Historisches Foto

Welche Abzweigung suchen wir heute?

Welche Abzweigung im Herzen der Stadt suchen wir heute?
+
Welche Abzweigung im Herzen der Stadt suchen wir heute?

Das Rätselfoto der Vorwoche war auch wegen des Standorts des Fotografen gut zu erkennen

In dieser Woche suchen wir eine Abzweigung im Herzen der Stadt, die sich in den vergangenen Jahren aber schon deutlich verändert hat. Das gilt für die Straßenführung wie für die umliegenden Gebäude. Erkennen Sie sie trotzdem? Schicken Sie Ihre Lösung bis Donnerstag, 9. September, gerne verbunden auch mit Ihren persönlichen Anekdoten, an: RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; E-Mail: redaktion@rga.de.

Das historische Foto der vergangenen Woche: An der Gastwirtschaft wurde die Straßenseite gewechselt

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Historisches Foto mit aktuellem Bezug: Unser Rätselbild der vergangenen Woche zeigt zwar „nur“ eine der vielen Straßen Remscheids, doch der Ort, an dem Fotograf dabei stand, ist gerade wieder in aller Munde. „Das aktuelle Historische Foto zeigt die Ludwigstraße in der Remscheider Innenstadt mit der Kreuzung auf die Nordstraße, aufgenommen vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium oder kurz EMA auf der Elberfelder Straße“, schreibt zum Beispiel Thorsten Wolff – und liefert den aktuellen Bezug gleich mit: „Im Moment läuft eine Initiative, die EMA aufgrund der Vorgeschichte von Ernst Moritz Arndt umzubenennen, im Rat der Stadt Remscheid und der Schule laufen gegenwärtig die Beratungen.“

1974 machte unser Fotograf dieses Bild aus dem Gebäude des EMA.

Das EMA hat auch Kornel Paschmann erkannt – obwohl er eine andere Schule besucht hat: „Ich selbst bin auf das Leibniz-Gymnasium gegangen“, schreibt er uns. Und: „Mein Bruder und ein guter Freund auf die EMA.“ Eine weitere Erinnerung an seine Jugend liegt quasi im Rücken des Fotografen des Rätselfotos: „Wenn wir vom Leibniz-Gymnasium mittags zum Ebert-Platz liefen, um dort in den Bus 18 zur VÖMIX zu steigen, glotzten wir manchmal durch das Fenster im RGA-Gebäude in dessen Keller, wo die riesige blaue Druckmaschine ratterte, und am Fließband frisch gedruckte und gefaltete Tüpitter ausspuckte.“ Später zog die RGA-Druckerei dann ins Industriegebiet Ueberfeld um.

Paschmanns Zuschrift erreicht uns aus Karlsruhe, wohin seine Familie bereits 1970 umzog. Und er ist nicht der einzige „Auswärtige“, der Ludwig- und Nordstraße erkannt hatte. So schrieben uns Esther Garbe aus Wanne-Eickel, Wolfgang Kunze aus Köln, Heribert Wurth aus Kamp Lintfort und Rolf Geese aus Hückeswagen. Alle mit der richtigen Lösung.

Ein weiterer markanter Punkt – neben der eigentlich gar nicht auf dem Bild zu sehenden Schule – ist offensichtlich eine Gaststätte, die viele erkannt haben: „Auf der rechten Seite war Witwe Bolte beziehungsweise Max&Moritz, beim letztgenannten hatte man an Wochenenden noch die Möglichkeit, bis spät abends oder früh morgens, in der Regel nach der Disco, noch eine warme Mahlzeit zu bekommen“, schreibt zum Beispiel Daniel Sieper. Eine ganz andere Beziehung zu dem Lokal hatte hingegen Angelika Boettcher, die übers Witwe Bolte schreibt: „Eine Gastwirtschaft, die ich als Kind, von meiner konservativen Mutter aufs Höchste verpönt, nur auf der anderen Straßenseite passieren durfte.“

47 Jahre später ist der Straßenzug noch gut zu erkennen, die meisten Gebäude stehen noch.

Noch mehr hat Stephan Schmitz über die Geschäftswelt in der näheren Umgebung zu berichten. „Gut zu erkennen im Hintergrund sind die Werkshallen der Schlitt- und Rollschuhfabrik Polarwerke und der in aller Welt bekannten Firma Engels und Sieper KG, deren Stammwerk in Hasten war“, schreibt er. Zudem weiß er, dass dort in der spitzen Kehre das in den 20er- und 30er-Jahren bekannte Restaurant von Hugo Bertram zu finden war: „Dessen Sohn Hans Bertram wurde 1906 in der Nordstraße geboren und wurde später ein berühmter Asienflieger, Schriftsteller und Regisseur.“ Bertram hatte neben seiner Lehre auf Hamburger Schiffswerften die Flugschule besucht, später machte er als Filmemacher Karriere in Nazi-Deutschland, ehe er 1942 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen wurde.

Außerdem erinnert Sieper an „die weit über Remscheid hinaus bekannte Tanzschule Wieber“ an der Ludwigstraße. Die hat auch Helmut Schucht erkannt und schreibt dazu: „Sie bringen vielen Remscheidern das Tanzen bei.“

Die richtige Lösung wussten auch Brigitte Herbertz, Rainer Sappok, Anke Rösner, Ulrich Hager, Jürgen Winter, Bettina Becker, Alexander Opitz, Dieter Prill und Klaus Bothe.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Corona: Mobiles Impfen in der City und in Lennep - Inzidenz liegt weiter bei 58,3
Corona: Mobiles Impfen in der City und in Lennep - Inzidenz liegt weiter bei 58,3
Corona: Mobiles Impfen in der City und in Lennep - Inzidenz liegt weiter bei 58,3
Polizei sucht Zeugen: Brandstifter verursacht 50.000 Euro Schaden in leerstehender Wohnung
Polizei sucht Zeugen: Brandstifter verursacht 50.000 Euro Schaden in leerstehender Wohnung
Polizei sucht Zeugen: Brandstifter verursacht 50.000 Euro Schaden in leerstehender Wohnung
Keine Mehrheit im Rat: Remscheid bleibt ohne Namenszusatz
Keine Mehrheit im Rat: Remscheid bleibt ohne Namenszusatz
Keine Mehrheit im Rat: Remscheid bleibt ohne Namenszusatz
Wird Remscheid am Donnerstag zur Werkzeug- und Röntgenstadt?
Wird Remscheid am Donnerstag zur Werkzeug- und Röntgenstadt?
Wird Remscheid am Donnerstag zur Werkzeug- und Röntgenstadt?

Kommentare