Vorsitzender wird abgelöst

Denkerschmette wird von Trio geführt

Die Einrichtung in der Denkerschmette hat zwei Jahrzehnte auf dem Buckel: Der Charme der Nachkriegszeit weht an jeder Ecke durch den Kulturtreff in der Kippdorfstraße 27 in Kremenholl. Nach monatelanger Pause geht es nun mit dem Programm weiter und mit neuen Machern, vorgestellt von Reinhard Ulbrich (l.) und Christa Müller (r.): Fritz Beinersdorf, Maximilian Süss und Joachim Hartenstein. Foto: Roland Keusch
+
Die Einrichtung in der Denkerschmette hat zwei Jahrzehnte auf dem Buckel: Der Charme der Nachkriegszeit weht an jeder Ecke durch den Kulturtreff in der Kippdorfstraße 27 in Kremenholl. Nach monatelanger Pause geht es nun mit dem Programm weiter und mit neuen Machern, vorgestellt von Reinhard Ulbrich (l.) und Christa Müller (r.): Fritz Beinersdorf, Maximilian Süss und Joachim Hartenstein.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Nachfolge von Reinhard Ulbrich ist geklärt – Mitglieder müssen auf Hauptversammlung ihr Votum abgeben

Remscheid. Die Nachfolge im Vorstand der Denkerschmette ist geregelt. Vorsitzender Reinhard Ulbrich stellte dem RGA in dem nostalgischen Treff mit Fritz Beinersdorf, Joachim Hartenstein und Maximilian Süss seine Ablösung vor. Es ist ein illustres und sich gut ergänzendes Trio, das die Führungsarbeit fortsetzen wird.

Ex-OB Ulbrich hatte schon vor einem Jahr angekündigt, kürzerzutreten. Erst fand sich Joachim Hartenstein, den Ulbrich aus dem Vorstand des Sportbundes bestens kennt. Über das Vorstandsmitglied des RTV war es nicht weit bis zu Eventveranstalter Maximilian Süss, der in der ehemaligen RTV-Gaststätte das „Löf“ betreibt. „Dann ist mir Fritz Beinersdorf eingefallen, den ich als kulturverbundenen, gut vernetzten, streitbaren, aber auch fröhlichen Menschen kenne“, freut sich Ulbrich auch über diese Personalie.

Voraussetzung für den Wechsel ist das Mitgliedervotum bei den Neuwahlen auf der Hauptversammlung. Diese soll im Oktober/November in der Kippdorfstraße 27 stattfinden. Derweil darf angesichts des drastisch gesunkenen Inzidenzwertes der Kulturbetrieb langsam hochgefahren werden.

Denkerschmette ist wahrscheinlich bundesweit die einzige ihrer Art

Am 17. Juli (15 Uhr) wird der Verein 20 Jahre Denkerschmette Revue passieren lassen. Gegründet im Mai 2001, entwickelte sich die Lokalität mit der „Wohnzimmergemütlichkeit aus den 1950er Jahren“ (Beinersdorf) zu einer Stätte der Diskussionskultur und beliebten Anlaufstelle für Senioren. Ulbrich ist sich sicher: „Bundesweit wird es eine weitere solche Institution mit einem derart vielfältigen und von Ehrenamtlern getragenen Monatsprogramm nicht geben.“

Früher waren in dem rund 60 qm großen Erdgeschosslokal ein Architekturbüro, ein Blumenladen und das Café Kotthaus gewesen. Aus dem ersten Arbeitstitel für den Vereinstreff, „Philosophen-Eck“ erwuchs „Schmiede“, schließlich „Schmette“, weil sich auch Remscheider Platt in dem Namen wiederfinden sollte.

20 Jahre später wird mit dem Wechsel vieles, aber längst nicht alles beim Alten bleiben. Die neuen Führungsköpfe haben bereits zusammengesessen und erste Ideen produziert. „Klar ist, dass die bewährten Formate für Senioren beibehalten werden“, fasst Beinersdorf zusammen. Von der Sitz-Gymnastik bis zum Skat. Die drei Mitstreiter könnten sich vorstellen, dass der Presseclub, in dem früher zu lokalen Themen hart debattiert wurde, wiederbelebt wird. „In welcher Form, müssen wir sehen“, meint Fritz Beinersdorf.

Schach, Sport und Gesundheit - alles findet in der Denkerschmette seinen Platz

Die Multi-kulti-Gesellschaft Remscheids soll mehr Augenmerk im Monatsprogramm erhalten. Joachim Hartenstein verspricht: „Sport und Gesundheit werden wir als RTV einbringen.“ Gedacht ist genauso an körperliche Ertüchtigung wie Vorträge. Maximilian Süss, der in Corona-Zeiten das Kunst- und Kulturprojekt aufgebaut hat, könnte sich Ausstellungen, Konzerte von Singer-/Songwritern, aber auch Spieletreffen vorstellen. Denkbar ebenso, dass die Plattenbörse, die sich im „Löf“ etabliert hat, mal in die Denkerschmette ausweicht. „Flohmärkte haben wir ja auch hier veranstaltet“, überlegt Reinhard Ulbrich.

Interesse haben die Lenneper Schachfreunde bekundet, die eine neue Unterkunft suchen, um zu trainieren und Turniere auszurichten. „Schach passt exakt zur Denkerschmette“, findet Reinhard Ulbrich, der mit Christa Müller das letzte verbliebene Urgestein in der Denkerschmette ist. Müller wird sich im Herbst zwar aus dem Vorstand zurückziehen, dem Verein aber als ehrenamtliche Helferin erhalten bleiben. Genau wie Reinhard Ulbrich. Weitere Helfer werden im Übrigen noch dringend gesucht ( Tel. 589 202).

Termine

Ab 1. Juli findet wieder Skat und Sitz-Gymnastik in der Denkerschmette statt. Tags darauf beginnt um 19 Uhr die Vernissage der Künstlerin Claudia Fey. Und am Samstag, 3. Juli, ist um 15 Uhr offizielle Wiedereröffnung nach langer Corona-Durststrecke mit einem bunten Nachmittag. Am 17. Juli (15 Uhr) wird 20 Jahre Denkerschmette gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft

Kommentare