Premiere im Rotationstheater

„Die Wunderübung“ zum Neustart im Rotationstheater

Die Bühne wird zum Therapieraum für Valentin (Marcus Mies) und Joana (Julia Karl). Der Paartherapeut (Andreas Strigl, l.) soll die beiden wieder zusammenbringen. Foto: Michael Schütz
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Die Bühne wird zum Therapieraum für Valentin (Marcus Mies) und Joana (Julia Karl). Der Paartherapeut (Andreas Strigl, l.) soll die beiden wieder zusammenbringen.

Mit einer Premiere soll der Lockdown im Rotationstheater am Samstag beendet werden

Von Sabine Naber

Remscheid. „Die Besucher sollen mit lachenden Augen aus dem Theatersaal kommen.“ Das wünscht sich Regisseur Oliver Scheemann, wenn er am kommenden Samstagabend zur Komödie „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer ins Lenneper Rotationstheater einlädt. „Eigentlich wollten wir schon Ende März starten. Jetzt hoffen wir, dass die Inzidenz nicht wieder steigt und wir am kommenden Samstag zu unserer Premiere einladen können“, sagt Scheemann.

In seinem neuen Stück, das er coronagerecht gekürzt hat, werden Profi-Schauspieler auf der Bühne stehen, auch kurze Gesangseinlagen wird es geben. Die Bühne wird zu einem Therapieraum umfunktioniert, in dem Joana (Julia Karl) und Valentin (Marcus Mies) in gebührender Entfernung von einander Platz nehmen zu ihrer ersten Sitzung.

Die Beziehung der Historikerin und des Luftfahrtingenieurs scheint an einem Tiefpunkt angelangt zu sein. Auf Wunsch von Joana soll der Paartherapeut (Andreas Strigl) die beiden wieder zusammenbringen. Das gestaltet sich allerdings mehr als schwierig. „Denn normalerweise gehen wir getrennte Wege. Darin sind wir geübt“, fasst Joana die eheliche Situation zusammen. Und Valentin ist sich sicher: „Wenn ich am Ende der Schuldige bin, dann ist das für meine Frau das perfekte Ergebnis dieser Therapie.“ Es wird gestritten, beleidigt und geschrien, aber dann kommt ein überraschender Wendepunkt.

Premiere musste wegen Corona zweimal verschoben werden

„Schon zweimal mussten wir die Premiere verschieben. Jetzt haben wir endlich wieder eine Perspektive“, sagt Scheemann. Und auch die Schauspieler verspüren einen vorsichtigen Optimismus. „Wir waren in der Corona-Zeit nicht ganz draußen, aber extrem limitiert“, sagt Marcus Mies. „Das war so, als ob man immer wieder kocht, ohne dass anschließend gegessen wird“, beschreibt Julia Karl die vergangenen Monate.

Das Rotationstheater hat sich gut auf die Wiedereröffnung vorbereitet. Eine Lüftungsanlage ist installiert worden, zwischen Bühne und Zuschauerraum wurde der Abstand vergrößert, gesungen wird hinter einer durchsichtigen Wand. Zunächst darf der Theatersaal nur zu 30 Prozent ausgelastet sein, 30 bis 35 Zuschauer dürfen ins Theater.

Premiere

Mit der Premiere „Die Wunderübung“ soll am kommenden Samstag, 12. Juni, der Lockdown im Lenneper Rotationstheater beendet werden. Die Vorstellung dauert 90 Minuten, beginnt um 20 Uhr, gespielt wird ohne Pause. Die nächsten Vorstellungen sind für Sonntag, 13. Juni, 18 Uhr und dem darauffolgenden Wochenende geplant.

Karten gibt es über: www.remscheid-live.de

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