Bezirksvertretung beschloss Mitsprache

Bürger sollen Lennep weiter entwickeln

114.000 Euro werden am Kreishaus investiert
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114.000 Euro werden am Kreishaus investiert

Die Lenneper Bezirksvertretung beschloss die Gründung einer Bürgerplanungswerkstatt.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Ihre Aufgabe ist es, Ideen zu sammeln, wie die Altstadt und die Kölner Straße bis hinauf zum Kreishaus wiederbelebt werden können. „Es ist wichtig, dass die Lenneper in die Planungen der Stadt miteinbezogen werden“, erklärte Grünen-Sprecherin Petra Kuhlendahl, die gemeinsam mit der SPD und der FDP den Antrag eingebracht hatte.

Dieser stieß aber auch auf Kritik: „Solche Bürgerwerkstätten gab es doch immer wieder“, erklärte Markus Kötter (CDU) bei der Sitzung am Mittwochabend. „Umgesetzt wurde von den Ideen, die dort gesammelt wurden, aber so gut wie nichts.“ Aber auch Kötter hob hervor: „Wir brauchen einen Plan, wie es weitergeht.“

Die Debatte, die sich über die Zukunft Lenneps abzeichnet, fällt in eine Zeit, in der es nach wie vor ungewiss ist, ob das Designer Outlet Center (DOC) gebaut wird. Von dem Kundenmagneten verspricht sich eine deutliche Mehrheit des Remscheider Stadtrates Impulse für die gebeutelte Geschäftswelt im Ort.

Aber: Noch muss das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über Klagen gegen das Center befinden. „Lennep steht mit oder ohne DOC vor einem Wandlungsprozess“, begründete die Mehrheit von SPD, Grüne und FDP ihren Vorstoß.

Roland Kirchner (WiR) kommentierte das Ansinnen mit ironischem Unterton: „Es ist ja ganz fantastisch, solche Anträge zu stellen. Und fantastisch ist es auch, Bürgerbeteiligung einzufordern. Nur sollte sich die Verwaltung dann auch an die Vorschläge der Bürger halten.“ Nach ähnlichen Werkstätten hätten diese aber „null Berücksichtigung“ gefunden.

Jürgen Kucharczyk (SPD) empfahl, den Blick nach vorn zu richten. „Wir sollten nicht immer nur über Dinge sprechen, die nicht geklappt haben.“ Für ihn seien Beteiligungsmöglichkeiten jedenfalls das „A und O“.

Colin Cyrus (Linkspartei) mahnte, dass bei einer Bürgerwerkstatt nicht die gleichen Akteure mitwirken sollten, die sich bereits in der Vergangenheit zu Wort meldeten. „Vielleicht könnte man einmal über ein Zufallsverfahren bei der Bürgerbeteiligung nachdenken,“ regte er an. Zudem sollten die Lenneper auch digital –also via Internetforen – die Gelegenheit zur Mitsprache erhalten.

Stadtverwaltung soll ein Konzept entwickeln

Grundlage für den Diskussionsprozess in der neuen Bürgerwerkstatt könnte ein Konzept liefern, das die Stadtverwaltung entwickeln soll. Mit diesem Antrag setzte sich die CDU-Fraktion durch. Ziel des Konzeptes müsse ein „belebtes Lenneper Stadtteilzentrum mit kleinteiligem Einzelhandel, Gastronomie, Kulturangeboten, Wohnen Dienstleistungen und einer hohen Aufenthaltsqualität“ sein. Es herrsche Handlungsbedarf, weil die Folgen der Corona-Pandemie und veränderte Kaufgewohnheiten die bestehenden Wirtschaftsstrukturen bereits verändert hätten.

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