Open-Air-Reihe auf dem Schützenplatz

Festivalgelände für „Liebe und Musik“ nimmt Konturen an

Er sorgt dafür, dass das Festival den komplexen Anforderungen gerecht wird: der technische Leiter Oliver Osterburg (Backoffice). Foto: Roland Keusch
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Er sorgt dafür, dass das Festival den komplexen Anforderungen gerecht wird: der technische Leiter Oliver Osterburg (Backoffice).
  • Andreas Weber
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Oliver Osterburgs „Backoffice“ löst die komplexen Herausforderungen der Technik

Remscheid. Die schwarzverhüllte Bühne steht wie ein Monument. Elf Meter hoch, zwölf Meter breit, elf Meter tief, flankiert links und rechts von zwei Gerüsten, an denen riesige LED-Screens auch Besuchern in den hinteren Reihen beste Sicht auf das Konzertgeschehen verschaffen. Drei Kameras werden das Geschehen einfangen. Die rund 120 automatischen Scheinwerfer an den Traversen werden eine spektakuläre Licht-Dramaturgie liefern, auch die Beschallung genügt höchsten Ansprüchen.

Seit Montag sorgt der Berliner Oliver Osterburg als Chefplaner mit seinem Team dafür, dass das Festivalgelände auf dem Schützenplatz Konturen annimmt. Nachdem der Eventgarten abgebaut war, schließt sich Teil 2 des Veranstaltungsmarathons an. Mit Messen, Markieren und Einzäunen des 120 mal 90 Meter großen Areals ging es zu Wochenbeginn los.

Unter dem Dach „Liebe und Musik“ treten vierzehn Künstler und Bands bis zum 8. September auf. Veranstalter ist Sebastiao Pembele. Er schwärmt von der Fläche. Sie sei ein Geheimtipp. „Remscheid besitzt einen Superplatz mit riesigem Potenzial. Solche Flächen für Open Air sind rar.“ Dass diese mit Leben gefüllt werden, dafür steht das Büro „Backoffice“. Osterburg, Meister für Veranstaltungstechnik, ist dreißig Jahre im Geschäft. Komplexe Herausforderungen für Licht, Bild, Ton sind sein Ding.

Kasalla, die Söhne Mannheim und Gentleman sind beim Festival dabei

Und mit der passgenauen Umsetzung der immensen bürokratischen Anforderungen in puncto Sicherheit kennt er sich auch bestens aus. Was hier in Remscheid ab heute (19 Uhr, Benefizkonzert für die Flutopfer) den Zuschauern geboten werde, sei „das große Besteck“, bemerkt der 50-Jährige anerkennend und lobt den Mut von Pembele in diesen höchst schwierigen Zeiten, ins Risiko zu gehen. „Ziel ist es ja, hier auf Dauer ein Festival mit einem exzellenten Ruf zu etablieren“, sagt Osterburg.

Damit die Söhne Mannheims, Gentleman, Milow, Brings und Kasalla loslegen können, muss der Rahmen stimmen. „Das Hygienekonzept umfasst 40 Seiten, 50 Seiten hat das Sicherheitskonzept und auch der Brandschutz muss genauestens durchdacht sein.“ Oliver Osterburg ist ein gechillter, höchst professioneller Typ, der die Kriterien im freundlichen Dialog mit den Behörden detailgenau abarbeitet. „Deshalb gehe ich fest davon aus, dass wir bei der Endabnahme heute Morgen keine Probleme haben werden.“ Eine 30-köpfige Security-Truppe sorgt dafür, dass alles geordnet abläuft.

Remscheid besitzt einen Superplatz mit riesigem Potenzial.

Sebastiao Pembele, Veranstalter

Tausend Besucher finden maximal unter Coronabedingungen auf dem Festivalgelände Platz. Gentleman ist ausverkauft, Torsten Sträter läuft blendend. Ursprünglich sollten die Menschen durch „Coca-Cola-Lounges“ mit Getränkekisten getrennt werden. Weil bundesweit keine Kisten mehr aufzutreiben sind, die Lösung teuer gewesen wäre, hat sich Sebastiao Pembele für sichtbare Markierungen umentschieden, innerhalb derer jeweils zwei Personen auf Stühlen zusammensitzen. Es wird fünf farblich getrennte Blocks geben mit eigener Zuwegung, um die Besucherströme zu kanalisieren. Das Gastro-Konzept setzt auf einen Lieferservice an den Platz.

Parkplätze existieren nur um die 100 am Schützenplatz. Viel zu wenig, um alle Anreisenden aufzunehmen. Deshalb gibt es eine Kooperation mit dem Allee-Center und dessen Parkhaus. Generell wird Besuchern geraten, nicht mit dem Auto ins Wohngebiet zu fahren. Sollten noch Covid-19-Tests vor dem Eintritt benötigt werden, können diese am Test-Container auf dem Schützenplatz durchgeführt werden.

Der Auftakt

Heute Abend legt das Festival mit einem Benefiz zugunsten der Fluthilfe Remscheid los. Ab 19 Uhr groovt die Soulfood Company. Im Vorprogramm tritt MPNG (Samuel G. Mpungu) mit seinem „Bassline Driven Pop Funk“ auf. Die Tickets kosten fünf Euro.

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