Jugendhilfeausschuss gibt grünes Licht

Die städtische Kita Paulstraße wird zu einem Familienzentrum

Hier wanderte der Schlüssel im Januar 2019 von Gewag-Vorstand Heinz-Jürgen Behrendt (r.) an Einrichtungsleiterin Sandra Broich (v.). Archivfoto: Roland Keusch
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Hier wanderte der Schlüssel im Januar 2019 von Gewag-Vorstand Heinz-Jürgen Behrendt (r.) an Einrichtungsleiterin Sandra Broich (v.).

Die Einrichtung ist die 19. ihrer Art in Remscheid. 20.000 Euro finanziert das Land jährlich.

Von Andreas Weber

Remscheid. Eine Woche vor Weihnachten 2018 bezog die Kita Paulstraße ihr neues Domizil in Kremenholl, 120 Meter vom alten, sanierungsbedürftigen Gebäude entfernt, das seither leer steht. Am 16. März 2019 feierte die städtische Einrichtung dann seine Eröffnung in dem 2,4-Millionen-Objekt. Zwei Jahre später legt die Kita um Leiterin Sandra Broich und ihre Stellvertreterin Anja Bertram-Nippes nun einen drauf. Der Jugendhilfeausschuss segnete die nächste Stufe ab: Die Paulstraße darf zu einem Familienzentrum werden und sich zertifizieren lassen.

Für das Kita-Jahr 2021/22 erhält sie dafür vom Familienministerium eine Förderung. Dieses Jahr werden 10 000 Euro ausgezahlt, in den Jahren danach werden es jeweils 20 000 Euro sein. In Remscheid gibt es bereits 18 solcher Familienzentren. Diese bilden einen Knotenpunkt in einem Netzwerk, das Kinder individuell fördert und Familien berät und unterstützt. Ziel ist die Zusammenführung von Bildung, Erziehung und Betreuung mit Beratungsangeboten und Familienhilfen. Das erste deutsche Familienzentrum wurde 2001 in Berlin eröffnet. 2006 hatte in Nordrhein-Westfalen die Pilotphase für den landesweiten Auf- und Ausbau von Familienzentren begonnen. In Remscheid waren die Kitas Hackenberg und St. Marien die Ersten.

Das Ministerium legt bei der Auswahl sozio-ökonomische Auswahlkriterien zugrunde. Für die Stadt Remscheid bedeutete dies, dass sie Einrichtungen auswählt, die aufgrund des Sozialraums und des Einzugsgebiets und der Familien in der Einrichtung einen deutlichen Unterstützungsbedarf für erhöhte Bildungs- und Armutsrisiken aufweisen. Berücksichtigt wird bei den Überlegungen auch die Trägervielfalt.

Mit dem Neubau an der heutigen Adresse Paulstraße 12 hat sich die Gruppenzahl von zwei auf vier verdoppelt. 80 Kinder sind untergebracht im Alter von zwei bis sechs Jahren. Geöffnet hat die Kita Paulstraße in normalen Zeiten von 7 bis 16.30 Uhr.

Gewag hatte in den Bau auf dem Wiesengrundstück investiert

Mit dem Neubau einer viergruppigen Einrichtung entfloh die Paulstraße der Enge ihres 45 Jahre alten Stammgebäudes. Das freie Wiesengrundstück in Hanglage, auf dem mal Wohnbebauung gestanden hatte, war von Architekt Florian Böker auf einer 2900 Quadratmeter großen Fläche in eine zweigeschossige Kita verwandelt worden. Als Investor war die Gewag aufgetreten. Dezernent Thomas Neuhaus sprach damals von einer „Meisterleistung“. Das Ergebnis werte auch den Kremenholl insgesamt auf.

Landesförderung unterstützt Kindertagesstätten: Alltagshelfer entlasten das Kita-Personal in Remscheid

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