Weitere Sanierung des Denkmals

Das wünscht sich der Förderverein für Haus Cleff

Beatrice Schlieper (70) ist Vorsitzende des Fördervereins und kennt das Haus schon lange. Fotos: Roland Keusch
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Beatrice Schlieper (70) ist Vorsitzende des Fördervereins und kennt das Haus schon lange.

Die Vorsitzende Beatrice Schlieper über die Ideen für ein Konzept und die weitere Sanierung des Denkmals.

Das Gespräch führte Melissa Wienzek

Frau Schlieper, was fühlen Sie, wenn Sie vor Haus Cleff stehen?

Beatrice Schlieper: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich dieses wunderschöne Haus sehe. Und jetzt, da die Einrüstung weg ist, sieht man einfach, dass es das schönste Haus ist, das wir in Remscheid haben. Ich bin froh, dass wir schon so weit mit der Sanierung gekommen sind.

Wie ist denn der aktuelle Stand der Bauarbeiten?

Schlieper: Das Gerüst ist weg, ein Teil der überarbeiteten Schlagläden ist wieder dran, außen ist bis auf Kleinigkeiten alles fertig. Wunderschön geworden ist auch der Eingang. Die Türen kommen wohl nächstes Jahr. Der Austausch zwischen uns als Förderverein mit dem Architekten sowie mit Anja Klein und Renate Falkenberg von der Stadt ist übrigens super. Jetzt ist zu schauen, was im Inneren gemacht wird. Da müssen wir in die Pötte kommen.

Gibt es denn schon ein Konzept für den Innenausbau?

Blick ins Innere: So sieht es aktuell im ersten Obergeschoss von Haus Cleff aus. Die Wände werden mit Weidenästen, Stroh und Lehm verschlossen.

Schlieper: Ich sage mal so: Es gibt schon seit längerer Zeit Vorschläge. Diese sind auch der Begleitkommission, die schon einmal getagt hat, vorgelegt worden. Ich sehe das aber nicht als Konzept, sondern nur als Empfehlungen an. Eine dieser Ideen besagt, dass das Haus von hinten zu betreten sein soll, was aber überhaupt nicht zu verstehen ist. Es macht wenig Sinn, so ein wunderschönes Haus durch den Dienstboteneingang betreten zu lassen, anstatt die Gäste wie Gäste zu empfangen. Das habe ich auch beim Kulturdezernenten angesprochen, er hat das Thema schon in Gespräche mitgenommen. Innen sollen, so sagen die Angebote, Zimmer für Erbauer Hilger, Bürgermeister Sonntag, die Cleffs und die Ingenieure, die für die Firma Glockenstahl Lindenberg gearbeitet haben, geben, die sich mit diesen Bewohnern auseinandersetzen. Wie das aussehen soll, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob wir Exponate dafür haben. Das müssten wir den Museumsleiter fragen. Im ersten Obergeschoss, wo früher die Arntz- und Hasenclever-Sammlung war, soll im großen Raum ein Trauzimmer eingerichtet werden mit verschiebbaren Innenwänden, wo auch wechselnde Ausstellungen stattfinden sollen. Es soll auch wieder Hasenclever gehängt werden. Wer mir vollkommen fehlt, ist Teo Otto. Von ihm ist gar keine Rede mehr. Im zweiten Obergeschoss, das über eine sehr schmale Treppe begehbar sein müsste – es sei denn, man würde viel Geld ausgeben und einen Aufzug vom ersten ins zweite Obergeschoss bauen–, möchte man etwas zur Baugeschichte machen. Da sehe ich viele unterschiedliche Dinge, die noch keinen Zusammenhang ergeben. Das müssen die Kommission und die Profis von Szenario nun klären.

„Ich habe mir jeden Winkel und jede Dachkammer erlaufen.“

Beatrice Schlieper

Aus wem setzt sich die Kommission zusammen?

Schlieper: Bis jetzt aus dem Kulturdezernenten, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, dem Leiter des Historischen Zentrums, dem Architekten für ,Dach und Fach‘ sowie Vertretern und Vertreterinnen der Ratsfraktionen, einem Vertreter des LVR. Beim nächsten Mal soll zudem ein Vertreter der Firma Szenario dazukommen, die für das ,Konzept‘ verantwortlich ist.

Sie haben in früheren Sitzungen des Kulturausschusses bemängelt, dass in der Kommission nur wenige zusammenkommen, die sich mit dem Haus auskennen.

Schlieper: Ja, und da bleibe ich auch bei. Herr Wiertz hängt wirklich mit Herz und Seele an diesem Haus. Aber die Leute, die tatsächlich ausgewiesene Profis sind, sind rar. Die meisten Politikerinnen und Politiker haben das Haus zwar mal gesehen, wissen aber nicht viel darüber. Das ist nicht böse gemeint, ist aber so.

Sanierung vom Haus Cleff

Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.
Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein. © Roland Keusch

Sie kennen das Haus gut, denn Sie sind Vorsitzende des Fördervereins. Was wünschen Sie sich für das Haus?

Schlieper: Ich habe mir jeden Winkel und jede Dachkammer anhand von Plänen erlaufen. Dabei habe ich mich in das Haus verguckt. Ich wünsche mir, dass man das Potenzial von Haus Cleff heraushebt. Und dass man jetzt nicht einfach dahergeht und sagt: Wir müssen irgendwas dort reinmachen. Wir müssen uns zuallererst eine Frage stellen: Warum soll ich in dieses Haus kommen? Daraus ergibt sich auch die Frage nach der Klientel. In dem ,Konzept‘ heißt es, es soll ein Haus für alle Altersgruppen sein. Das kann ich nicht sehen. Haus Cleff ist nur ein Teil eines größeren Konzeptes, zu dem auch das Deutsche Werkzeugmuseum und das Haus Berger gehören. Es soll sich eine ganze Menge ändern, und das ist auch gut so. Aber solange das Gesamtkonzept nicht da ist, steht Haus Cleff für sich allein. Hier haben unterschiedliche Menschen gelebt, Dinge verändert. Wollen wir wieder ein Museum wie damals machen? Nein, wollen wir eigentlich nicht. Ich fände es gut, wenn wir eine gute Mischung hinbekommen aus Geschichte, Sozialem, dem Leben damals. Ich würde mir wünschen, das Papiertheater ins Haus zu holen. Und auch den Park einzubinden. Er bietet Potenzial für Veranstaltungen. Und dass wir wieder Baustellenführungen machen dürfen.

Zur Person

Beatrice Schlieper (70) stammt aus dem Oberbergischen, lebt seit fast 40 Jahren in Remscheid. Sie führte einst eine Sprachschule, war Hausfrau und zog drei Kinder groß. Vor gut 40 Jahren kam sie das erste Mal ins Haus Cleff. 16 Jahre war sie Fraktionssprecherin der Grünen und ist Sprecherin im Kulturausschuss. Heute ist sie Vorsitzende des Fördervereins, der übrigens den Schädlingsbefall entdeckte. Seit 2013 ist daher Haus Cleff geschlossen.

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