Abstimmung

Bürgerpreis: Kandidat Kai Mosner setzt auf Zusammenhalt

Kai Mosner wurde für sein vielfältiges Engagement für den Bürgerpreis nominiert. Foto: Roland Keusch
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Kai Mosner wurde für sein vielfältiges Engagement für den Bürgerpreis nominiert.

Für die Auszeichnung von Stadtsparkasse, RGA und Radio RSG können die Remscheider noch bis 30. Mai abstimmen.

Von Frank Michalczak

Zusammenhalt – dieser Begriff liegt Kai Mosner sehr am Herzen. „Es wird so viel gemeckert“, sagt der 40-Jährige. „Doch es ist doch viel sinnvoller, etwas umzusetzen. Aber dann werden schnell 25.000 Ausreden gefunden, warum etwas nicht geht.“

Genau dieser Haltung setzt der Remscheider vielfältiges Engagement entgegen. Mosner setzte sich ebenso für den Bau des Kunstrasenplatzes beim TS Struck ein wie für den Kauf der Weihnachtssterne auf der Alleestraße. Zuletzt rief er die Kampagne #wirsindremscheid ins Leben, bei der sich fast 200 Menschen aus Remscheid mit Maske fotografieren ließen, um ein Zeichen für Solidarität in Corona-Zeiten zu setzen.

Remscheid: Bürgerpreis 2021

Das alles und noch viel mehr brachte Kai Mosner (40) nun die Nominierung für den Bürgerpreis 2021 ein, den die Stadtsparkasse in Zusammenarbeit mit dem Remscheider General-Anzeiger und Radio RSG verleiht. Bis zum 30. Mai können Interessenten unter den vier Kandidaten ihren Favoriten auswählen und für ihn abstimmen.

Aufgewachsen am Kremenholl, sei ihm von Kindesbeinen vermittelt worden, dass sich Hilfsbereitschaft auszahle, erklärt Kai Mosner. Dafür habe sein Großvater gesorgt, der die Gaststätte Kippshütte führte. „Wenn du was tust, bekommt du was zurück – das hat er mir mit auf den Weg gegeben“, erklärt der Remscheider Unternehmer: „Mein Opa war mein Held.“

„Anschließend sind wir auf die Idee gekommen, Masken für den guten Zweck zu verkaufen.“

Kai Mosner über seine Kampagne im Kampf gegen Corona

Um das Leben in seiner Heimatstadt zu bereichern, setzt der Familienvater seit Jahren seine Stärke ein: Das ist das Netzwerken – unter anderem in Internet-Plattformen. Bis zu 20.000 Mitglieder erreicht er in der Facebook-Gruppe „Remscheider unter Remscheidern“, in der er als Administrator aktiv ist.

Aber auch sonst verfügt er über viele Kontakte, die er zum Wohle des Gemeinwohls einsetzt. Ein Beispiel dafür ist sein Engagement für den Kunstrasen beim TS Struck, der 2015 fertiggestellt wurde. „Beim Bau musste der Verein einen Eigenanteil aufbringen. Dazu habe ich Trikots prominenter Fußballer besorgt, die versteigert wurden – unter anderem von Ulf Kirsten.“

Bei den Weihnachtssternen, die in der Adventszeit leuchten, appellierte er an die Bereitschaft der Remscheider, etwas für die Alleestraße zu tun, statt sie schlechtzureden. „Es kamen immer mehr Spenden zusammen. Das zeigt, dass die Menschen bereit sind, sich zu engagieren, wenn erst einmal das Eis gebrochen ist“, erklärt der 40-Jährige, der zuletzt gemeinsam mit Pawel Kaniewski einen Imagefilm für den lokalen Handel und die Gastronomie gedreht hat.

Beim Projekt „KeepLocal“ stellten sie Persönlichkeiten vor, die für die Bandbreite des Angebots in Remscheid stehen – von der Lenneper Modehändlerin Bärbel Beck über Gastwirt Max Süss bis hin zu Augenoptiker Frank Berghoff. Und das ist nicht die einzige Aktion, mit der Kai Mosner in Zeiten der Pandemie Mut machen will. Er bewegte rund 200 Remscheider dazu, sich mit Maske fotografieren zu lassen und ihre Porträtaufnahme mit einer persönlichen Aussage zu versehen. Sie sollten Vorbilder dafür sein, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten.

Das Foto-Shooting in der Tanzfabrik mündete in einer Kampagne bei Facebook und einer großen Plakataktion am Teo Otto Theater. Dabei half unter anderem Fotograf Elias El Ghorchi. „Anschließend sind wir auf die Idee gekommen, Masken für einen guten Zweck zu verkaufen“, berichtet Kai Mosner.

Erlös der Masken-Aktion wurde gespendet

Der „Wir-sind-Remscheid“-Mund-Nase-Schutz stieß auf rege Nachfrage. 700 Exemplare, die in Remscheid produziert wurden, fanden Abnehmer. „Dabei kam ein Erlös von 3000 Euro zusammen. Wir haben ihn unter dem Bergischen Kinderhospiz, der Ärztlichen Kinderschutzambulanz am Sana-Klinikum und dem Remscheider Tierheim aufgeteilt“, zählt der 40-Jährige auf, der nicht immer einfache Zeiten erlebt hat, wie er sagt.

„In ganz jungen Jahren bin ich mit meiner ersten Selbstständigkeit auf die Nase gefallen. Da stand ich plötzlich mit Schulden da“, blickt er zurück. Der Zuspruch und die Hilfe von seinem ehemaligen Arbeitgeber habe ihm geholfen, das Desaster zu überwinden.

Auch diese Erfahrung habe ihn gelehrt, wie wichtig Solidarität ist. Und wie wichtig es eben ist, nicht nur zu meckern. „Sondern anzupacken“, wie Kai Mosner sicher auch im Sinne seines Großvaters anmerkt – dem Gastwirt aus der Kippshütte, der ihm vieles mit auf den Weg gegeben hat.

Abstimmung

Zur Teilnahme an der Abstimmung reicht ein Klick im Internet. Die Abstimmungsphase beginnt an diesem Montag, 17. Mai, und endet am Sonntag, 30. Mai - unter www.rga.de/buergerpreis

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