Fristen müssen beachtet werden

Betriebsgebäude verschwindet vom Busbahnhof

Backshop und öffentliche Toilette sind geplant.
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Backshop und öffentliche Toilette sind geplant.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Jetzt geht es dem Betriebsgebäude der Stadtwerke auf dem Friedrich-Ebert-Platz endgültig an den Kragen.

Remscheid. Nachdem der Komplex in den letzten Wochen entkernt wurde, sorgen Bagger dafür, dass er endgültig verschwindet. Rund 65.000 Euro kosten die Arbeiten nach Angaben des Unternehmens, das Fristen bei Förderprogrammen beachten musste. So ist es auch zu erklären, dass schon bald das Betriebsgebäude weg ist, die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes aber noch auf sich warten lässt.

Dieser soll bis 2025 auch einen Neubau der Stadtwerke erhalten – inklusive Backshop und einer öffentlichen Toilette. -zak-

Unser Artikel vom 11.10.2021

Busbahnhof: Der Abriss hat begonnen

Das Betriebsgebäude der Stadtwerke wird entkernt. Die Umgestaltung des Platzes lässt aber noch auf sich warten.

Zunächst einmal wird das Betriebsgebäude der Stadtwerke entkernt – dann verschwindet es vom Friedrich-Ebert-Platz.

Remscheid. Der blaue Transporter einer Entsorgungsfirma aus Gescher-Hochmoor markiert den Beginn einer Zeitenwende auf dem zentralen Busbahnhof in Remscheid: Am Montag, 11. Oktober, begannen die Abrissarbeiten des Betriebsgebäudes der Stadtwerke auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Sie sind der Startschuss für die großangelegte Umgestaltung des Areals, das zum attraktiven Aushängeschild der Innenstadt werden soll – unter anderem mit einem Platz, der mit viel Grün, neuen Sitzgelegenheiten und Raum für Veranstaltungen Aufenthaltsqualität verspricht.

Das aber ist Zukunftsmusik. Erst einmal verschwindet das Betriebsgebäude, wobei es seit diesem Montag zunächst entkernt wird. „Alles, was verwertbar ist, wird rausgeholt. Heizungen, Rohre, Leitungen, Fenster“, listet Manuel Kippelt auf. Der Leiter des Fahrbetriebs der Stadtwerke verweist darauf, dass möglichst viel Material recycelt werden soll. Das gilt auch für das Mobiliar. „Die Schreibtische sind so wie bei einer Einbauküche fest eingebaut“, erklärt er mit Blick auf die Schaltzentrale, die längst verwaist ist. Die Fahrer haben nur einen Steinwurf entfernt ein Übergangsdomizil mit ihren Sozialräumen bezogen – im Haus Konrad-Adenauer-Straße 7, wo auch der CDU-Kreisverband seine Geschäftsstelle hat.

Alles, was verwertbar ist, wird rausgeholt.

Manuel Kippelt, Leiter Fahrbetrieb, über das Betriebsgebäude

In einigen Wochen verschwindet der Stadtwerke-Gebäudekomplex komplett vom Erdboden: „Für den 18. Oktober ist geplant, dass die Bagger anrücken. Aber auch hier wird jedes Teil darauf geprüft, ob es wieder verwertbar ist“, berichtet Kippelt über den 65.000 Euro teuren Abriss, der aber auch erst einmal die erste sichtbare Veränderung auf dem Friedrich-Ebert-Platz bleiben wird.

Denn: Die eigentliche Umgestaltung wird noch Jahre auf sich warten lassen. „Wir bereiten nach wie vor die Ausschreibung für die weiteren Planungen vor“, erklärt Christina Kutschaty, die im Rathaus für die Stadtentwicklung zuständig ist. Interessierte Fachbüros können sich im Anschluss melden, ihre Offerten abgeben und darauf hoffen, den Zuschlag zu erhalten, um den Umbau fachlich begleiten zu können.

Auf die Ausschreibung folgt eine weitere Ausschreibung

Dann aber geht es immer noch nicht los. Aufgabe der Planer wird sein, den Leistungskatalog für sämtliche Arbeiten rund um den Ebert-Platz zu vollenden. Sie liefern somit die Grundlage für eine weitere Ausschreibung, an der sich Tiefbauunternehmen beteiligen können. Erst wenn dieser Auftrag erteilt wird, können die umfangreichen Arbeiten starten. Baudezernent Peter Heinze sprach zuletzt von einem Fertigstellungstermin 2025.

Bis dahin soll viel geschehen sein: Der Tunnel zwischen Ämterhaus und Ebert-Platz wird zugeschüttet. An seine Stelle treten zwei Fußgängerampeln auf der Elberfelder Straße. Der Busbahnhof wird unterteilt – in eine Verkehrszone für Busse mit einem markanten Wartebereich für Passagiere in Form eines geschwungenen Hockeyschlägers und dem Aufenthaltsraum mit Bäumen und Bänken.

In einem weiteren Schritt werden die Stadtwerke aktiv, die das neue Betriebsgebäude errichten wollen. Dies ist dann auch für die Öffentlichkeit interessant. Zum einen soll dort ein Backshop einziehen, zum anderen soll hier etwas entstehen, das in der Remscheider Innenstadt von vielen vermisst wird: eine öffentliche Toilette.

Losgelöst vom Umbau soll zudem ein neuer Übergang zur Alleestraße entstehen. Dazu führt die Stadt Remscheid derzeit Gespräche mit dem Immobilienbesitzer, dem das ehemalige Metropol-Kino gehört. Dieses soll abgerissen werden, wodurch Platz für eine Passage entstehen würde. Die alte Tankstelle am Ebert-Platz hat die Stadt mittlerweile auch aus diesem Grund erworben.

Millionenschweres Großprojekt

Für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes stellen das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund rund 7,6 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei handele es sich um eine Hundertprozent-Finanzierung, ohne dass die Stadt Remscheid einen Eigenanteil zahlen muss, heißt es bei der Verwaltung. Zudem fließen rund vier Millionen Euro aus einer Pauschale für den Öffentlichen Personennahverkehr in den Part der Stadtwerke bei dem Großprojekt.

Um während des Umbaus des Friedrich-Ebert-Platzes einen reibungsfreien Öffentlichen Nahverkehr bieten zu können optimieren die Stadtwerke ihren Fahrplan. Auch das Klima soll damit geschützt werden.

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