Gutscheine gibt es auch im Netz

Der Stadtgutschein nimmt weiter Fahrt auf

Keep-Local-Verkaufsleiterin Annerose Kiesel und ihr Team brachten unter anderem Aufkleber an den Geschäften an, so wie hier bei Möbel Knappstein, damit Kunden die Annahmestellen der Gutscheine erkennen. Foto: Doro Siewert
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Keep-Local-Verkaufsleiterin Annerose Kiesel und ihr Team brachten unter anderem Aufkleber an den Geschäften an, so wie hier bei Möbel Knappstein, damit Kunden die Annahmestellen der Gutscheine erkennen.

Team des Anbieters Keep Local besuchte die Stadt.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Mehr als 30 Händler, Gastronomen und Dienstleister sind bereits dabei – nun soll der Remscheider Stadtgutschein weiter Fahrt aufnehmen. Am Dienstag war die Firma Keep Local, die als technischer Anbieter hinter dem System steckt, mit einem Team in der Stadt unterwegs, um für den Gutschein zu werben, neue Annahmestellen zu gewinnen und die bestehenden mit Werbematerial auszustatten.

Verkaufsleiterin Annerose Kiesel und ihre Mitarbeiter, die extra dafür aus Frankfurt und dem saarländischen St. Wendel angereist waren, verteilten unter anderem Informationen, platzierten Aufkleber und schulten auch das Kassen-Personal im Umgang mit den Gutscheinen, die digital wie auf Papier daherkommen. Alles mit dem Ziel, den Stadtgutschein weiter zu etablieren und darüber Kaufkraft in der Region zu binden.

Unterstützt wird dieses Vorhaben von der IHK, der Dehoga und der Remscheider Wirtschaftsförderung. „Wir haben den Gutschein solide und erfolgreich eingeführt“, sagt deren Leiter Ingo Lückgen. „Nun gilt es, mehr Mitstreiter dafür zu finden.“ Auch Annerose Kiesel zeigt sich mit dem „richtig guten Start“ in Remscheid zufrieden, jetzt wolle man den Gemeinschaftsgedanken des Konzepts weiter vermitteln: „Wenn jeder mitmacht, bekommt das System automatisch Schwung. Und dann bleibt das Geld in der Stadt.“

Gutscheine gibt es auf Papier an Verkaufsstellen in Remscheid und rund um die Uhr im Netz

Bärbel Beck, Inhaberin des Modehaus Johann in Lennep, war es, die die Idee im Dezember letzten Jahres nach Remscheid brachte. Hinter der Firma Keep Local stehen der IT-Unternehmer Andreas Maurer und Heidi Houy, die als Modehändlerin eine Kollegin von Beck ist. Houy hatte sich einst geärgert, dass über in Tankstellen und an Supermarktkassen verkauften Geschenkgutscheinen Unsummen von Geld an große Konzerne statt in den regionalen Einzelhandel flossen – und Abhilfe geschaffen.

Das von ihr und Maurer entwickelte System beinhaltet sowohl Stadtgutscheine, die bei allen teilnehmenden Geschäften eingelöst werden können, als auch spezielle Gutscheine für einzelne Unternehmen. Beides gibt es entweder an verschiedenen Verkaufsstellen auf Papier oder rund um die Uhr im Netz. Dann zum Ausdrucken oder digital in einer eigenen Smartphone-App.

„Das Schöne ist, da kann jeder mitmachen.“

Heiderose Kiesel, Keep Local

„Das Schöne ist, da kann jeder mitmachen“, sagt Verkaufsleiterin Kiesel. Die technischen Voraussetzungen seien überschaubar, meist reiche ein Smartphone. „Das ist kein Hexenwerk.“ Zudem sei die Teilnahme kostenfrei. Nur beim Verkauf und beim Einlösen fallen Provisionen an.

Ein zusätzlicher Hebel ist zudem der sogenannte steuerfreie Sachbezug. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern statt Lohnerhöhungen oder Prämien Gutscheine von bis zu 44 Euro pro Monat überlassen. Darauf fallen, anders als beim Gehalt, weder Steuern noch Lohnnebenkosten an. In der saarländischen Heimat von Keep Local wird das bereits fleißig genutzt. Und bindet so mehr als eine Millionen Euro Kaufkraft jährlich in der Region. Auch Remscheider Firmen sollen das bald nutzen können. In der kommenden Woche schaut das Team des Gutscheinanbieters noch einmal in der Stadt vorbei. Dann soll der Schwerpunkt auf der Beratung von Arbeitgebern liegen.

Hintergrund

32 Annahme- und elf Verkaufsstellen für den Remscheider Stadtgutschein gibt es aktuell. Zu finden sind sie alle über die Internetseite des Anbieters, über die die Gutscheine außerdem auch online gekauft werden können.

keeplocal.de

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