Advent

Chor überzeugt in der Kirche Heilig Kreuz auf ganzer Linie

Ein abwechslungsreiches Musikprogramm bot der Chor „Voicemble“ in der Kirche Heilig Kreuz und begeisterte das Publikum. Foto: Roland Keusch
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Ein abwechslungsreiches Musikprogramm bot der Chor „Voicemble“ in der Kirche Heilig Kreuz und begeisterte das Publikum.

„Voicemble“ bat zum Weihnachtskonzert nach Lüttringhausen.

Von Sabine Naber

Remscheid. „Wie schön singt uns der Engel Schar“ – mit diesem Lied begrüßte der Chor Voicemble die Gäste, die am späten Sonntagnachmittag in die katholische Kirche Heilig Kreuz in Lüttringhausen zum Weihnachtskonzert gekommen waren. Vor der großen, beleuchteten Krippe und den drei Tannenbäumen standen die 22 Sängerinnen und Sänger im rot und blau angestrahlten Altarraum und boten ein rund einstündiges, sehr abwechslungsreich gestaltetes Konzert.

Die Bässe machten den Auftakt, als das kraftvoll gesungene „Run, run to Bethlehem“ erklang. Chorleiterin Astrid Ruckebier sagte das folgende Stück „Hodie Christus natus est“ an und versprach zunächst bei der Version des italienischen Komponisten Luca Marenzio einen dichten Klangteppich. „Dem gleichen Text, aber in einer völlig anderen Tonsprache, hat sich 400 Jahre später der französische Komponist Francis Poulenc zugewandt“, erklärte sie, bevor der Chor vom Heiligen Abend sang, als Christus geboren wurde und der Heiland erschien.

Nach der geistlichen Musik stimmten Julia und Tobi das Publikum, das wegen der aktuellen pandemischen Lage recht überschaubar bleiben sollte, auf den zweiten Teil ein. Der begann mit großartiger Pianomusik der Düsseldorferin Austeja Valusyte, die damit „A Winter Night“ anstimmte. Erst waren nur die Frauenstimmen zu hören, dann fielen die Sänger ein. Wunderbar gelang auch der Song „Happy X-Mas“ einem Lied von John Lennon und Yoko Ono, das im Umfeld des Vietnamkriegs als Protestlied entstanden war, sich aber im Laufe der Zeit zu einem geradezu klassischen Weihnachtslied entwickelt hatte.

Ein wenig melancholisch wurde es bei „Breath of Winter“, als der Chor daran erinnerte, dass zwar noch die letzten Ausläufer des Herbstes zu spüren seien, der Winter aber naht. Beeindruckend die Klangfülle des Chores, die jungen, gut geschulten Stimmen, sowie die brillanten Soli einzelner Sängerinnen und Sänger. Man sah ihnen die Freude an, wieder zusammen vor Publikum singen zu dürfen. „Und die Akustik in dieser Kirche hat unseren Stimmen einen feinen Schliff verpasst“, waren sich Pia und Daniel einig, bevor sie sich im Namen des Chores bei all denen, die das Konzert ermöglicht hatten, bedankten.

„Wir hatten wieder viel Spaß bei den Proben. Und das war wie immer eine Herausforderung für dich“, scherzte Pia mit Blick auf die Chorleiterin, die – ebenso wie die Pianistin – zum Dank einen Strauß Blumen bekam. Und weil der Applaus nach dem Wunsch, alle mögen eine wundervolle Weihnachtszeit haben und dem dazu passenden letzten Song „Wonderful Christmas“ einfach nicht endete, durfte sich das Publikum eine Zugabe wünschen. So hieß es noch einmal „Happy X-Mas mit dem Solo von Louisa und Tobi. Ein fantastisches Konzert, das für die Zuhausegebliebenen auch per Livestream übertragen wurde.

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