Kultur in Remscheid

Comedian bietet reichlich Klamauk, dem Publikum gefällt es

Ausbilder Schmidt ließ keinen Gag aus. Der Comedian eröffnete die neue Spielzeit der „Schatzkiste“. Foto: Roland Keusch
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Ausbilder Schmidt ließ keinen Gag aus. Der Comedian eröffnete die neue Spielzeit der „Schatzkiste“.

Ausbilder Schmidt eröffnete nach der Zwangspause die Spielzeit der „Schatzkiste“.

Von Sabine Naber

Remscheid. Am Donnerstagabend öffneten sich nach langer Corona-Pause sich auch die Türen zur „Schatzkiste“, dem kleinen Privattheater am Markt wieder. Ausbilder Schmidt alias Holger Müller machte mit seinem neuen Programm: „Schackeline, fahr´ der Panzer vor“ Station in Remscheid und schlug damit den Bogen zum Neuanfang. Er war der letzte Künstler, der kurz vor dem Lockdown in der Schatzkiste aufgetreten war.

Wie gewohnt mit rotem Barett, schlammfarbenem T-Shirt bekleidet und lautem Kommandoton unterwegs, machte sich der Ausbilder erstmal über die 5000 Helme lustig, mit denen Verteidigungsministerin Lambrecht die Ukrainer unterstützt: „Selbst als Kabarettist kann man das ja noch kaum überbieten.“ Dann sagte der Ausbilder dem Publikum, wo es langging: „Tach, ihr Pappnasen“, rief er. Und erwartete als Antwort: „Tach, du Sack.“ Die Gäste ließen sich nicht lange bitten, machten den Klamauk mit. Ließen sich Luschen nennen, bevor sie antworteten: „Morgen Chef“. Sowas muss man mögen, dem Publikum gefiel es.

Als seine Königsdisziplin bezeichnete der knallharte Ausbilder das „Rekruten schleifen“. Diesen Drill schilderte er mit Hilfe der imaginären Untergebenen Torben, Hermine und eben Schackeline, die natürlich alle drei ebenfalls Luschen waren. Und den Luschentest vollzog er dann auch gleich im Theater: „Wer geht mit dem Handy aufs Klo, wer räumt die Spülmaschine noch mal um, bevor er sie anstellt, wer isst den Apfel nur, wenn ihm den jemand in kleine Stücke geschnitten hat“, wollte er von den Männern wissen. Und freute sich über alle „Oberluschen“ die so mutig waren, sich zu outen.

Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste

Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste
Ausbilder Schmidt in der Schatzkiste © Roland Keusch

Nicht so ganz neu die „Hafenrundfahrt im Becken“ beim Urologen, witziger seine Schilderungen vom Zustand der Bundeswehr, die jetzt ins 21. Jahrhundert geführt werden soll: „Mit dem 19. wären wir aber schon ganz zufrieden.“ Und als es um Computer ging, da sei stolz das Faxgerät gezeigt worden.

Wirkliche Probleme hat der Ausbilder allerdings, wenn es um seinen 17-jährgen Sohn geht. Der nämlich ist Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung, will das Abitur machen und outet sich als Veganer. „Quatsch“, erklärt ihm der Ausbilder. Und verspricht ihm: „Beim Bund kommst du ohne Abi ganz nach oben.“ Aber dass er mit seinem Sohn jetzt nicht mehr ins Stammrestaurant essen gehen kann, weil da „das einzige vegane Gericht doch die Hühnersuppe“ sei, das trifft ihn schon härter. Aber auch dazu fällt ihm ein Gag ein, der das Publikum zu Szenenapplaus motiviert: „Wie heißt ein russischer Veganer“, will er wissen. Und gibt sich selbst die Antwort: „Mooskauer.“

Und mit Comedy geht es in der Schatzkiste am 24. Februar weiter, wenn Jens-H. Claassen mit seinem Programm „Ohne Liebe rostet nichts“ um 20 Uhr einlädt.

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