Es geht um Zukunftsfragen

Drei Planungsbüros betreuen Lennep

In die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß: Die Kölner Straße soll umgestaltet werden.
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In die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß: Die Kölner Straße soll umgestaltet werden.
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Unterschiedliche Expertenteams sollen Zukunftsfragen beantworten.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Drei Planungsbüros sollen sich künftig mit der Zukunft Lenneps beschäftigen. Im Fokus stehen dabei zum einen Perspektiven für Jahn-, Kirmesplatz und das Röntgenstadion, wo das Designer Outlet Center (DOC) entstehen sollte. Zum anderen geht es um eine Umgestaltung der Kölner Straße – und um ein gesamtes Stadtteilentwicklungskonzept. Dieses soll unter anderem Fragen zur Mobilität und Straßenverkehr beantworten, wobei die Pläne für die DOC-Flächen und die Kölner Straße eingebettet werden.

Was soll denn nun aus den DOC-Flächen werden?

Noch bietet der Jahnplatz Parkraum. Hier könnte Wohnbebauung entstehen.

Zunächst einmal wird die Bürgerbeteiligung fortgesetzt. Für Ende Oktober kündigt Stadtplanerin Christina Kutschaty eine weitere Lennep-Konferenz an, bei der es erneut um die künftige Nutzung der Grundstücke geht. Moderiert wird sie von Mitarbeitenden des Planungsbüros Stadtguut mit Sitz in Bochum, die bereits die erste Konferenz im Röntgen-Gymnasium im Juni vorbereitet hatten. So viel zeichnet sich ab: Reine Wohnbebauung soll es nicht geben. Stattdessen schwebt der Stadtverwaltung eine Mischung aus Wohnen, Kleingewerbe und Ökomaßnahmen vor, wobei unter anderem von einer Renaturierung des Lennepe Bachs die Rede ist. Bis Ende des Jahres sollte ein „Grobkonzept“ vorliegen, wohin die Reise geht, berichtet Stadtplanerin Christina Kutschaty.

Munsterplatz: Frischzellenkur beginnt

Wie geht es denn mit der Kölner Straße weiter?

Auch hierfür ist ein externes Büro gefunden worden: Fischer Teamplan mit unterschiedlichen Standorten in NRW soll sich mit dem durchaus komplexen Thema auseinandersetzen. Denn es gilt, unterschiedliche Interessen und Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Die Verkehrsader soll grüner werden und Bäume erhalten. Zudem sollen Radfahrer und Fußgänger mehr Raum bekommen. Andererseits pochen die Anlieger auf den Erhalt der Parkplätze. Eine Idee: Der untere Abschnitt könnte zur Einbahnstraße und der Verkehr aus Richtung Trecknase über die Robert-Schumacher-Straße am Bahnhof geführt werden. Dadurch hätten die Planer deutlich größere Gestaltungsmöglichkeiten. „Dabei müssen wir jedoch viele Aspekte berücksichtigen. Unter anderem ist die Robert-Schumacher-Straße auch Veranstaltungsfläche. Wir haben dort die nötige Infrastruktur für Feste geschaffen“, erläutert Christina Kutschaty. So müsse untersucht werden, welche Folgen eine Sperrung der Verkehrsader hätte, wenn die Kölner Straße nur in einer Richtung geöffnet ist. Auch bei diesem Themenkomplex setzt sie auf Bürgerbeteiligung. Demnächst werde es einen Planungsspaziergang für Interessierte geben, die Anregungen beisteuern können.

Wie soll künftig der Verkehr in der Altstadt geregelt werden?

Werden Autos aus der Altstadt verschwinden? Ein Stadtteilentwicklungskonzept soll diese Frage beantworten.

Die Linkspartei hat zu diesem Aspekt eine eigene Konferenz angeregt, bei der es um das Für und Wider des Autoverkehrs im historischen Stadtkern gehen soll. Das Treffen solle dazu dienen, die verschiedenen Stimmen und Ideen zu sammeln „und dadurch auch eine Annäherung der Betroffenen zu ermöglichen“, erklären die Linken-Politiker Brigitte Neff-Wetzel und Colin Cyrus.

Für Stadtplanerin Christina Kutschaty ist dafür die Zeit noch nicht gekommen. Die Frage solle im neuen Stadtteilentwicklungskonzept behandelt werden, bei dem es unter anderem um die Mobilität in Lennep geht. Auch hiermit werde ein Planungsbüro betraut, wobei die Suche nach diesem Expertenteam noch nicht abgeschlossen sei.

Dass sich gleich drei externe Büros um Lennep kümmern, führe zu einem großen Abstimmungsbedarf: „Wir werden viel mit ihnen und sie werden viel miteinander sprechen müssen“, erklärt die Stadtplanerin. Denn am Ende wird es darum gehen, Lösungen aus einem Guss für den Ort zu finden, in dem über ein Jahrzehnt lang die Planungen auf das Designer Outlet Center fokussiert waren.

Treffen

Zukunftsfragen für den Ort werden bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lennep vertieft. Diese tagt wieder am 28. September, ab 17.30 Uhr, im Röntgenmuseum – unter dem Vorsitz des neuen Bezirksbürgermeisters
Markus Kötter (CDU).

Passend zum Thema: Linkspartei will an der Wupperstraße zweite Fahrbahn

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