Zukunft Lennep

Digitales Treffen dreht sich rund um Perspektiven für Lennep

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Rund 40 Interessierte diskutierten über Perspektiven für den Ortsteil – Debatte über die Kölner Straße

Von Frank Michalczak

Remscheid. Zukunft Lennep – lautete die Überschrift einer digitalen Informationsveranstaltung, bei der es um Perspektiven für den Ortsteil ging. Über 40 Teilnehmer erfuhren von Mitarbeitern der Verwaltung, dass es eine neue Rahmenplanung geben soll. Sie soll unter anderem vorgeben, wie künftig die Verkehrsströme geleitet werden, welche Schwerpunkte bei Umbauarbeiten gesetzt werden müssen – und das losgelöst davon, ob das Outlet Center gebaut wird oder nicht. „Die große Mehrheit des Rates und der Investor stehen weiterhin hinter dem Projekt“, hob OB Burkhard Mast-Weisz bei seiner Begrüßung in der Internet-Konferenz hervor.

Dabei konnten die Teilnehmer zunächst ein Gespräch zwischen Bezirksbürgermeister Rolf Haumann und dem Baudezernenten Peter Heinze verfolgen, bei dem es auch um ein aktuelles Thema ging – um die Poser-Szene, über die sich wegen Raserei und heulender Motoren Unmut regt. „Es gilt für sie, den Verkehrsraum unattraktiver zu machen, zum Beispiel, indem wir Engstellen schaffen“, erklärte Heinze mit Blick auf eine Facette des künftigen Verkehrskonzepts.

Unabhängig vom gesamten Rahmenplan soll die Kölner Straße zwischen Kreishaus und Edeka/Aldi umgestaltet werden, wie es in einem der vier Themen-Workshops hieß, die sich an den Dialog zwischen Haumann und Heinze anschlossen.

Klimawandel wird überragendes Thema

So viel steht fest: Überragendes Thema wird dabei der Klimawandel sein. „Wir müssen uns die Frage stellen, wie es uns gelingt, Wasser zu speichern“, erklärte Peter Heinze, der auch schattenspendende Bäume für die Kölner Straße ins Gespräch brachte. Nur wenn die Planer einen eindeutigen Akzent auf Klimamaßnahmen wie diese setzten, gebe es überhaupt Chancen, Fördergeld zu bekommen.

Im Workshop stellte Abteilungsleiter Burkhard Fey erste Skizzen vor. Denkbar seien breitere Gehwege, auf denen unter anderem Außengastronomie und Baumtore Platz finden könnten. Der eigentliche Verkehrsraum werde dadurch schmaler, wobei auch eine Einbahnstraßenregelung denkbar sei. „Es dürfen hier aber keinesfalls Parkplätze wegfallen“, erklärte eine Geschäftsfrau, die darauf hinwies, dass insbesondere ältere Kunden in der Nähe parken müssten. Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, mahnte, dass ein Aspekt in die Planungen aufgenommen werden müsse: „Wir benötigen dringend einen klaren Übergang von der Kölner Straße in den historischen Stadtkern. Er muss deutlich werden, wie man dort hinkommt.“

Das Treffen am Mittwochabend soll Startschuss weiterer Bürgerbeteiligungen sein. Fachdienstleiterin Christina Kutschaty will Anfang 2022 im weiteren Dialog ermitteln, wo die Lenneper Handlungsbedarf sehen. Anschließend werde die Bauverwaltung ein Maßnahmenkonzept entwickeln, das die Ortspolitiker 2023 verabschieden sollen. Es liefert die Planungsgrundlage für einen Umbauprozess, der langfristig angelegt ist.

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