Impfmarathon

Corona-Impfung: Alle Heime sind nun durch

Einer der beiden Impfstoffe in Remscheid: Pfizer-BioNTech. Foto: Keusch
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Einer der beiden Impfstoffe in Remscheid: Pfizer-BioNTech.
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Die letzten 96 Zweitimpfungen von mobilen Teams wurden im Wiedenhof vorgenommen.

Remscheid. Ein kleiner, aber sehr wichtigen Schritt in der Remscheider Corona-Impfstatistik ist abgeschlossen. Seit dem vergangenen Wochenende sind alle Remscheider Senioren- und Pflegeheime von mobilen Teams grundsätzlich durchgeimpft. Was am 27. Dezember im Allo-Heim an der Bürger Straße begann, wurde Samstag im Wiedenhof in Alt-Remscheid mit der letzten Zweitimpfung abgeschlossen.

96 Dosen von Pfizer-BioNTech wurden dort von einem fünfköpfigen Team um die ärztliche Leiterin Andrea Saniter binnen drei Stunden gespritzt. In zwei Monaten wurden jeweils 2518 Erst- und Zweitimpfungen in den Heimen vorgenommen. Rechnet man die Impfungen in der Halle West (1943), den beiden Krankenhäusern sowie Stiftung Tannenhof hinzu (882) ergeben sich in dem Zeitraum 7861 Dosen für Remscheid.

Hausärztin Andrea Saniter, eine von mittlerweile zehn ärztlichen Leitungen, nennt den Abschluss dieser Teiletappe einen großen Erfolg. „Denn wir haben damit die vulnerabelste Gruppe in der Bevölkerung geschützt.“ Kontraindikationen gab es nicht. Es habe sich eindeutig gezeigt, dass die Impfungen ein Schutz vor dem Tod sind. „Nachdem wir in den Heimen die ersten Impfungen verabreicht hatten, hat es zwar noch Infektionen gegeben, aber keinen Sterbefall mehr.“ Wie alle anderen beteiligten Mediziner hat auch Saniter festgestellt, dass die Bereitschaft zur Teilnahme an der freiwilligen Impfung extrem hoch gewesen sei. Auch die anfängliche Zurückhaltung bei Heimmitarbeitern habe sich schnell gelegt, vielleicht auch unter dem Schock der erschreckenden Nachrichten aus dem Haus Lennep.

Neue Quarantäne-Fälle in der GGS Kremenholl und Kita Sterntaler

Fortgesetzt wird der Impfmarathon im Reinshagener Zentrum. Saniter schätzt, dass zumindest im März noch die Ü-80-Jährigen an der Reihe sein werden, bevor danach Kategorie II, die Ü 70 an der Reihe sein wird. Die ärztliche Leiterin ist zuversichtlich, dass im April deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird, man bei den Vakzinen breiter aufgestellt sein werde, diese leichter zu handeln und lagern sein und dann auch bis zum Sommer Impfungen in den Arztpraxen möglich sein werden.

Noch fehlt der Ministerialerlass, dass Personal in Schulen und Kitas vorgezogen werden kann. Auch hier hofft Andrea Saniter auf ein schnelles Signal aus Düsseldorf, dass es erlaubt, diese exponierten Berufsgruppen spätestens ab Mitte März beim Impfen dranzunehmen. Die Kapazitäten im Impfzentrum wären vorhanden. „Man könnte sie verdoppeln“, erklärt Andrea Saniter.

Weitere Schulen und Kitas sind derweil von Quarantäne betroffen, teilte die Stadt gestern mit: Die Klasse 4 b (Gruppe lila) GGS Kremenholl mit 12 Schülern und die Gruppe 4 der Kita Sterntaler, Fritz-Ruhrmann-Str. Bei der bereits betroffenen evangelischen Kita Ringstraße verlängert sich aufgrund weiterer positiver Befunde die Quarantäne.

In unserem Live-Blog finden Sie Informationen zu Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Remscheid.

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