Mein Blick auf die Woche

Das Freibad muss an den schönsten Tagen öffnen

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Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres blieb das Freibad Eschbachtal in dieser Woche geschlossen. Das darf nicht sein, findet RGA-Lokalchef Axel Richter. Das Freibad muss an solchen Tagen geöffnet sein. Anderenfalls brauchen wir es nicht.

Heute hat das Freibad geöffnet. Morgen auch. Immerhin sagt der Wetterdienst für das Wochenende einen Wechsel von Sonne und Wolken und Temperaturen von bis zu 29 Grad voraus. Geöffnet würde im Eschbachtal jedoch auch bei Schauern wie am Mittwoch und Donnerstag. Am bislang heißesten Tag des Jahres blieb das Bad dagegen geschlossen. Denn das war ein Dienstag. Und an Dienstagen ist das Bad geschlossen. An Montagen auch. Immer, denn so steht es im Dienstplan. Da kann das Wetter machen, was es will.

Der Stadt Remscheid beziehungsweise ihren Beschäftigten trug das in dieser Woche von den Bürgerinnen und Bürgern viel Kritik ein. Schließlich waren schon Tage im Voraus Temperaturen von bis zu 40 Grad vorausgesagt worden. Da sollte so viel Flexibilität möglich sein, das Freibad aller Dienstpläne zum Trotz zu öffnen. Dachten viele Remscheider und standen vor verschlossenen Toren.

Nichts anderes, und das steigerte den Zorn noch einmal, erlebte, wer im H2O Abkühlung suchte. So viele Gäste wollten dort eintauchen, dass die Damen am Einlass irgendwann niemanden mehr einlassen konnten.

Schon in früheren Sommern blieb das Freibad ausgerechnet an den schönsten Tagen des Jahres geschlossen. Dafür gab es jedoch jeweils bessere Gründe als einen Dienstplan, der „mit Vorlauf von der Stadt Remscheid abgesegnet werden muss“. Und dass wechselnde Öffnungstage unter den Badegästen „nur für Verwirrung“ sorgen, ist ein nicht minder schwaches Argument.

Etwas anderes gilt mit Blick auf die Personalsituation. Dem Freibad fehlen Mitarbeiter. Dass das Bad nicht an jedem Tag geöffnet sein kann, erschließt sich deshalb von selbst. Dazu braucht die Wasseraufbereitung viel Zeit, denn die Technik ist antiquiert und störungsanfällig.

Das alles lässt sich in diesem Sommer nicht mehr ändern. Ein Dienstplan allerdings schon.

Die allgemeine Personalnot wird der Stadt, ihren Beschäftigen, aber auch ihren Bürgerinnen und Bürgern noch ein hohes Maß an Flexibilität abverlangen. Anderenfalls stehen wir nach der millionenschweren Sanierung vor der absurden Situation, dass wir in Remscheid zwar über eines der schönsten Freibäder verfügen, aber nicht darin schwimmen dürfen. Und scheint die Sonne, wie am Dienstag, noch so heiß vom Himmel.

Das darf nicht sein. Das Freibad muss an den schönsten Tagen öffnen. Sonst brauchen wir es nicht.

Frischmarkt: Remscheider Familie vorsorgt mittlerweile die halbe Stadt mit Lebensmitteln.

Impfbereitschaft: Ärzte zählen in neuen Räumen nur zwei Erstimpfungen. Corona: War da nicht was?

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