Frühjahrssemester verschiebt sich

VHS büßt 78.600 Euro im Vergleich zu 2019 ein

Im VHS-Gebäude an der Elberfelder Straße finden derzeit keine Kurse statt. Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin der VHS, möchte aber daran festhalten, dass, sobald es möglich ist, wieder in Präsenz unterrichtet wird. 20 Angebote finden online statt. Archivfotos: Roland Keusch
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Im VHS-Gebäude an der Elberfelder Straße finden derzeit keine Kurse statt.

20 Kurse finden online statt.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Eigentlich hätte das Frühjahrssemester der Volkshochschule (VHS) am 1. Februar beginnen sollen. Doch auch dort wurde der Betrieb durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Gestartet wird nun erstmal nächste Woche online. „Wir sind weiter da und aktiv“, betont VHS-Leiterin Nicole Grüdl-Jakobs.

Im Dezember ist das Programmheft für das VHS-Semester erschienen. Geplant wurden insgesamt 300 Kurse in den Bereichen Politik, Gesellschaft, Fremdsprache, Kultur, Senioren oder EDV. 20 davon, darunter Sprachkurse, finden online statt, die ab kommender Woche mit leichter Verspätung starten können. Auch schulische Aus- und Weiterbildungen laufen digital. Zudem hat die VHS fünf Vorträge vorbereitet, die von zu Hause aus angesehen werden können.

„Die Kurse, die jetzt noch nicht stattfinden können, wollen wir verschieben.“
Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin der Volkshochschule

„Die Präsenz-Kurse, die jetzt noch nicht stattfinden können, wollen wir verschieben“, erklärt Grüdl-Jakobs. Das sei auch der erste Ansatz, sollte der Lockdown noch verlängert werden. Denn: „Die Online-Angebote werden zwar nach und nach besser frequentiert, aber wir können so nicht alle Zielgruppen erreichen. Außerdem ist bei der VHS auch die soziale Komponente, das Zusammensein, wichtig“, begründet die Leitung der Volkshochschule, wieso nicht mehr Kurse digital durchgeführt werden. Damit Präsenz-Kurse – wenn sie denn wieder erlaubt sind – auch gutem Gewissens stattfinden können – bliebe das Hygienekonzept natürlich aufrechterhalten. „Wir hatten noch keinen uns bekannten Corona-Fall in der VHS“, betont Grüdl-Jakobs.

Die Bilanz des vergangenen Corona-Jahres fällt weniger gut aus. In 2020 belegten rund 1400 Personen weniger die angebotenen Kurse als in 2019. Dies entspräche etwa einem Minus von 29 Prozent. Nahezu proportional verhalte es sich mit den erteilten Unterrichtseinheiten. Im Vergleich zu 2019 (18 556 Unterrichtseinheiten) wurden im vergangenen Jahr 13 341 Unterrichtseinheiten durchgeführt und damit rund 28 Prozent weniger. Auch finanziell musste die Volkshochschule einbüßen.

Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin der VHS, möchte aber daran festhalten, dass, sobald es möglich ist, wieder in Präsenz unterrichtet wird. 20 Angebote finden online statt.

„Von Bund und Land haben wir insgesamt 40 000 Euro weniger an Fördermitteln ausgezahlt bekommen. Die Differenz ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Integrations- und Orientierungskurse zeitweilig pausieren mussten, so dass entsprechend weniger Bundesmittel geflossen sind“, erklärt Grüdl-Jacobs einen Teil der Verluste. Dazu kommt, dass durch den Lockdown auch weniger Kurse stattfanden als in 2019 und keine Räume vermietet werden konnten. 

Aber es konnten auch Einsparungen unter anderem beim Personal gemacht werden, so „schlägt die Corona-Pandemie mit insgesamt 78.600 Euro Minus zu Buche, wenn die Zahlen aus 2019 und 2020 verglichen werden“. Nicole Grüdl-Jakobs ist sich aber sicher, dass die Volkshochschule trotzdem noch gut aufgestellt ist.

Allerdings sei es wichtig, dass die zukünftigen Teilnehmer sich nicht von dem Virus abschrecken lassen, sondern sich weiterhin für die Kurse anmelden. Bisher gebe es schon rund 1000 Anmeldungen für das Frühjahrssemester. Ein guter Wert dafür, dass das Semester noch nicht begonnen hat.

Und die Krise hatte auch weitere gute Seiten für das Bildungszentrum: „Corona hat uns auf die Sprünge geholfen in Sachen Digitalisierung“, so Grüdl-Jakobs. 2018 hatte sich die VHS das Ziel gesetzt, bis 2022 die Digitalisierung weiter voranzutreiben. „Wir waren noch nie soweit in der Umsetzung unserer Entwicklungsziele wie jetzt in diesem Punkt.“ Dafür wurden unter anderem Großbildmonitore angeschafft oder Dozenten im Umgang mit den digitalen Medien geschult.

Programmheft

Das aktuelle Programmheft für das Frühlingssemester an der VHS ist aufgrund der Pandemie nicht an den üblichen Auslagestellen zu finden. Wer trotzdem das Heft in Papierform haben möchte, kann sich telefonisch unter Tel.16 27 86 oder per Mail an die VHS wenden. Allerdings sind in der gedruckten Version, nicht alle Termine aktuell. Das aktualisierte Heft ist deshalb online zu finden.

volkshochschule@ remscheid.de

www.vhs.remscheid.de

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