Fußballverein

BV 10 holt Lutz Uwe Magney als dritten Banker in den Vorstand

Eine sichere Bank: Der Vorstand des BV 1910 auf dem Aschenplatz in Neuenkamp, (v.l.) Berthold Fahl, Torsten Götz, Lutz Uwe Magney, Heiner Schnell, Herbert Schmalbach und Margit Gasser.
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Eine sichere Bank: Der Vorstand des BV 1910 auf dem Aschenplatz in Neuenkamp, (v.l.) Berthold Fahl, Torsten Götz, Lutz Uwe Magney, Heiner Schnell, Herbert Schmalbach und Margit Gasser.
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Fußballverein gelingt Coup: Ex-Volksbank-Chef wird die Kunstrasen-Ära mitprägen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Im Bankgeschäft nennt man es „Stillhalterposition“. Heißt: Der Verkäufer einer Option, zumeist Banken, muss sich der Entscheidung des Käufers fügen und stillhalten. In dieser Lage, sagt Lutz Uwe Magney, befinde sich der BV 1910. „Die Ampeln stehen auf Grün, aber wir brauchen jetzt jemand, der aufs Gaspedal drückt. Und das können wir selber nicht.“ Die Weichen sind jedoch gestellt und der neue Vorsitzende des Fußballvereins ist zufrieden. „Der BV 1910 ist einer der unterschätztesten Sportvereine in Remscheid. Unser Ziel muss es sein, Weihnachten 2023 in Neuenkamp auf Kunstrasen zu feiern.“

Nach über 50 Jahren Volksbank, die letzten sechs Jahre im Vorstand, war der 67-Jährige im Februar in Ruhestand gegangen. Zehn Monate später kehrt er ins Rampenlicht zurück. Mit seiner Wahl füllt sich die Lücke, die der erkrankte Günter Schürmann hinterlässt. Im Vorstand trifft er auf alte Bekannte. Mit Berthold Fahl, dem Geschäftsführer, besuchte er 1978 in Wuppertal die Bankakademie in Wuppertal. Fahl war bis zu seiner Pensionierung bei der Volks- und Nationalbank. Auch den 2. Kassierer Herbert Schmalenbach als Commerzbank-Banker kennt Magney gut. Jetzt sind sie vereint, um den Club in die Zukunft zu führen.

„Wir haben jemand für den Vorstand gesucht, der seriös ist und uns weiterbringt. Lutz Uwe Magney ist genau der Richtige. Er tut uns von der Außenwirkung gut.“ Als er im Sommer von Fahl angesprochen wurde, fand Magney die Idee herausfordernd. Denn der BV 1910 wird, sofern die Verträge zwischen Stadt und RSV im Januar unter Dach und Fach sind, zwar weiter nur Mieter in Neuenkamp sein, aber ein großer Profiteur. „Wir wollen nächstes Jahr loslegen und hoffen, dass bis Ende 2024 eine Sportlandschaft entsteht mit einem kleinen Freizeitzentrum um den Kunstrasen.“

Der BV 1910 hat aktuell 330 Mitglieder und zehn Teams im Spielbetrieb, vier im Nachwuchsbereich bis zur C-Jugend, und sechs bei den Senioren. Verglichen mit der Statistik Anfang 2018 – da stand der BV 1910 bei nur 171 Mitgliedern – ist der Club trotz seiner schwierigen Platzsituation komfortabel aufgestellt. Das kann sich jedoch schnell ändern. Alleine im Jugendbereich verloren die Gelb-Schwarzen mit diesem Saisonbeginn 17 Spieler, viele an den SC Ayyildiz.

Da der Dezember Wechselmonat ist, kann es sein, dass auch bei den Erwachsenen einige Akteure folgen. Der neue Vorstand ist jedoch zuversichtlich, dass mit der verspäteten Durchführung der Delegiertenversammlung, die am 14. Dezember hätte stattfinden sollen, beim RSV die Zustimmung zu den beiden Verträgen zur Zukunft des Sportplatzes Neuenkamp eingeholt wird.

Lutz Uwe Magney schätzt die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Magney spricht von viel „Engagement“ bei den Ehrenamtlern und lobt insbesondere den Motor in den schweren vergangenen Jahren, „Was Berthold Fahl mir seiner Energie und Hartnäckigkeit, mit seinen Leidenschaft und Solidität für den BV 1910 getan hat, ist überragend.“

Platz gehört RSV, Immobilie dem BV 10

Seit dem 25. November besteht der neue Vorstand beim BV 1910 aus Lutz Uwe Magney (Vorsitzender), Torsten Götz (2. Vorsitzender), Berthold Fahl (Geschäftsführer), Heiner Schnell (Kassierer), Herbert Schmalenbach (2. Kassiserer), Margit Gasser (Schriftführerin). Der Platz in Neuenkamp gehört noch dem RSV, wird aber für kleines Geld an die Stadt verkauft, die Immobilie nebenan, die im Januar 1994 bei der Eröffnung 1,2 Mio. Mark kostete, gehört dem BV 1910.

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