Bundestagswahl 2021

Die Vorbereitungen für die Bundestagswahl laufen in Remscheid an

Wahlkoordinator Bernd Hoffmann hat das Remscheider Stadtgebiet stets im Blick. Ein letztes Mal bereitet er eine Stimmabgabe vor – bei der Bundestagswahl am 26. September. Foto: Roland Keusch
+
Wahlkoordinator Bernd Hoffmann hat das Remscheider Stadtgebiet stets im Blick. Ein letztes Mal bereitet er eine Stimmabgabe vor – bei der Bundestagswahl am 26. September.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
    schließen

77 000 Menschen dürfen in Remscheid ihre Stimme abgeben

Remscheid. 77 000 Menschen sind am 26. September in Remscheid aufgefordert, ihre Stimmen bei der Wahl zum Deutschen Bundestag abzugeben. Die Vorbereitungen dazu sind im Rathaus angelaufen. Dort werden wie üblich Interessenten gesucht, die ihren Dienst in den 54 Wahllokalen und bei der Auszählung der Briefwahlstimmen antreten wollen. „Wir benötigen gut 500 Helfer“, sagt Wahlkoordinator Bernd Hoffmann mit Blick auf die Arbeit, die am Wahltag erledigt werden muss.

Bei ihm laufen am 26. September die Strippen im Wahlbezirk 103 zusammen, der neben Remscheid auch Solingen sowie die Wuppertaler Stadtteile Cronenberg und Ronsdorf umfasst. 2017 erreichte hier Jürgen Hardt (CDU) mit 38,2 Prozent die meisten Erststimmen und zog in den Bundestag ein, Ingo Schäfer (SPD) landete mit 30,8 Prozent auf dem zweiten Platz. Sie treten erneut gegeneinander an und müssen sich wie alle anderen Bewerber für das Direktmandat bis 19. Juli, 18 Uhr, bei Hoffmann melden und ihre Unterlagen einreichen. „Dazu ist eine Menge Papierkram zu erledigen“, sagt der Wahlkoordinator.

In Remscheid laufen diesmal die Strippen zusammen

Die Ergebnisse aus den drei Kommunen werden diesmal im Remscheider Rathaus erfasst und zusammengezählt. „Bei dieser Aufgabe wechseln wir uns mit den Kollegen aus Solingen und Wuppertal ab. In diesem Jahr sind wir an der Reihe“, erklärt Bernd Hoffmann, der im Vorfeld den organisatorischen Rahmen für den Urnengang in Remscheid abzustecken hat.

Dabei kommt es auch dazu, dass sich einzelne Wähler an neue Anlaufstellen gewöhnen müssen: Die Grundschule Siepen an der Wolfstraße entfällt wegen fehlender Barrierefreiheit als Wahllokal und wird von der Hauptschule an der Wilhelmstraße abgelöst. Die Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße löst das Gemeindezentrum St. Josef am Zentralpunkt ab. Änderungen gibt es aber auch in Lennep: Wer bei der Bundestagswahl bisher seine Stimme im Röntgen-Museum abgab, muss dazu nun die Turnhalle der Grundschule Freiherr-vom-Stein ansteuern.

„Zudem wird die Kirche am Hasenberger Weg von der Grundschule Hasenberg ersetzt“, kündigt Hoffmann an, der an den ausgedienten Standorten am Wahlwochenende entsprechende Hinweisschilder anbringen lassen will, um Orientierungshilfe zu bieten. „Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier.“

Dabei steht die jeweilige Anlaufstelle auch auf der amtlichen Wahlbenachrichtigung, die diesmal nicht als Karte, sondern als Anschreiben verschickt wird. Mit ihrer Ankunft ist ab dem 20. August zu rechnen.

Stadtverwaltung will Helfern im Juli Impfangebot unterbreiten

Dies ist dann auch der Startschuss für die Briefwahl, die immer mehr Menschen nutzen. Ausgezählt werden ihre Stimmen am Wahlabend in der Sophie-Scholl-Schule. Allein hierfür sind rund an die 150 Helfer nötig. „Wie bemühen uns, ihnen allen ein Impfangebot zu unterbreiten. Wahlhelfer sind Teil der Priorisierungsgruppe 3“, berichtet Hoffmann. „Allerdings steht und fällt dies mit der Zahl der Impfdosen, die uns ab Mitte Juli zur Verfügung stehen.“

Für den Wahltag rechnet er mit einer Vielzahl von Corona-Schutzmaßnahmen bei der Stimmabgabe – von der Spuckschutzwand vor den Helfern, über Masken- und Abstandspflicht. „Im September wird Corona bestimmt nicht vorüber sein“, erklärt der Wahlkoordinator, der zum letzten Mal in Remscheid die Stimmabgabe arrangiert und seinem Ruhestand entgegensieht. Bei der Landtagswahl 2022 werde er das Geschehen zu Hause erleben.

Am 15. Mai wählen die Menschen in Remscheid und Radevormwald ihren gemeinsamen Abgeordneten in den Düsseldorfer Landtag.

Rückblick

Bei den Zweitstimmen lag 2017 die CDU im Wahlkreis 103 vorne, der Remscheid, Solingen, Ronsdorf und Cronenberg umfasst. Die Christdemokraten erzielten 31,6 Prozent der Stimmen. Die SPD bekam 25,1 Prozent. Ein sehr gutes Ergebnis verbuchte die FDP mit 14,1 Prozent. Grüne und Linke lagen mit 7,2 beziehungsweise 7,8 Prozent nahe beieinander. Die AfD holte 10 Prozent. Wer Wahlhelfer werden will, kann sich telefonisch im Rathaus melden: Tel. 16 90 90.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unbekannte sprengen Geldautomat in Lennep
Unbekannte sprengen Geldautomat in Lennep
Unbekannte sprengen Geldautomat in Lennep
Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
St. Martin kehrt nach Remscheid zurück
St. Martin kehrt nach Remscheid zurück
St. Martin kehrt nach Remscheid zurück
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen

Kommentare