Röntgenstrahlen

Das bietet die neue Dauerausstellung im Röntgen-Museum

Sie darf natürlich nicht fehlen: die „Gläserne Frau“.
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Sie darf natürlich nicht fehlen: die „Gläserne Frau“.
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Das Deutsche Röntgen-Museum gibt Einblicke in den lebenden Körper dank moderner Medizintechnik.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es riecht noch nach frischer Farbe und ganz viel Herzblut: Die neue Dauerausstellung „Radiologische Bildgebung und Strahlentherapie“ über moderne Medizintechnik im Deutschen Röntgen-Museum ist nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet. Mit dem Smartphone kann jeder eine digitale Führung machen. Wir geben einen Überblick, was die Besucherinnen und Besucher auf 230 Quadratmetern im Untergeschoss des Museums erwartet. Die Ausstellung ist barrierearm.

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Was bietet die neue Dauerausstellung?

Sieht aus wie in einer Arztpraxis: das MRT.

Bisher bot die Schau im Museum Informationen zu Röntgen und seinen Beziehungen zu Remscheid-Lennep, die sich stark auf die Anfangszeit und die Entdeckung konzentrierte, erklärt Marcel Michels, Kurator der neuen Ausstellung. Was fehlte, war die heutige Anwendung der Röntgenstrahlen. Die neue Schau schließt diese Lücke. Hierbei geht es um die Frage: Wie kann man in den lebenden Körper hineinschauen? Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Einige basieren auf Röntgenstrahlen, andere wie das MRT mit Magnetfeld, mit Licht oder mit Ultraschall. All das gibt es hier zu sehen.

Die Optik der neuen Ausstellung ist modern.

So auch schluckbare Kameras, mit denen Darmspiegelungen gemacht werden. „Wir möchten nicht nur leicht verständliche Informationen für jeden bieten, sondern auch Berührungsängste abbauen“, erklärt Archivar und Historiker Marcel Michels, der sich auch um den Röntgen-Nachlass kümmert. „Denn die meisten haben im Alltag sicher schon mit einer der Technologien Kontakt gehabt.“ Auch strahlender Zucker, das CT einer 2000 Jahre alten Krokodilsleiche oder der große Bildschirm mit der Kegelrobbe sind hier zu sehen. Nicht fehlen darf natürlich die „Gläserne Frau“, die auf dem großen Bildschirm daneben Röntgenbilder von Kniegelenk oder Lunge zeigt. Hier werden später noch Tablets zum Einsatz kommen, mit denen das Unsichtbare besser sichtbar wird.

Wie ist der Aufbau?

In Sitznischen kann das Wissen an Stationen vertieft werden.

Die Ausstellung folgt dem „Ikea-Prinzip“: Die Besucher werden durch die Schau geleitet. Die Optik ist modern, die Texte sind gut lesbar. „Mir war wichtig, dass die Ausstellung wie ein Parcours aufgebaut ist, damit Inhalte aufeinander aufbauen können.“ Daher sei die Textgliederung an den hübsch beleuchteten Wänden auch so, dass sie jeder verstehe. „Man muss dafür nicht Physiker oder Arzt sein.“ Für alle anderen, die tiefer einsteigen möchten, gibt es sogenannte Vertiefungsstationen an schwenkbaren Bildschirmen.

Dafür gibt es auch gemütliche Sitznischen. Zum Beispiel zu CT, MRT, zu Brustkrebs oder zum modernsten OP-Saal. Zu Brustkrebs gibt es auch ein sehenswertes 3-D-Modell zu sehen: 1000 kleine Figuren, von denen fünf eingefärbt wurden. Sie stehen für die Anzahl der Frauen, denen durch die Früherkennung eines Tumors das Leben gerettet werden konnte.

Wo kommen die Exponate her?

Die beiden großen - das MRT und das CT - waren schon da. Da sie sehr schwer sind, sollte ein Umzug vermieden werden. „Also habe ich die Fläche um die beiden Exponate herumgeplant“, erklärt der Kurator. Das CT ist ein ehemals funktionierendes von Philips. Die anderen wie das MRT von Siemens, der Nuklearmedizinscanner oder das Mammografiegerät konnten durch Schenkungen oder Dauerleihgaben dazukommen.

Öffnungszeiten und Preise

Geöffnet: Das Deutsche Röntgen-Museum, Schwelmer Straße 41 in Lennep, ist dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Kontakt: Tel. (0 21 91) 16 33 84;
oder per E-Mail: info@roentgenmuseum.de

Eintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei, Erwachsene zahlen 5 Euro.

Führung:Wer an einer Sonntagsführung um 15 Uhr teilnimmt, erlebt auch die neue Ausstellung. Kosten: 1 Euro für Kinder, 5 Euro für Erwachsene. Bitte anmelden.

Corona: Die Pflicht zum Tragen einer Maske entfällt. Aufgrund der räumlichen Verhältnisse empfiehlt das Team aber das Tragen einer FFP2- oder OP-Maske.
roentgenmuseum.de

Passend dazu: Wie viel Digitales muss es im Museum eigentlich geben?

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