Pandemie

Update: Noch keine Gratistests im Walk-in

An zwölf Stellen können die Remscheider die kostenlosen Corona-Schnelltests machen. Foto: Roland Keusch
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An zwölf Stellen können die Remscheider die kostenlosen Corona-Schnelltests machen.
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Zwölf Teststellen stehen den Bürgern zur Verfügung – Stadt bereitet sich auf Wiederzulassung von Astrazeneca vor.

+++Update 18. März, 10 Uhr+++ Im Corona Walk-In auf der oberen Alleestraße sind entgegen der Ankündigung der Stadt Remscheid ab dem heutigen Donnerstag noch keine kostenlosen Corona-Schnelltests möglich. Wann dies der Fall sein wird, ist unklar. Die Stadt erklärt, sie habe sich vor der Publikation der Presseinfo am Mittwoch zur kostenfreien Schnelltestung mit der Zotz/Klimas-Zentrale in Düsseldorf abgestimmt. Von dort aus habe es grünes Licht zur unmittelbaren Startbereitschaft und die Freigabe für die öffentlichen Kommunikation gegeben. Es wird geklärt, warum das kostenfreie Testangebot nun vor Ort nicht funktioniert.

Hier der Ursprungstext mit den weiteren von der Stadt benannten Teststellen:

Remscheid. Ab dem heutigen Donnerstag können sich die Remscheider Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen. Der Corona-Walk-In auf der oberen Alleestraße und mehrere Arztpraxen bieten die Schnelltests ab Donnerstag an (Update: Der Corona-Walk-In bietet diese Test noch nicht kostenfrei an!). Ab dem kommenden Montag kommt der Corona Drive-In auf dem Schützenplatz hinzu. Weitere Anbieter wollen folgen, so dass in Kürze zwölf Teststellen für die kostenlosen Bürgertestungen zur Verfügung stehen sollen.

Viola Juric, Sprecherin des Corona-Krisenstabes, beschreibt das Verfahren so: „Sie gehen hin, lassen sich testen und gehen wieder.“ Um die Abrechnung kümmert sich der Testanbieter und wendet sich dazu an die Kassenärztliche Vereinigung. So sollen die Tests, die in dem roten Container auf der Alleestraße buchstäblich pro Nase 75 Euro kosteten und im Drive-In auf dem Schützenplatz ursprünglich mit 40 Euro zu Buche schlugen, tatsächlich kostenlos sein. „Die Kosten für den Test trägt letztlich der Bund“, erklärt Viola Juric.

„Der Nachweis wird möglicherweise zur Eintrittskarte.“

Thomas Neuhaus, Krisenstab

Das Ergebnis des sogenannten Poc-Schnelltests steht nach wenigen Minuten fest. Dazu erhält der Getestete einen schriftlichen Nachweis zum Testergebnis. Die Bürger sollten ihn gut aufbewahren, denn, erklärt Thomas Neuhaus, Leiter des Corona-Krisenstabes: „Dieser Nachweis wird möglicherweise in den nächsten Wochen Eintrittskarte für Kulturveranstaltungen, Restaurantbesuche und andere Events sein, wenn Nordrhein-Westfalen nach der Idee der aktuellen Corona-Schutzverordnung Kontakte wieder schrittweise zulässt.“

Zusätzlich zu den zwölf Teststellen will das Gesundheitsamt die Testinfrastruktur für die Gratis-Schnelltests in den Stadtteilen weiter ausbauen. Die Mediziner um Amtsleiter Dr. Frank Neveling befinden sich dazu in Gesprächen mit einer Apotheke, einem Hilfsdienst und weiteren Arztpraxen.

Der vorläufige Stopp für den Impfstoff Astrazeneca sorgt unterdessen für Verunsicherung auch unter den über 80-Jährigen. Die Stadt sah sich deshalb am Mittwoch zu einer Klarstellung veranlasst: „Das Impfzentrum weist ausdrücklich darauf hin, dass die über 80-jährigen Remscheiderinnen und Remscheider durchweg den Impfstoff Biontech/Pfizer erhalten. Sie sind also in keiner Weise von einem Impfstopp betroffen. Die Termine bleiben selbstverständlich bestehen.“ Nachdem die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch die Fortsetzung der Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca empfohlen hat, könnte am Donnerstag die Europäische Arzneimittelkommission dem Beispiel folgen. Die Stadt Remscheid bereitet sich darauf vor. Allerdings gelten die dafür vorgesehenen Impftermine am Freitag, Samstag und Sonntag vorläufig weiterhin als storniert. Betroffen sind annähernd 800 Remscheider unter 65 Jahren.

Das Infektionsgeschehen legt derweil an Geschwindigkeit zu. Treiber dürften insbesondere die Virusmutationen sein. Das Gesundheitsamt berichtet von 167 Remscheidern, die sich mit der britischen Corona-Variante infiziert haben. Am Mittwoch mussten weitere Schulen und Kitas Kinder und Jugendliche in Quarantäne schicken. Betroffen sind das Ernst-Moritz-Arndt- und das Gertrud-Bäumer-Gymnasium, das Käthe-Kollwitz-Kolleg sowie die Kitas Am Schützenplatz, Paulstraße und Waldkrönchen.

Sprechen Sie Ihren Hausarzt an

Ab sofort bieten auch zahlreichen Ärzte für ihre Patienten kostenlose Tests an. Patienten sind gut beraten, sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen.

Die Praxen von Dr. Christian Ibold, Theodor-Heuss-Platz 7, und von Cornelia Bajic, Markt 25, bieten die Tests für alle an. Das allerdings nur nach Terminabsprache.

Der Corona Drive-In auf dem Schützenplatz startet sein Testangebot am 22. März. Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 18 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Samstag bis 13 Uhr.

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