Im Allee-Center

Polizei gibt Tipps: Das hilft gegen Taschendiebstähle

„Augen auf und Tasche zu“ heißt die Aktion der Polizei. Hier informiert Dieter Jakobi (r.) Besucher im Center.
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„Augen auf und Tasche zu“ heißt die Aktion der Polizei. Hier informiert Dieter Jakobi (r.) Besucher im Center.

Alle Jahre wieder wird es voll in den Innenstädten. Das ruft Kriminelle auf den Plan.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Das ist natürlich ein Nährboden für Taschendiebe“, sagt Michael Schroer. Und deswegen hat der Polizeikommissar am Montag im Allee-Center Stellung bezogen, um Passanten auf das Thema aufmerksam zu machen. Mit Tipps, Hinweisen und Flyern. Aber auch mit Lob.

Denn viele Besucher an diesem Vormittag im Center machen schon einiges richtig, hat Schroer beobachtet. Weil sie ihre Handtaschen vor dem Bauch tragen, auf ihre Einkaufstaschen achten und das Handy eben nicht aus der Gesäßtasche herausragt. „Es scheint, als ob die Kampagnen der letzten Jahre etwas bewirkt hätten“, ist der Hauptkommissar zumindest ein bisschen zufrieden.

Aber es gibt eben auch noch die anderen. Bei denen das Portemonnaie aus der Jacke lugt. Und die Handtasche locker im Korb des Rollators liegt. Vielleicht sei über die vergangenen zwei Jahre mit Corona und ohne Gedrängel in der City einiges an Vorsicht verloren gegangen, überlegt Schroer. Vielleicht würden manche aber auch glauben, dass sie den Diebstahl rechtzeitig bemerken würden.

Eine Einstellung, vor der Michael Schroer und Dieter Jacobi nur warnen können. Jacobi, pensionierter Polizist und nun ehrenamtlicher Seniorensicherheitsberater, ist ebenfalls ins Center gekommen, um aufzuklären. Er berichtet von den Tricks der Banden: „Die Leute werden abgelenkt, durch Anrempeln oder Ansprechen zum Beispiel oder auch, indem man hilfsbereit ist und die Tür aufhält.“ Sekunden würden ausreichen – schon seien Geldbörse oder Mobiltelefon weg. „Das merken Sie gar nicht.“

Die Diebe seien oft in Banden organisiert, erklärt Michael Schroer. Potenzielle Opfer würden kurz ausbaldowert, nach der eigentlichen Tat werde das Diebesgut meist schnell weitergegeben. Gelegentlich würden auch mit scharfen Klingen Taschen aufgeschnitten, so der Kommissar: „Das bekommt niemand mit, wenn das Portemonnaie nach unten weggleitet.“

Mehr als 1700 Taschendiebstähle hat die Polizei im Städtedreieck im Vorjahr registriert, bundesweit waren die Zahlen zuletzt rückläufig, wohl auch wegen Corona. Die Aufklärungsquote lag deutschlandweit 2021 laut Polizei bei gerade mal 6,3 Prozent. In den meisten Fällen können die Täter also entkommen. Mit Geld, Bankkarten und Handy.

Deswegen sei es so wichtig, vorzusorgen und aufzupassen, betonen Schroer, Jacoby und die anderen Beamten aus Abteilung für Prävention und Opferschutz. Wertsachen sollten eng am Körper, möglichst in verschließbaren Innentaschen, getragen werden, raten sie. Umhängetaschen vor dem Bauch oder unter dem Arm eingeklemmt, Rucksäcke im Gedränge ebenfalls vor dem Körper. Zudem könne es helfen, Bargeld, Karten und Ausweise getrennt aufzubewahren. Und für den Fall der Fälle sollte man seine Bankdaten und die Daten des Handys griffbereit haben, um sofort eine Sperrung einzuleiten.

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