Schandfleck verschwindet

Anwohner in der Aue atmen auf: Bagger ebnet das Geisterhaus ein

Das Geisterhaus in der Aue wurde abgerissen. Foto: Thomas Elsen
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Das Geisterhaus in der Aue wurde abgerissen.

Das Fachwerkgebäude hatte mehr als ein Jahrzehnt leergestanden.

Remscheid. Das Geisterhaus in der Aue ist abgerissen. Weit mehr als ein Jahrzehnt stand das Fachwerkhaus mit der Hausnummer 8 leer, nachdem zuvor dort einmal eine Mutter mit ihren drei Söhnen gelebt hatte. Dem Verfall preisgegeben, nervte es am Ende die Anwohner nur noch als Schandfleck in der idyllisch gelegenen Ortschaft.

Eine Woche dauerte es, das 550 Quadratmeter große Grundstück von der nicht mehr verkehrssicheren Immobilie zu befreien, die zu einem gefährlichen Abenteuerspielplatz hätte werden können. Für die Nachbarn entwickelte sich die Einebnung zu einer interessanten Abwechselung und vielbestaunten Attraktion. Nachdem am Ende auch viele im Keller befindliche Ziegel weggekarrt worden waren, stand ein Aufatmen. Der Dank der Anwohner geht an Bezirksbürgermeister Otto Mähler, der sich nach einem Ortstermin im Januar bei der Bauverwaltung starkgemacht hatte, nachzuhaken, wie mit der maroden Immobilie und deren Sicherheit umgegangen wird. Der Düsseldorfer Eigentümer, Teil einer dreiköpfigen Erbengemeinschaft, stand danach im Austausch mit der Stadt und entschied sich für den Abriss. -AWe-

Unser Artikel vom 13. Juni 2021

Dem Verfall preisgegeben: „Geisterhaus“ ärgert Anwohner in der Aue

Norbert Schmitz spricht von einem „Geisterhaus“ mitten in Aue, der Ortschaft im Morsbachtal.

Von Andreas Weber

Seit Jahren dem Verfall preisgegeben: das Fachwerkhaus in der Aue, das nicht mehr ins dörfliche Bild passen will.

Remscheid. Eingezäunt sei das einst urige Fachwerkgebäude zwar, meinte der CDU-Politiker in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, aber es wirke stark einsturzgefährdet. Offene Fenster könnten dazu einladen, unerlaubt einzusteigen. Von der Verwaltung wollte Schmitz wissen, was man gegen die Hausruine tun könne. BV-Vorsitzender Otto Mähler (SPD) konnte mit ein paar Informationen dienen. Denn Mähler war bereits Anfang des Jahres von Anwohnern gebeten worden, sich vor Ort selbst ein Bild von dem unschönen Anblick zu machen. Auch die Nachbarn sähen den Schandfleck am liebsten abgerissen.

Für Mähler ist diese Forderung verständlich. Die Bitte reichte er an die Bauverwaltung der Stadt weiter. Was Mähler den Bezirkspolitikern berichten konnte, war, dass es wohl etwas gedauert habe, bis man die Eigentümerin schließlich ausfindig gemacht habe. Die soll in Düsseldorf leben. Fachdienstleiter Jörg Schubert erklärte dem RGA, dass die Stadt auf Hinweis von Mähler Ende März einen Bauprüfer rausgeschickt habe, um den Zustand der maroden Immobilie zu bewerten, die die Gefahr birgt, zu einem Abenteuerspielplatz zu werden. Abreißen oder wieder sanieren? In der Bezirksvertretung berichtete Otto Mähler, „es heiße, die Besitzerin wolle nun abreißen lassen“.

Das kann Jörg Schubert so nicht bestätigen. Er drückt sich diplomatisch auf: „Wir haben das Objekt auf dem Schirm. Im Rahmen unserer pflichtgemäßen Ermessensausübung haben wir als Bauaufsicht zur Feststellung der öffentlichen Sicherheit entsprechende Maßnahmen eingeleitet.“

Der Hardtpark neben dem Edeka-Gebäude gilt als grüne Lunge Lenneps. Doch die Idylle in der Grünanlage werde getrübt, deutete Tanja Kreimendahl (CDU) kürzlich im Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit an. Ihr Verdacht: Es handele sich mittlerweile um einen „leichten Drogenumschlagplatz“.

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