Schnelles Internet

Der Glasfaser-Ausbau endet wenige Meter vor seinem Haus

An der Grenze vom weißen zum grauen Fleck: Michael Korpak zeigt in seinen Teil der Straße, der keine Glasfaser bekommt.
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An der Grenze vom weißen zum grauen Fleck: Michael Korpak zeigt in seinen Teil der Straße, der keine Glasfaser bekommt.

In Remscheid gibt es weiße und graue Flecken: Nicht jeder bekommt schnelles Netz.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Hier entsteht das flächendeckende Glasfasernetz der Zukunft“, versprach ein Plakat, das Michael Korpak vor einigen Wochen in der Nähe seines Hauses in Struck entdeckte. Die anfängliche Freude währte nur kurz, eine kurze Recherche ergab: Nahezu die gesamte Siedlung östlich der Intzestraße wird mit schnellem Internet versorgt - bis zum Kreisel an der Grundschule. Korpaks Straße, der Teil der Straße Struck, an dem die Häuser 26 bis 45 stehen, allerdings nicht. Denn der Bereich ist zwar nicht gut versorgt, aber auch nicht schlecht genug.

„Würde ich im Homeoffice arbeiten, hätte ich ein Problem“, sagt Korpak. Doch auch für die rein private Nutzung sei die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit kaum geeignet, Livestreams, zum Beispiel von Fußballspielen, würden immer wieder abreißen. Zu manchen Tageszeiten ergebe der Speedtest Downloadgeschwindigkeiten unter 10 Mbit.

Dass Michael Korpak und seine Nachbarn vorerst trotzdem keinen Glasfaseranschluss bekommen, liege daran, dass der Teil der Straße kein weißer, sondern ein grauer Fleck ist, erklärt Christian Marré, Gigabitkoordinator der Stadt. Mit dem aktuellen Ausbau würden Bereiche mit unter 30 Mbit erfasst, die sogenannten weißen Flecke. Der untere Teil der Straße Struck, an der Michael Korpak wohnt, ist zwar weit vom aktuellen Standard Gigabit entfernt, liegt aber auch deutlich über 30 Mbit, ist also ein grauer Fleck.

Auch dafür gebe es ein Förderprogramm, sagt Marré, aktuell aber nur eines für Bereiche zwischen 30 und 100 Mbit erfasst. „Nächstes Jahr fällt diese Grenze, dann gilt alles unter 1 Gigabit als grauer Fleck.“ Darauf warte die Stadt, um dann, nach Erfassung und Ausschreibung, voraussichtlich 2024 mit dem Ausbau der dieser Bereiche zu beginnen.

Lesen Sie auch: Breitbandausbau kommt in Remscheid kaum voran

So lange will sich Michael Korpak aber nicht gedulden. Dank eines Hinweises von Christian Marré erfuhr er, dass er bei einem anderen Internetanbieter eine bessere Verbindung bekommen kann, zudem investiert er in neue Hardwarekomponenten. Einen Erfolg kann er schon verbuchen: eine Downloadgeschwindigkeit von über 30 Mbit.

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