Selbsthilfeprojekt in Uganda

Corona-Hilfspakete verhindern die größte Not

Franz Lebfromm ist Vorsitzender des Fördervereins OCAOF und berichtet über den aktuellen Stand des Hilfsprojekts in Uganda. Foto: Doro Siewert
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Franz Lebfromm ist Vorsitzender des Fördervereins OCAOF und berichtet über den aktuellen Stand des Hilfsprojekts in Uganda.

Der Verein Our Children And Our Future berichtet über seine Projekte in Uganda.

Remscheid. Der Förderverein „Our Children And Our Future“ unterstützt seit 18 Jahren ein Selbsthilfeprojekt in Uganda. Im Bezirk Masaka/Kalungu unweit des Viktoriasees ist das Entwicklungshilfeprojekt durch die Remscheider Unterstützung seit Jahren erfolgreich. Vor Ort wird es von Emmanuel Musoke und seiner Frau Maria Goretti geleitet. Sie werden von einem stetig wachsenden Mitarbeiter-Team unterstützt.

Der Remscheider Franz Lebfromm hat den Förderverein ins Leben gerufen und ist dessen Vorsitzender. Er berichtet jetzt über den Stand der Dinge in Masaka/Kalungu:

Die Corona-Pandemie wirft derzeit viele Länder um Jahre in ihrer Entwicklung zurück. Schlimm sind die Folgen für viele Lehrer und Abertausende Schulkinder in Uganda. Kirchliche und private Schulträger sind bankrott.

Projektleiter Emmanuel Musoke schreibt über die Situation: „Normalerweise ist es so, dass kurz vor der Weihnachtszeit mehr im Land los ist. Aber es sieht momentan anders aus. Fast keiner redet von Weihnachten. Man redet und hört bei uns mehr über den gestiegenen Preis von Benzin und von anderen Waren, dazu kommt die Herausforderung, dass mehr Flüchtlinge aus den Nachbarländern wie Südsudan, Burundi und Kongo angekommen sind.“

Aber es gibt auch Positives zu berichten und das spiegelt sich in der Situation des von OCAOF unterstützten Projektes wider. Dank der Unterstützung auch in diesem schwierigen Jahr war es möglich, größte Not in der Region durch Corona-Hilfspakete zu verhindern.

Weihnachten kann das Wohnhaus für Mädchen bezogen werden

In dem Lebfromm-Bericht heißt es weiter: „Das Gesundheitszentrum (HHHC) in Bbaala, geleitet von Maria Goretti, ist zu einem anerkannten Impfstandort geworden. Mehrere Hundert haben zumindest eine erste Impfung. Mit dabei auch unsere Mitarbeiter, die Kinder ab 12 Jahren, die Schüler und die Auszubildenden in Kitamba. Das Gesundheitszentrum leistet medizinische Versorgung auch dann, wenn die Patienten kein Geld für Behandlungen haben. Das Team plant, demnächst möglichst alle älteren Menschen in den Nachbardörfern aufzusuchen und ihnen mobil medizinische Betreuung und auch Impfungen anzubieten.“

Positiv auch, dass das Wohnhaus für Mädchen im Kinderheim Bweyo am 26. Dezember bezogen werden kann. Die Wasserversorgung im Projektgebiet konnte mit zehn Brunnen in verschiedenen Dörfern und dem neuen Tiefbrunnen in Bbaala spürbar verbessert werden. In Bbaala wurde neben der Grundschule auch das Gesundheitszentrum HHHC über eine Leitung angeschlossen. Die Menschen aus der Nachbarschaft können Wasser an einer Zapfstelle holen. In Kitamba wurde ein Raum des Berufsbildungszentrums mit Unterstützung der deutschen Botschaft als Solarlabor für die Ausbildung von Fachleuten für erneuerbare Energie ausgestattet. In das Ausbildungskonzept ist die Uganda Martyrs University (UMU) in Nkosi eingebunden.

Weil die Schul- und Ausbildungskosten stark steigen, überlegt der Verein die Beiträge für neue Patenschaften dem Bedarf anzupassen. Außerdem gibt es die Idee, Patenschaften aufzuteilen, um niemanden zu überfordern. -ma-

www.ocaof.de

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