Polizei und Verbraucherzentrale geben Tipps

Diese Passwörter bieten Sicherheit im Netz

Viele Websites geben ihren Nutzern beim Registrierungsprozess Tipps für ein sicheres Passwort.Symbolfoto: wey
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Viele Websites geben ihren Nutzern beim Registrierungsprozess Tipps für ein sicheres Passwort.

Bei der Vielzahl von Online-Konten auf verschiedenen Websites ist es mitunter schwierig, sich alle Passwörter zu merken.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Deshalb mag es zwar bequem sein, auf Standard-Zahlenreihen wie „12345678“ oder „11111111“ zurückzugreifen. Davon raten die Polizei und die Remscheider Verbraucherzentrale jedoch dringend ab. Zu leicht macht man es damit Cyberkriminellen, die an Zugangsdaten gelangen, Bankkonten plündern oder persönliche Daten abgreifen wollen. Die Experten geben Tipps, wie man das Leben Verbrechern möglichst schwermacht.

Was zeichnet ein gutes Passwort aus?

Im Grunde sind die Voraussetzungen für ein sicheres Passwort recht einfach: Es sollte mindestens zehn Zeichen lang sein sowie Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Außerdem raten Polizei und Verbraucherzentrale, nicht auf mehreren Portalen auf identische Codes zu setzen. Selbst Variationen, die sich leicht erraten lassen, sollten vermieden werden. Wer etwa bei Facebook auf das Passwort „Eb,kPIkadA“ setzt, sollte beim Mail-Konto nicht „Eb,kPlkadB“ wählen. Grundsätzlich gilt die Faustregel: „Je sensibler ein Zugang ist, umso mehr Sorgfalt sollte man bei der Auswahl eines starken Passworts gelten.“

Wie finde ich sicheres Passwort?

Eselsbrücken sind die Tipps von Polizei und Verbraucherzentralen: „Für den Bau eines Passworts sollte ein Satz überlegt werden, der einem immer wieder einfallen wird.“ Von den einzelnen Wörtern schnappt man sich jeweils die ersten Buchstaben und bildet daraus das Passwort. Ein Beispiel: Aus dem Satz „5 blaue, kleine Pferde lesen Kaffeesatz auf dem Ausflugsdampfer!“ wird das Passwort „5b,kPlKadA!“. Es bietet sich an, dass der Satz frei erfunden und kein Zitat ist. Ebenfalls raten die Experten davon ab, persönliche Angaben wie Namen, Geburtsdaten und Telefonnummern heranzuziehen. Denn die versuchen Cyberkriminelle häufig als Erstes aus, wenn sie sich Zugang zu fremden Konten verschaffen möchten.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Eine Frage stellt sich aber noch: Wie sollen sich Nutzer die zahlreichen Passwörter merken? Das geht zum einen, indem sie sich ihre Codes notieren. Das sollte allerdings auf jedem Fall an einem geschützten Ort geschehen – nicht auf einem Zettel am PC, nicht in der Brieftasche oder gesammelt im Kalender. Eine Alternative können auch sogenannte Passwort-Manager sein. Diese Software dient dazu, Passwörter zu verwalten und zu verschlüsseln. Aber Obacht: Für den Zugang zum Manager-Programm ist ebenfalls ein Passwort nötig. Dies sollte, weil es besonders sensible Daten schützt, mindestens 20 Zeichen lang sein und sich an den genannten Regeln orientieren.

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