13.600 Quadratmeter werden erneuert

Der „Überflieger“ wird für Sanierungsarbeiten bald komplett gesperrt

Die Birgderkamper Brücke, im Volksmund „Überflieger“ genannt, wird für Sanierungsarbeiten bald komplett gesperrt. Foto: Roland Keusch
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Die Birgderkamper Brücke, im Volksmund „Überflieger“ genannt, wird für Sanierungsarbeiten bald komplett gesperrt.

Die TBR und der Landesbetrieb planen die Straßenbaustellen für 2022. Der „Überflieger“ wird sechs Wochen gesperrt.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Nach der Sanierung der Trecknase 2018 und dem Umbau der Kreuzung Ringstraße/Rader Straße, der Ende 2020 abgeschlossen wurde, könnte 2022 das zweite Jahr in Folge ohne die ganz große Baustelle und die damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen in Remscheid werden.

Abhängig sei das vor allem davon, was sich in den kommenden Monaten in Sachen Verkehrsknotenpunkt Eisernstein tut, erklärt Gunter Breidbach, zuständiger Bereichsleiter bei den Technischen Betrieben (TBR): „Wir warten auf den Bewilligungsbescheid für die Fördermittel.“ Doch auch wenn der nicht mehr früh genug für einen Baubeginn noch in diesem Jahr kommt, bleiben die TBR alles andere als untätig. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen sei die Erneuerung von rund 13.600 Quadratmetern Fahrbahndecke geplant, so Breidbach.

Zwei bis drei größere Straßen sollen so saniert werden. Welche es sein werden, haben die TBR zwar schon im Blick, Details werden aber erst nach Abschluss der Planungen bekanntgegeben. Stattfinden sollen die Arbeiten überwiegend in den Sommerferien, erklärt Gunter Breidbach. So will man die Behinderung des Verkehrs minimieren.

„Dazu machen wir uns schon so unsere Gedanken.“

Gunter Breidbach (TBR) zum Verkehrsknotenpunkt Eisernstein

Die Zeit bis zu den großen Ferien benötige man für die Planungen, vor allem aber für Absprachen mit den anderen Beteiligten und für die Ausschreibung. Trotz der angespannten Lage in der Bau-Branche sei man guter Hoffnung, Unternehmen für die anstehenden Arbeiten zu finden, sagt Breidbach: „Für solch umfangreichere Aufträge ist der Bieterkreis meist größer.“

Weiter laufen derweil die Arbeiten an Neuenkamper Brücke und Birgderkamper Brücke, dem sogenannten Überflieger. Nachdem zuletzt überwiegend im Inneren der Brücke gearbeitet worden sei, gebe es nun immer wieder Sperrungen einzelner Fahrstreifen für die Arbeiten außen an den Brücken, erklärt Breidbach: „Das ist ja eine eher unauffällige Baustelle.”

Anders werde das vermutlich, wenn der Überflieger gesperrt wird. Momentan gehe man von einer sechswöchigen Vollsperrung etwa um Ostern herum aus, sagt Breidbach. Dazu befinde man sich noch in Abstimmung mit der Deutschen Bahn, deren Gleise unter der Brücke verlaufen. Wer in dieser Zeit vom Zentralpunkt kommend in Richtung Innenstadt oder Hasten möchte, kann auf der Bismarckstraße unter der Neuenkamper Straße durchfahren und dann links abbiegen.

Nach den Sommerferien würde man sich gerne dem Eisernstein widmen, sagt Gunter Breidbach. „Dazu machen wir uns schon so unsere Gedanken.“ Voraussetzung dafür ist aber der Förderbescheid. Mindestens zwei Jahre soll der Umbau der eher unübersichtlichen Kreuzung zu einem Kreisverkehr dauern. Auch weil darunter viele Leitungen verlaufen, die verlegt werden müssen. Zudem müsse man abwarten, was sich am Friedrich-Ebert-Platz tut. Den Umbau des Busbahnhofs bestreiten Stadt und Stadtwerke gemeinsam.

Während sich die TBR insbesondere um kommunale Straßen kümmern, liegt die Verantwortung für die Bundes- und Landstraßen beim Landesbetrieb Straßenbau. Hier seien derzeit vier Maßnahmen für 2022 in Remscheid und Umgebung geplant, berichtet Pressesprecher Rainer Herzog. Auf der B 51 soll ein etwa 400 Meter langes Stück zwischen Engelsburg und Bergisch Born saniert werden, auf der Rader Straße ein etwa ebenso langes Stück auf der Brücke über die Wuppertalsperre Richtung Radevormwald. Zudem stehen Reparaturarbeiten an der B229 Höhe Lenneper Straße/Auf dem Knapp und in Lüttringhausen an der August-Erbschloe-Straße/ Ecke Kreuzbergstraße an.

Diese Baustellen seien voraussichtlich von eher kurzer Dauer, versichert Rainer Herzog, die genauen Termine seien aber noch nicht mit der ausführenden Firma und der Stadt abgestimmt. Vor allem aber warte man noch auf die Bekanntgabe des jährlichen Erhaltungsprogramms des Landes, betont der Pressesprecher. Es könnten im Laufe des Jahres also noch weitere Baustellen hinzukommen.

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