Mit einem Schrei vor Corona schützen

Neue Corona-Schnelltest-Methode: Quba-Test verspricht schnelle und sichere Ergebnisse

Peter van Wees leitet Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling an, auf das Signal der Leuchtstäbe in der Quba-Maschine zu achten. Foto: Michael Schütz
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Peter van Wees leitet Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling an, auf das Signal der Leuchtstäbe in der Quba-Maschine zu achten.

Neuer Corona-Schnelltest: So funktioniert die Quba-Methode

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Luft wirbelt die Haare umher, dann erlöschen die blauvioletten Leuchtstäbe an der Innenwand der Kabine. Das ist das Signal: Acht Sekunden lang schreien oder singen, bis die Leuchtstäbe wieder angehen – und nur eine Minute später liegt ein Corona-Testergebnis vor. Das ermöglicht das Quba-Testverfahren des Niederländers Peter van Wees. Quba steht dabei für „Quick Breath Analyzer“ – der schnelle Atemanalysierer.

Das Testverfahren ist simpel: In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei. „Das Coronavirus hat eine bestimmte Größe und ein bestimmtes Gewicht“, erklärt David Hartmann, Geschäftsführer der Fire and Safety GmbH, die die Vermarktungsrechte besitzt. Messsensoren würden diese Werte abgleichen und in einem Diameter darstellen. Erkannt werden sollen dabei auch Virusmutationen.

Bereits im April 2020 habe Peter van Wees die Idee zu dem Verfahren gehabt, nun, mit Blick auf die derzeitigen Tests ergebe sich eine Dringlichkeit: „Das muss anders, muss besser, muss schneller gehen. Am liebsten noninvasiv, ohne Stäbchen“, erklärt der Quba-Erfinder. Wichtig sei ihm gewesen, eine müllfreie Testmethode zu entwickeln. Bereits im Dezember habe es erste Tests mit der Kabine gegeben.

„Jegliche Atemwegserkrankung können wir nachweisen.“

David Hartmann, Fire and Safety

Verglichen mit PCR-Tests zeige das Quba-Verfahren zu 94,7 Prozent gleiche Resultate, berichtet van Wees. Die Nachfrage nach dem Gerät sei bereits groß – in Amerika, in Israel und nun auch in Deutschland, wo die Kabine bald auch hergestellt werden soll.

Einsatz finden könne die Maschine in Freizeitparks, Zoos, Flughäfen, Stadien, Messehallen oder Konzertsälen, berichtet Jens-Peter Nettekoven, Landtagsabgeordneter der CDU, der den Quba für eine einwöchige Testphase nach Remscheid geholt hat. „Wir wollen die Tage nutzen, die Leute hierherzuholen und das Verfahren vorzustellen.“

Corona-Schnelltest: Neue Methode Quba ohne Popeln, ohne Tränen, auch für Kinder

Die Fire and Safety GmbH sei bereits in Gesprächen mit Interessenten, Kommunen und der Landesregierung, sagt David Hartmann. Denn anders als Schnelltests, die unter Anleitung einer medizinisch geschulten Aufsicht durchgeführt werden müssen, brauche es für die Bedienung der Maschine kein fachliches Personal.

Die Anschaffungskosten der Testkabine liegen für die Grundausstattung bei rund 150.000 Euro. Die Kosten eines PCR-Tests würden bei etwa 60 Euro liegen, rechnet David Hartmann. Beim Quba-Verfahren liege der Kostenfaktor bei weit unter einem Euro je Testung. Die Quba-Methode sei somit weitaus kostensparender.

Mit einem Schrei vor Corona schützen

In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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In der Kabine werde per Filter ein Reinraum geschaffen. Beim anschließenden Schreien oder Singen setzte die Testperson Aerosole frei.
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Ein weiterer Faktor kommt hinzu: „Es gibt keine falsch positive und keine falsch negative Tests“, sagt Hartmann. Und nicht nur das Coronavirus kann in der Quba-Kabine festgestellt werden. „Jegliche Art der Atemwegserkrankung können wir damit nachweisen“ – beispielsweise Grippeviren.

Neuer Corona-Schnelltest Quba: Wie funktioniert der Test in Remscheid?

Infektionen könnten so frühzeitig auch nach der Corona-Pandemie verhindert werde, erklärt Alexander Lampe, Leiter des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI). Im BZI an der Wüstenhagener Straße steht die neue Kabine. „Als BZI haben wir uns in den Dienst der Sache gestellt und unsere Räume sofort zur Verfügung gestellt.“

Der Quba-Test ist in seiner Testphase allerdings nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz steht dem Verfahren positiv gegenüber: „Wenn eine solche Methode von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt wird, vereinfacht das vieles. Das würde die Arbeit in unserer Stadt erleichtern.“

Quba-Schnelltest: Familien testen gleichzeitig, Ergebnis in einer Minute

Nachweis des Virus: Mit einem PCR-Test sei das Virus erst nach viereinhalb Tagen nach der Ansteckung nachweisbar, im Quba-Test bereits nach anderthalb Tagen, berichtet Ingo Breuer von Fire and Safety. Eine Schnittstelle zur Corona-Warnapp sei schon vorbereitet.

Ergebnis: Das Ergebnis der Testung liegt nach etwa einer Minute vor. 80 Personen können pro Stunde je Gerät getestet werden.

Familien: Familien können gleichzeitig getestet werden. Ein Quba-Test soll eine Gültigkeitsdauer von bis zu 48 Stunden haben.

Die Liste der Anbieter für Gratis-Schnelltests wird immer länger. Hier finden Sie eine Liste der Schnelltest-Anbieter in Remscheid mit Öffnungszeiten und Buchungsmöglichkeiten. 

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